Im Mai reisen Ruth und ich zusammen mit Freunden nach Portugal. Wir starten in Lissabon und machen eine 14-tätige Rundreise durch dieses wunderbare Land.
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Wir übernachteten in einer kleinen Ortschaft im Douro-Tal, in Peso da Régua. Direkt am Fluss gelegen, boten sich von hier aus wunderbare Ausblicke über das Tal und den Fluss.

Unser Hotel lag bei einer der Brücken, welche den Fluss hier überqueren. Diese alte Stahlbrücke ist für den motorisierten Verkehr geschlossen und nur für Fussgänger begehbar. Die Aussicht auf den Fluss ist grandios.

Flussaufwärts sind die neuen Brücken, welche für den aktuellen Verkehr genutzt werden. Im Vordergrund die Brücke für die Bahn, dahinter jene für den Autoverkehr. Verdeckt hinter dieser sind die Pylone der modernen Autobahnbrücke zu sehen, welche hier ebenfalls den Fluss überquert.

Unser Tagesausflug begann mit einer Schifffahrt auf dem Fluss. Um zum Anlegesteg zu kommen, mussten wir am kleinen, hübschen Bahnhof vorbeigehen. Auch hier gab es Azulejos als Schmuck.

Die Schifffahrt ermöglichte immer wieder interessante Ausblicke auf die Weinberge der Region. Neben dem bekannten Portwein werden hier auch andere, sehr bekömmliche Weine angebaut. Während der Abendessen hatten wir ausreichend Gelegenheit, diese zu geniessen.

Beim Wendepunkt der Schifffahrt überspannt eine ältere Brücke den Douro; von hier aus ist der Fluss nur noch mit kleineren Booten schiffbar.

Die stattlichen Weingüter zeugen vom Wohlstand, den der Wein in die Gegend brachte. Insbesondere die Engländer waren schon früh stark am Portwein interessiert und noch heute tragen einige der grösseren Weingüter englische Namen.

Eine hübsche Stimmung auf dem Wasser.

Die akkurat angelegten Weinberge verleihen der Landschaft ein gepflegtes Aussehen.

Die Rückfahrt fand mit einem Zug statt. Die grosse Diesellokomotive konnte ich noch bei der Einfahrt in den Bahnhof fotografieren. Ein imposantes Teil!

Für die Rückfahrt vom Zielbahnhof zum Hotel wählte ich eine Route über die Berge zu einem Aussichtspunkt hoch über dem Tal. Zwar über kleine und kurvenreiche Strässchen, doch der Ausblick belohnte uns mit einer grossartigen Sicht auf die Gegend.

Auch diese Seite des Tals war absolut sehenswert.

Direkt neben unserem Hotel, links vom gelben Haus, stand ein kleines Häuschen. Vorne vielleicht 3 Meter breit und nicht viel länger.

