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Staubsauger-Roboter versuchte zu fliehen
Heute setzte ich den Staubsauger-Roboter in Orselina in Betrieb und vergass, die Türe zum Garten zu schliessen. Prompt nützte das Ding die Gelegenheit und versuchte zu fliehen.

Er verhedderte sich aber bald im Gras und meldete mir dies über die App. So konnte ich ihn gut einfangen, bevor er über alle Berge verschwand. Mit ein wenig mehr Intelligenz hätte er wohl die Nachricht deaktiviert und so wäre ihm die Flucht gelungen. Nun lädt er zufrieden an der Steckdose.
Abschluss in Porto und Rückreise
Die letzten Tage unserer Reise verbrachten wir in Porto, der bekannten Hafenstadt am Atlantik und an der Mündung des Douro.

Das hiesige Leben spielt sich viel am Fluss ab. Viele auf den ersten Blick schöne Häuser sind beiderseits des Flusses gebaut. Bei näherem Hinschauen bemerkt man aber oft den Zahn der Zeit, der an den Häusern nagt. Im Stadtzentrum sind die beidseitigen Quais voller Leben: Restaurants und Bars stehen dicht an dicht.

Der Douro wird von vielen Brücken überspannt. Eine davon ist die Brücke Dom Luís I., welche oben von der Bahn und von Fussgängern genutzt wird; unten sind Fussgänger, Motorräder und Autos zugelassen.

Insgesamt sind es heute sieben Brücken, welche auf dem Stadtgebiet den Fluss überqueren. Sinngemäss gibt es als Attraktion auch eine „7-Brücken-Tour“, welche mit einem Boot auf dem Fluss unter allen durchfährt. Die mittlere Stahlbrücke wurde vom Büro von Gustave Eiffel erbaut und dient immer noch der Eisenbahn.

Eine Nahansicht des Eiffel’schen Werks.

Etwas weiter flussabwärts wird gerade eine neue Brücke gebaut – die achte! Bald schon müssen alle Reiseführer und Touren umgeschrieben werden, es sei denn, eine der bestehenden Brücken würde einstürzen.

In der Innenstadt gab es unzählige kleine Gassen, die von Geschäften, Restaurants und Cafés gesäumt waren. Viele der Strassen und Gassen sind autofrei.

Der Bau der Kathedrale von Porto wurde schon im 12. Jh. begonnen und während einiger Jahrhunderte erweitert und umgestaltet. Die Säule im Vordergrund diente einst als Pranger. Wie genau das vor sich ging, konnte ich nicht herausfinden.

Jeden Abend versammeln sich viele Leute, Touristen und Einheimische am Ufer, um ihren Tag ausklingen zu lassen oder in einem der vielen Restaurants zu essen. Genau das machten auch wir.

Auf der gegenüberliegenden Flussseite liegt das Mosteiro da Serra do Pilar, auf dessen Terrasse sich jeden Abend hunderte von Touristen versammeln, um den Sonnenuntergang zu sehen. Für mich war das unmöglich: viel zu viele Leute und zu wenig Sitzgelegenheiten.

An einem Tag überquerten wir die Brücke zu Fuss, um einen etwas anderen Eindruck der Stadt zu bekommen. Die Trams fahren ebenfalls auf der Brücke, es bleibt aber genügend Platz für die Fussgänger.

Auf der gegenüberliegenden Seite des Flusses hatten die Portwein-Kellereien ihre Lager, wo die Weine aus dem Douro-Tal zwischengelagert wurden, bevor sie exportiert wurden. Die Weine sind ein Hauptbestandteil des Wohlstands von Porto und auch von ganz Portugal.

Bei einer Stadtwanderung stiess ich auf diese Kirche, die mit Azulejos verziert war. Auf dem Platz davor boten einige fliegende Händler allerlei Touristenkram feil.
Am letzten Tag fuhren wir von Porto direkt zum Flughafen von Lissabon. Nach etwas mehr als vier Stunden kamen wir am Ziel an. Das Auto abzugeben und einzuchecken ging problemlos. Bald schon sassen wir im Flieger und dann …

… machte der Pilot noch seinen obligatorischen Rundgang um den Flieger und stellte dabei fest, dass ein Reifen nicht mehr ganz seinen Wünschen entsprach. Das ganze Rad musste ausgetauscht werden, was dann zu einer Verspätung von etwas mehr als einer Stunde führte. Während des Radwechsels blieben alle Passagiere an Bord.
In Zürich brachte uns ein Uber problemlos nach Lieli, wo wir kurz vor Mitternacht ankamen.
Porto, Ponte Dom Luís über den Douro

Zum Abschluss unserer Portugal-Reise besuchten wir Porto, die hübsche Stadt am Douro. Die Brücke Dom Luís I überspannt seit 1886 mitten in der Stadt den Fluss. Diese wurde von einem Schüler von Gustav Eifel erbaut.
Anreise nach Porto über Lamego und zur ältesten Kirche Portugals
Für die Anfahrt nach Porto, unserer letzten Station auf dieser Reise, liessen wir uns Zeit. Auf dem Weg lag das kleine Städtchen Lamego, wo wir uns einige interessante Bauwerke ansehen wollten.

