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- Kategorie: Winterreise 15 / 16 - Sechste Etappe - Mexico
Auch Playa del Carmen ist anders, aber nicht besser
Als ich vor etwa 25 Jahren zum ersten Mal in dieser Gegend war, gab es hier nur wenige Hotels an einem sehr schönen Karibik-Strand. Die Zeiten änderten sich auch hier. Viele Hotels und ebenso viele Restaurants schossen wie Pilze aus dem Boden. Dazu natürlich auch die Benutzer des Angebotes: Englisch ist eine viel gehörte Sprache, aber auch Französisch und Italienisch wird oft gesprochen. Die Probleme in den Ferienregionen des Nahen Ostens bringen offensichtlich viele Erholungsuchende nach Yucatan.
Jedes noch so kleine Lokal ist mit Souvenir-Geschäften so vollgestopft, dass das Angebot sogar auf die Strasse quillt. Alle verkaufen mehr oder weniger denselben Kram. Sonnenbrillen, Ledertaschen, Koffer, Sombreros und sonstige Erinnerungsstücke werden hier an den Mann und die Frau gebracht. Viele Geschäfte haben dasselbe Angebot, ich denke kaum, dass hier damit das grosse Geld gemacht werden kann.
Der Strand wäre eigentlich sehr schön, gelber Sand und hellblaues Wasser: So stellt sich Klein-Hansli einen Karibik-Strand vor. Die Gegend hier ist mit relativ wenigen Liegestühlen versehen, andere Orte sich bis zum letzten Flecken damit vollgestellt. Die Wolken verdeckten heute ab und zu die Sonne, die Temperatur lag während des ganzen Tages bei etwa 28 Grad.
In der Calle 5, der Hauptstrasse der Fussgängerzone, stehen auf der ganzen Länge von etwa einem Kilometer Geschäfte an Geschäfte und Touristenmassen wälzen sich durch die Strasse. Neben den üblichen Souvenirs gibt es hier auch die üblichen internationalen Geschäfte mit Markenkleidern von Boss und Gucci, teuren Schuhen, Uhren und Juwelen. 
Dieses Plakat in einer Toilette spricht Bände: Hangover scheint ein häufiges Problem zu sein. Dieser Arzt wirbt damit, dass er sogar Haus- und Hotelbesuche mache, um seine Patienten vom Kater zu kurieren. Tatsächlich sieht man hier schon um die Mittagszeit viele Touristen an ihren Bieren und Margaritas nippen. Dabei wird es im Laufe des Tages wohl kaum blieben und so dürften die Dienste des Herrn Diaz am Folgetag willkommen sein.