Darin war ein winziger Coiffeursalon untergebracht, den ich vor dem Abendessen noch schnell besuchte, um meine Frisur wieder etwas herzurichten. Der ältere Herr mit dem Kamm in der Hand machte einen guten Job. Sein Geschäftspartner bediente gerade einen anderen Kunden. Als die Einheimischen in ihrem lokalen Dialekt loslegten, verstand ich kaum ein Wort. Mit meinen Spanischkenntnissen kann ich sonst ab und zu der Konversation folgen.
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Da ich in meinen Reiseführern keine Beschreibung dieses Bilds fand, liess ich mir von Google Gemini helfen. Hier der Prompt und der Antworttext.
Kannst du mir dieses Bild aus dem Kloster Santa Cruz in Coimbra interpretieren?
Das Bild zeigt eines der berühmten Fliesengemälde (Azulejos) im Schiff der Kirche des Klosters *Santa Cruz* in Coimbra. Diese blau-weißen Kachelwände sind meisterhafte Beispiele der portugiesischen Barockkunst aus dem 18. Jahrhundert (ca. 1740er Jahre).
Da das Kloster dem Heiligen Kreuz (*Santa Cruz*) geweiht ist, thematisieren die großflächigen Paneele die Geschichte und Legende des Erlöserkreuzes.
Hier ist die detaillierte Interpretation der Szenen auf dem Bild
1. Inhaltliche Bildthemen (Die Legende des Heiligen Kreuzes)
Das gezeigte Paneel stellt die beiden zentralen historischen Figuren der Kreuzeslegende dar – Kaiser Konstantin den Großen und seine Mutter, die heilige Helena:
Die linke Bildhälfte (Der Triumph Konstantins):
Hier ist eine dynamische Szene mit Soldaten, Pferden und Rüstungen zu sehen. Sie zeigt den römischen Kaiser Konstantin vor oder nach einer entscheidenden Schlacht (vermutlich der Schlacht an der Milvischen Brücke). Nach der Legende hatte Konstantin vor der Schlacht eine Vision des Kreuzes mit den Worten *„In hoc signo vinces“* („In diesem Zeichen wirst du siegen“), was zu seinem Sieg und der anschließenden Christianisierung des Römischen Reiches führte.
Die rechte Bildhälfte (Die Auffindung des Kreuzes durch Helena):
Im Zentrum und rechts verlagert sich die Szene nach Jerusalem. Eine gekrönte Frauenfigur – die **heilige Helena** – steht inmitten von Begleitern und Geistlichen. Ganz rechts im Bild sieht man Arbeiter, die das vergrabene Holzkonstrukt freilegen und anheben. Dies stellt die *„Invenção da Santa Cruz“* (Auffindung des Wahren Kreuzes Christi) dar, die Helena auf einer Pilgerreise nach Palästina initiiert haben soll.
2. Stil und Epoche
Blau-Weiß-Monochromie (*Azul e Branco*):
Dieser typisch portugiesische Stil entwickelte sich im späten 17. und frühen 18. Jahrhundert, stark inspiriert von importiertem chinesischen Porzellan der Ming-Dynastie und holländischen Delft-Fliesen.
Barocke Pracht:
Der obere Teil des Paneels schließt mit einer opulenten, scheinbar dreidimensionalen Umrahmung ab. Diese imitiert architektonische Elemente, Girlanden, Putten (Engelsfiguren) und Medaillons, ähnlich den prunkvollen goldenen Holzschnitzereien (*Talha dourada*) jener Epoche.
3. Raumbezug
In der Mitte des Fliesengemäldes ist ein kleines, echtes Holzkreuz an der Wand angebracht, das die visuelle Brücke zwischen der historischen Erzählung auf den Fliesen und dem realen sakralen Raum der Kirche schlägt. Die davor platzierten Holzbänke zeigen, dass sich dieses monumentale Kunstwerk direkt auf Augenhöhe der Gläubigen im Kirchenschiff befindet, um ihnen die Gründungsgeschichte ihres Glaubens und des Klosters vor Augen zu führen.
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Unser nächstes Hotel lag in Figueira da Foz, einem weiteren Surfer- und Badeort an der Atlantikküste. In der Stadt selber gab es für uns nicht viel zu sehen, wir nutzten das Hotel als Stützpunkt für einen Ganztagesausflug am nächsten Tag nach Coimbra.

Nördlich der Stadt Figueira gab es einen Leuchtturm, zu dem wir hinfuhren. Die Anlage wird militärisch genutzt und war für uns leider nicht zugänglich. Immerhin gab es einige schöne Bilder von der Küste und der Ortschaft.

Noch etwas weiter nördlich des Leuchtturms bot sich die Gelegenheit, uns die Füße am Strand zu vertreten. Das Wasser war noch kälter als mein Pool im Tessin, für mich also ein No-Go. Auch meine Reisebegleiter liessen sich nicht verführen. Einige Einheimische und Touristen nutzten den langen Strand für ein Sonnenbad.
Am nächsten Morgen machten wir uns zeitig auf den Weg nach Coimbra, der bekannten Universitätsstadt etwas mehr als 50 km landeinwärts.

Wir fuhren nicht auf direktem Weg dorthin, sondern wählten eine Route durch ein Naturschutzgebiet. Auf diesen Hochspannungsmasten gab es ein richtiges Mehrfamilienhaus für Störche, welche hier ihre Nester bauten. Alleine in diesem Mast gab es mehr als 50 Nester, alle besetzt. Im Vordergrund war ein Sumpf, welcher offenbar genügend Nahrung sowohl für die adulten Vögel als auch für die Jungtiere bot.
1290 wurde in Coimbra die erste Universität gegründet, welche damit die älteste in Portugal und eine der ältesten in Europa ist. Von meinem letzten Besuch in der Stadt hatte ich die Universitätsbibliothek in bester Erinnerung. Diesmal war ein Besuch leider unmöglich, das nächste Terminfenster wäre erst in drei Tagen offengestanden.

