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Landausflug in Tarragona
Unser erster Landausflug nach einem ganzen Tag auf See war in Tarragona, einer kleinen Stadt südlich von Barcelona.

Ähnlich wie in Barcelona gibt es auch hier eine Rambla: eine breite, von Bäumen gesäumte Strasse mit einer grossen Fussgängerzone. Am Morgen war die Sonne noch hinter Wolken versteckt, das sollte sich aber im Laufe des Tages ändern.

Im Zentrum der Altstadt sind die Strassen nicht so grosszügig wie die Rambla. Die Häuser sind sehr nahe an die Strasse gebaut und die Fussgänger werden durch Stahlsäulen vor dem Verkehr geschützt. Autoverkehr gab es aber sehr wenig.

Der Mercado Central liegt, wie der Name schon andeutet, im Zentrum der Stadt. Auch der grosse Platz davor ist autofrei.

Früchte, Gemüse, Fisch und viele andere Lebensmittel waren im Angebot. Immer wieder ein schön farbiges Umfeld, bestens geeignet zum Fotografieren. Einkaufen mussten wir nichts, an Essen herrscht auf dem Schiff kein Mangel. Im Gegenteil: Ohne Selbstbeherrschung könnte man sich während der Cruise gut und gerne einige Kilogramm Speck anfressen.

Bei diesem Stand hängt der Himmel voller Geigen – oder korrekter: voller Schinken. Unter jedem der Schinken hängt ein kleiner Becher, der das herabtropfende Fett auffängt.

Tarragona wurde schon von den Römern besiedelt. 218 v. Chr. eroberten sie die Stadt und machten sie unter dem Namen Tarraco zur Provinzhauptstadt. Das Forum Romanum im heutigen Zentrum war leider nicht zugänglich, so blieb mir nur ein Bild von aussen.

Nahe am Meer bauten die Römer ihr Amphitheater, heute nur noch eine Ruine. Sie lässt noch die einstige Grösse erahnen.

Der Torre de las Monjas stammt aus dem Mittelalter und war damals ein wichtiger Teil der Stadtmauer.

Mit einem öffentlichen Bus besuchten wir ein weiteres Überbleibsel aus der Römerzeit. Das Aquädukt von Les Ferreres ist eines der am besten erhaltenen seiner Art. In Katalonien ist es das grösste erhaltene Bauwerk dieser Art. Vermutlich im 1. Jh. unserer Zeitrechnung unter Kaiser Augustus erbaut, diente es noch bis weit ins Mittelalter der städtischen Wasserversorgung. Entsprechend wurde es immer wieder instand gesetzt.

Die Bogen überspannen das Tal und führten das Wasser eines nahen Flusses in die Stadt.

Marco ging über das Aquädukt und fotografierte einen Bogen anschliessend auch noch von unten. Eine interessante Perspektive.

Für mich war der Aufstieg zum Aquädukt zu schwierig, weshalb ich froh war, dass mir Marco einige Bilder überliess. Der Weg führt durch den ehemaligen Wasserkanal.

Die Römer verbanden die einzelnen Blöcke mit solchen Metallklammern, von denen einige noch gut erhalten sind.

Kurz vor Sonnenuntergang legte unser Schiff ab und wir machten uns auf den Weg nach Teneriffa. Zwei Tage auf See sollen uns dorthin bringen. Wir werden mit etwa 40 km/h unterwegs sein, dies aber 48 Stunden lang.