Zuerst besuchten wir das Santuário Nossa Senhora dos Remédios, eine grosse Kirche, welche hoch über der Stadt auf einem Hügel sitzt. Der Begriff „Remédios“ kann Verschiedenes bedeuten: Rezepte, Medikamente, Linderung und Ähnliches. Auf jeden Fall soll hier der Linderung von Krankheiten gedacht werden. Die Kirche wurde erst 1905 fertiggestellt.

Besonders spektakulär ist die Freitreppe, welche über nahezu 700 Stufen vom Stadtzentrum hier hoch führt. Wir liessen uns von unserem Mietauteli hochfahren, das war entschieden bequemer.

Anschliessend fuhr ich dann doch noch ins Zentrum, um die Treppe von unten anzusehen.

Im Zentrum von Lamego steht die Igreja de Almacave, welche in der portugiesischen Geschichte eine wichtige Rolle spielte. Wann genau dieses Gotteshaus erbaut wurde, ist nicht genau dokumentiert. Immerhin soll hier 1143 eine Ständeversammlung stattgefunden haben, in welcher Afonso Henriques als König Portugals anerkannt wurde. Ob dem so war, lässt sich nicht schlüssig beweisen, doch in Lamego gibt es daran keinen Zweifel.

Am 5. Oktober 1143 wurde im spanischen Zamora ein Vertrag unterzeichnet, nach dem Portugal von Spanien unabhängig und jener Afonso Henriques zum König bestimmt wurde. Dieser Gedenkstein besagt, dass der neue König hier offiziell zum Regenten ernannt wurde und sich zwischen Portugal und Spanien ein Spalt bildete.

Das eine Eingangstor war geschlossen, doch gefiel mir das Ensemble.

Die letzte Station in Lamego war dann nur auf abenteuerlichem Weg zu erreichen. Die kleine Kapelle São Pedro de Balsemão liegt etwa 15 km östlich der Stadt und ist nur auf einer sehr engen und teilweise ungeteerten Strasse zu erreichen. Auf dem Hügel liegt Lamego, wir fuhren von dort in ein enges Tal und hatten immer wieder schöne Ausblicke auf die Gegend.

Der Ursprung des Gebäudes geht auf das 7. Jhdt. zurück. Die Kapelle soll so das älteste Gotteshaus Portugals sein. Die Fassade stammt aus dem 17. Jhdt.

Im Innern ist noch vieles sehr alt, wirkt aber gut gepflegt. Hier kommen kaum viele Besucher hin; wenn man dem Navi folgt, sieht die Strasse unspektakulär aus, mit einem breiteren Auto ist sie jedoch nicht befahrbar.

Aus Flusssteinen gelegte Fussböden wechseln sich mit Platten ab. Die Säulen und Mauern haben die Zeit gut überstanden.

In der Kirche steht der Sarkophag des Bischofs Afonso Pires, der 1362 starb und hier seine letzte Ruhestätte fand.

Eine alte Kassettendecke besteht aus vielen Porträts. Auch das Holz hat sich dank des trockenen Klimas gut erhalten.

Den Abschluss machte diese Madonnenfigur. Weshalb sie auf Köpfen steht, wissen vermutlich nur die Götter. (Alternativ mit der Erklärung von vorhin: ...auf den Köpfen von kleinen Engeln steht...)

Nach dem Besuch hiess es nochmals eine gute halbe Stunde auf der abenteuerlichen Strasse fahren, bevor wir auf die Schnellstrasse kamen, welche uns nach Porto brachte. Olivenbäume wechseln sich mit Reben ab. Die Weinberge an den steilen Hängen werden gut gepflegt – eine Aufgabe, die sicher viel Schweiss erzeugt.

Von einer Stelle aus war die moderne Autobahn gut zu sehen. Diese führt über lange Brücken und ist zudem mit vielen Tunnels sehr aufwändig gebaut. Unterhalb der Autobahnbrücke ist eine kleine Brücke auszumachen. Über diese fuhren wir zur Kapelle.