Wir nutzten den Besuch, um die Innenstadt zu erkunden. Und selbstverständlich auch das eine oder andere Pastel de Nata zu geniessen. Der Platz des 8. Mai liegt im Zentrum.

Direkt am Platz liegt das Kloster Santa Cruz mit der gleichnamigen Kirche. Bereits 1131 wurde hier der Grundstein gelegt.

Im Innern gab es auch diesmal viele Azulejos, die typischen blauen Kacheln, welche ganze Geschichten erzählen. Auch die Kanzel ist nicht einfach aus Holz, sie wurde aus einem massiven Steinblock gehauen.

Eine Nahaufnahme eines hübschen Azulejos in der Kirche. Da ich meinen Reiseführern keine Informationen zum Bild fand, liess ich einmal mehr Google Gemini für mich arbeiten. Das für mich beeindruckende Resultat ist hier!

Die erste Version der Orgel wurde etwa 1530 erbaut, im Laufe der Jahre aber immer wieder erweitert und restauriert.

In und um das Kloster gab es viele Kreuzgänge, den speziellsten möchte ich hier vorstellen. Der Claustro de Manga oder Ärmelkreuzgang heißt so, weil er angeblich von seinem Stifter, dem König Johann III., 1533 auf seinem Ärmel skizziert wurde. Heute ist nur mehr ein kleiner Teil erhalten.

Vom zentralen Platz ging eine hübsche Einkaufsstraße ab, welche wir besichtigten. Die ganze Straße ist autofrei und mit einem hübschen Steinmuster verziert.

Einzelne Häuser haben eine eigenartige Form. Hier schließt ein rotes Haus eine Häuserzeile ab. Die Häuser in der Zeile sind alle nicht sehr breit.

Links und rechts der Straße waren viele Geschäfte, welche vor allem lokale Sachen feil hielten. Die großen internationalen Ketten waren hier nicht präsent.

Den Abschluss unseres Besuchs machte dieses Haus, welches gerade noch ein Zimmer breit ist! Im zweitobersten Geschoss gibt es aber immerhin noch einen Balkon. Das Bett müsste ich vermutlich längs im Zimmer aufstellen, sonst hätten meine langen Beine keinen Platz.
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Unser Hotel in Peniche lag so gut, dass wir von hier aus einige Sehenswürdigkeiten in der weiteren Umgebung besuchen konnten und so nicht jeden Morgen die Koffer packen mussten.

Ein erster Besuch galt der Templerkirche und dem angeschlossenen Kloster in Tomar. Die Anlage wurde ab 1160 erbaut und immer wieder erweitert.

Im Innern der Kirche steht eine grosse Rotunde, der Zugang dazu führt durch dieses reich verzierte Tor.

Das Gebäude im Innenraum aus dem 12. Jhdt. ist voller Bilder und Steinmetz-Arbeiten. Es soll eines der schönsten in Europa sein. Das kann ann ich nicht beurteilen, mir gefiel es aber.

Aus dem 16. Jhdt. stammt das berühmte Fenster zum sogenannten Kapitelsaal, so sich die Christusritter versammelten und ihre nächsten Entdeckungsreisen planten. Das Fenster ist ein typisches Beispiel des manuelinischen Stils. Verzierungen von in Stein gehauenen Tauen und anderen Symbolen sind omnipräsent.

Ein Kloster braucht selbstverständlich auch Mönchszellen. Von diesem Gang gehen links und rechts die einzelnen Wohnzellen ab. Lediglich eine Zelle war geöffnet, diese aber uninteressant. Keine Möbel, nur ein kleiner, rechteckiger Raum mit einem ebenso kleinen Fenster.
Die Novizen hatte ihre Zellen im Untergschoss, dort aber ohne Fenster.

Noch ein weiteres Bild des Hauptgebäudes mit dem Fenster.

Insgesamt gibt es im Kloster 7 Kreuzgänge auf verschiedenen Ebenen. Von meinem Standort aus sind gerade 3 zu sehen, die sich um den zentralen Innenhof gruppieren.