Am Abend des ersten Tages fuhren wir durch die Strasse von Gibraltar vom Mittelmeer in den Atlantik. Auf der linken Seite ist das marokkanische Rif-Gebirge zu erkennen, während auf der rechten Seite das spanische Festland im Dunst liegt.
Aquädukt von Tarragona

Die genialen Römer bauten um das 1. Jahrtausend unserer Zeitrechnung für ihre Siedlung Tarragona einen Aquädukt, um die Stadt jederzeit mit frischen Wasser versorgen zu können. Bei einem Zwischenstopp in der Stadt machten wir heute einen kurzen Ausflug zu diesem Wahrzeichen. Der Aquädukt heisst heute auch Pont del Diablo, Teufelsbrücke.
Ergänzung: ich liess mir den obigen Text noch durch Google Gemini korrigieren, hier die Antwort:
Abschnitt 1: 1. Jahrtausend zu 1. Jahrhundert korrigiert (im 1. Jahrtausend bauten die Römer nicht mehr in Spanien). Dativ korrigiert (mit frischem Wasser). Katalanischer Name: Pont del Diable (statt Diablo).
Nicht nur auf Rechtschreiben überprüft, auch den Kontext angepasst. Hut ab!
Anreise nach Genua mit dem Zug und Einschiffen
Um 06:00 rief mich der Wecker zum Aufstehen. Eine Dusche, ein Kaffee, noch fertig packen und dann fuhr mich Ruth nach Birmensdorf zum Bahnhof. In Zürich traf ich Marco und zusammen fuhren wir über Chiasso nach Milano.

Der Bahnhof Milano war sehr gut besucht, viele Reisende waren unterwegs und viele Passagiere wechselten hier ihre Züge, um zu ihrem Ziel zu gelangen. Wir mussten nur wenige Meter gehen, um zu unserem Zug zu gelangen. Dieser war sehr gut besetzt und fuhr pünktlich ab. Marco hat die Sitzplätze im Voraus reserviert, sonst hätten wir wohl stehen müssen.

Mit zwei Minuten Verspätung kamen wir schliesslich in Genua an und …

… genossen zuerst einmal einen guten Espresso an der südlichen Sonne.

Das Cruise-Terminal ist nur einige 100 m vom Bahnhof entfernt und so machten wir uns zu Fuss auf den Weg zum Check-In. Bald schon sahen wir unser Schiff im Hafen stehen. Von unserem Standort aus wirkte es noch eher klein.

Je näher wir kamen, desto grösser erschien das Böötli. Die MSC Divina bietet 3’502 Passagieren Platz und hat 1’388 Crew-Mitglieder. Eine kleine Stadt, die über den Ozean fährt.

Unser Einschiffungstermin war um 14 Uhr und auf die Minute genau waren wir Schweizer vor Ort. Das Schiff startete die Route schon in Neapel und deshalb stiegen in Genua nur wenige Passagiere zu. Das Check-In verlief deshalb sehr schnell und problemlos. Zu Beginn einer längeren Cruise sind die Schlangen am Check-In oftmals sehr lang und das Boarding dauert entsprechend lang.

Bald schon konnten wir an Bord und unsere Kabine beziehen.

Vom obersten Deck aus hatten wir eine schöne Sicht auf die Stadt Genua, die sich unter dem tiefblauen Himmel makellos präsentierte.

Kurz nach 18 hiess es ‚Leinen los!‘ und wir entfernten uns von Italien auf dem Weg zur ersten Destination Tarragona südlich von Barcelona. Am morgigen Sonntag sind wir den ganzen Tag auf See, genügend Zeit, um das Schiff zu erkunden.
Wiedermal eine Cruise, diesmal nach Brasilien
Am 31. Oktober 26 geht es für meinen Neffen Marco und mich los. Wir fahren von Zürich mit dem Zug nach Genua und besteigen dort die MSC Divina für eine 15-tägige Cruise nach Brasilien.

Über Tarragona und Teneriffa geht es zuerst nach Salvador de Bahia und dann weiter nach Rio de Janeiro, wo wir am 15. November 26 ausschiffen. Für mich eine von vielen Kreuzfahrten, für Marco die erste.
Marco plante schon lange eine längere Reise in Südamerika und ich schlug ihm vor, dass wir gemeinsam über den Atlantik schippern. Anschliessend wollen wir noch einige Wochen Brasilien erkunden. Die Route in Brasilien steht noch nicht fest.