Der Esssaal der Mönche wirkt spartanisch. Wie wohl das servierte Essen schmeckte? Mit viel Wein liess sich sicher alles gut runterspülen. Gesprochen wurde hier während der Mahlzeiten nicht, ein Vorleser las jeweils Passagen aus der Bibel.

Ein weiterer und für unseren Besuch letzter Kreuzgang schloss unseren Besuch in Tomar ab.
Die nächste Station war in der kleinen Stadt Fátima, wo ebenfalls eine grosse Kirche steht. Am 13. Mai 1917 hatten drei Hirtenkinder in der Gegend eine Erscheinung: Sie erkannten die Jungfrau Maria in einer Korkeiche im gleissenden Licht. Am 13. Juni 1917 soll sich das Spektakel wiederholt haben. Auch bis zum 13. Oktober desselben Jahres soll dasselbe geschehen sein. Da auch der Vatikan schliesslich von der Erscheinung überzeugt werden konnte, wurde der Ort zum grössten Wallfahrtort in Portugal.

Jährlich sollen heute bis zu 5 Mio. Personen diesen Ort besuchen. Am heutigen Pfingstmontag waren noch die Absperrungen auf dem grossen Platz zu sehen. Am gestrigen Pfingstonntag waren hier wohl riesige Menschenmassen. Der ganze Platz war immer noch voller heruntergetropften Kerzenwachses.

Auch die Kirche selber ist für ein Kaff mit bloss 12’000 Einwohnern ein wenig zu gross geraten. Aber für die Wallfahrten braucht es wohl ausreichend Platz.
Da viele unserer Ausflüge ohnehin von Besuchen in Klöstern und Kirchen geprägt waren, liessen wir auch Batalha nicht aus. In der Nähe dieser Ortschaft, auf Deutsch Sieg, fand 1385 eine Schlacht statt, bei welcher sich Portugal die Unabhängigkeit von Spanien sicherte. Zur Feier wollte der König eine Kloster mit Kirche errichten (lassen).

Der Grundstein für das Mosteiro Santa Maria de Vitória wurde 1386 gelegt. 1580 wurden die Arbeiten eingestellt, noch bevor die ganze Anlage fertiggestellt war. Auch bei diesem Besuch war leider wieder viel im Umbau.

Schon die Aussenfassade ist imposant.

Das schmale und hohe Mittelschiff zieht den Blick automatisch in die Höhe, ein von den gotischen Bauherren beabsichtigter Effekt. Die Bauten begannen zur Zeit der erfolgreichen Entdeckungen in der Welt, als Portugal sehr reich war. Bei der Aufgabe der Bauarbeiten war es damit vorbei und das Geld sass nicht mehr ganz so locker.

Auch hier gab es wieder einige schöne Kreuzgänge mit viel schöner Steinmetzarbeit.

Stein lässt sich mit genügend Zeit und Geld in filigrane Bauelemente verwandeln.

Noch heute verschlingt der Unterhalt der Anlage viel Geld. Die abgebrochenen Arbeiten werden aber nicht fertiggestellt. Da die Anlage zum Unesco-Weltkulturerbe zählt, werden sicher auch andere Organisationen wie die EU finanzeillen Support leisten.
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Ein Tagesausflug von Peniche führte uns heute nördlich nach Nazaré, der Stadt mit den angeblich weltweit grössten Wellen.

Am Dorfplatz von Nazaré steht die imposante Kirche, welche am heutigen Pfingstsonntag gut besucht war. Wir statteten ihr erst einen Besuch ab, als die Menge schon wieder draussen war.

Der Innenraum zeugt vom Wohlstand vergangener Zeiten. Viel Gold aus den Kolonien, vor allem aus Brasilien, verziert die Wände.

Der Strand südlich der Stadt hat eindrückliche Dimensionen und heute sogar einige Badende angelockt. Hinter dem Strand sind die neuen Quartiere der Stadt.

Der eigentliche Surfstrand liegt nördlich der Stadt. Am heutigen Pfingstsonntag hatten auch die Wellen Feiertag. Die wirklich grossen Wellen treffen hier im späteren Herbst auf Land. Hier wurden schon einige Weltrekorde ersurft. Auf Youtube zeigt ein Film einen solchen Weltrekord von Sebastian Steudtner auf einer 26 m Welle. Nichts für mich.

Schliesslich konnte ich noch eine Erinnerung auffrischen. Als meine damalige Lebensparnerin und ich im Sommer 1984 zu unserer grossen Reise durch Europa und Nordafrika aufbrachen, machten wir im September auch in Nazaré einen Zwischenstopp und besuchten in dieser Arena einen Stierkampf der portugiesischen Art. Der Stier kommt dabei lebend aus der Arena. Aber auch diese Tierquälerei sagt mir nichts.

Auf dem Rückweg stoppten wir noch in Obidos, einer hübschen Kleinstadt mit einer intakten Altstadt, die noch vollständig von einer Stadtmauer umgeben ist. Meine Beine waren schon recht müde und ich setzte mich in die Sonne und liess meine Begleiter die Stadt noch weiter erkunden.

Vom Parkplatz aus führt der Weg durch ein Tor in der Befestigungsmauer in die Stadt.

Wie in allen portugiesischen Städten gibt es auch in Obidos mindestens eine Kirche, diese steht neben einer imposanten Linde auf einem lauschigen Plätzchen.
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Mafra ist eine Kleinstadt, die etwa 40 km von Lissabon entfernt liegt. Sie ist vor allem wegen der Palast-/Kosteranlage bekannt, welche ein grössenwahnsinniger König und ein ebenso veranlagter Abt zwischen 1717 und 1730 errichten liessen. Das wollten wir uns nicht entgehen lassen!

Schon bei der Ankunft wird die Masse sichtbar. Zwei gigantische Ecktürme schliessen die Frontfassade zu beiden Seiten ab. Insgesamt soll die Anlage 40'000 m² Grundfläche haben und um die 1'200 Räume aufweisen. 50'000 Untertanen sollen hier geschuftet haben, 1'400 dabei umgekommen sein. Damit die Büetzer auch auf dem Bau blieben und schnell arbeiteten, wurden sie von 7'000 Soldaten in Schach gehalten.

Die Frontansicht ist imposant, der Kircheneingang ist zwischen Bauten mit vielen der Zimmer des Klosters und Palasts eingezwängt. Die Einnahmen aus dem Gold aus der Kolonie Brasilien erlaubten einen verschwenderischen Umgang mit Ressourcen.
Bei unserem Besuch waren grosse Teile der Aussenfassade hinter Gerüsten versteckt und sowohl Palast als auch Kirche und Kloster konnten nicht besichtig werden. Wir fuhren deshalb bald zu unserm nächsten Ziel weiter, der Stadt Peniche.

Peniche liegt auf einer Halbinsel an deren westlichem Ende einmal mehr schroffe Klippen den Landabschluss bilden. Offenbar hat sich das Meer hier schon einige Anteile geholt.

An dieser Stelle werden Besucher aufgefordert, ein Bild zu schiessen. Ich gehorchte selbstverständlich.

Für das Nachtessen fanden wir ein Restaurant mit einer wunderbaren Aussicht. Die Tische waren glücklicherweise im Innenraum, da die Temperatur mit einem starken Wind eher unangenehm war. Einen schöne Sonnenuntergangsstimmung gab es doch noch.
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Unsere erste Station nach Lissabon war Cascais, nur etwa 20 km westlich der Hauptstadt. Von hier aus wollten wir einige Sehenswürdigkeiten entdecken.

Ein erstes Ziel war der westlichste Punkt von Kontinentaleuropa. Das Cabo do Roca liegt am westlichen Ende der Landzunge im Hintergrund. Der Atlantik ist in dieser Gegend sehr wild und die Klippen dienen vielen Fischern als Standort für ihr Hobby.

Das eigentliche Kap wird durch diese Säule markiert, im Hintergrund steht ein Leuchtturm, welcher die Seefahrer vor der gefährlichen Küste warnt.

An der Säule selber zeigt eine Plakette die Lage sowie die Höhe über dem Meer an. Ein bekannter portugiesischer Schriftsteller wird ebenfalls zitiert: "Hier wo das Land aufhört und das Meer beginnt".

Auch im Süden des Kaps ist die Küste sehr rau und das Meer schäumt, wenn sich die Wellen an ihr brechen.

In einem Restaurant machten wir eine kurze Pause für einen leichten Lunch. Im WC bemerkte ich diesen speziellen Anschlag: "Bitte benutze dieses WC, als wenn du ein Verbrechen begehen würdest: Hinterlasse keine Zeugen! Verlasse es so, wie du es antreffen möchtest. Danke".

Etwas nördlich von Cascais liegt die bekannte Ortschaft Sintra mit vielen Schlössern und Klöstern. Diese waren für uns heute aber nicht erreichbar, da wir das Auto nirgends in Gehdistanz abstellen konnten. Sämtliche Parkplätze waren besetzt und bei einem anderen Schloss war die Zugangsstrasse gesperrt. Wir konnten immerhin noch eine spezielle Kirche fotografieren und fuhren zurück nach Cascais.
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Kurz nach Mittag ging es heute in Zürich los. Nach einem ruhigen Flug und mit einer leichten Verspätung landeten wir schliesslich in Lissabon

Im Anflug vom Süden überflogen wir die grosse Brücke Ponte 25 de Abril, die mit 2’278 m eine der weltweit längsten Hängebrücken ist. Sie hiess zuerst Salazar Brücke, benannt nach dem damaligen Premierminister / Diktator. Nach der Nelkenrevolution, als die Diktatur entsorgt wurde, bekam sie den Namen zu Ehren des Tages.

Am Flughafen wurden wir von einem vorbestellten Taxi abgeholt. Am Abholort waren die Namen der Reisenden angeschlagen. Der Name des Reisenden in der Bildmitte ruft eher ungute Erinnerungen wach. Ich würde ihn schnellstmöglich ändern.

In der Altstadt Lissabons verkehren kleine Trams, die in den engen Gassen mit lauten Quietschen verkehren. Insbesondere die Linie 28 ist bei Touristen und Einheimischen gleichermassen beliebt. Wir sparten uns die Fahrt für den Folgetag auf. Für heute reichte mal ein Bild.

Vom Hotel im Stadtzentrum machten wir uns auf den Weg zum Praça do Comércio, dem grossen Platz des Handels. Vor dem Erdbeben von 1755 lag hier der Palast des Königs. Dieser wurde nicht wieder aufgebaut und der 170 x 170 m messende Platz als Freifläche erhalten.
Am Morgen des nächsten Tages liessen wir uns zuerst elektrisch durch die Altstadt führen, Bilder machte ich davon nicht. Anschliessend besuchten wir einige der Sehenswürdigkeiten am Tejo, dem grossen Fluss, der in Lissabon in den Atlantik mündet.

Der erste Stopp galt dem Padrão dos Descobrimentos, dem Denkmal der Entdeckungen. Das Salazar-Regime errichtete es 1960 zu Ehren des 500. Todestag Heinrichs des Seefahrers. Die dargestellten Figuren sind allesamt wichtige Persönlichkeiten Portugals. Heinrich der Seefahrer, Vasco da Gama sowie Ferdinand Magellan sind einige der bekannteren Namen.

Die Ansicht vom Westen her zeigt im Hintergrund die grosse Brücke, welche wir beim Anflug sahen.

Für uns ging es dann entlang des Tejo weiter in Richtung Westen zum Torre de Belém, einem der bekanntesten Wahrzeichen Lissabons. 1521 fertiggestellt, war er einst Teil der Befestigung der Tejo-Mündung.

In der Nähe liegt das berühmte Hieronymitenkloster, welches ab 1502 erbaut wurde. Heute war der schöne Bau leider in dicke Bautücher eingehüllt und nur wenig der Fassade lag frei. Vor dem Eingang standen lange Schlangen von Besuchern, welche auf den Einlass warteten. Da wollten wir uns nicht auch noch anschliessen.

Von einem der Einlasstore gab es dann doch noch ein hübsches Bild ohne allzu viele störende Touris. Das Tore war geschlossen.

Schon 1147 wurde mit dem Bau der Kathedrale begonnen, damit gilt sie als die älteste Kirche Lissabons.

Mit einer Bernerin in der Gruppe müssen selbstverständlich alle Lauben fotografiert werden. Der grosse Platz des Handels wird von solchen gesäumt. Wir suchten uns ein Restaurant am Platz und fanden ein Fischlokal. Ein hervorragender Steinbutt aus dem Ofen schloss den Besuch in Lissabon ab Morgen geht es weiter nach Westen nach Cascais.

Die schon sommerlichen Temperaturen treiben Touris und Einheimische auf die Strassen, auch um 22 Uhr waren noch viele Gruppen unterwegs und die Restaurants in den Fussgängerzonen immer noch voll.