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Sri Lankas Süd- und südliche Westküste
Anschliessend an unsere Safari im Yala Nationalpark machten wir uns auf den Rückweg nach Colombo. Wir wollten dabei noch die Strände der Südküste sowie die wichtige Stadt Galle im Südosten besuchen. Die Strände der Westküste südlich von Colombo standen ebenfalls noch auf dem Programm.

Auf dem Weg zu unserem ersten Stopp in Mirissa unterbrachen wir die Fahrt zu einem Besuch beim Dewundara Lighthouse, dem Leuchtturm, welcher den südlichsten Punkt der Insel markiert. 7’382 km südlich liegt dann die Antarktis. Dazwischen ist nichts als Wasser. Und erst noch viel davon. Diesen Leuchtturm bauten die Engländer, und ich las, dass die verwendeten Steine aus Schottland importiert wurden. Wahr? Zuzutrauen wäre dies den Engländern auf jeden Fall.

Die Strände rund um Mirissa gelten als mit die Schönsten in Sri Lanka. Der Wellengang lockt viele Surfer an, welche hier ihrem Hobby frönen. Zum Baden sind die Strände für mich eher ungeeignet.

Am Meer gab es viele Restaurants, die feines Essen servierten. Mit den Füssen im warmen Sand ass es sich hervorragend. Nicht nur wir, auch viele andere Gäste genossen das Essen.

Am nächsten Tag besuchten wir eine Zimtfarm in der Nähe von Mirissa. Von diesen Zimtsträuchern werden die dickeren Äste alle drei Jahre geschnitten und dann verarbeitet.

Aktuell war nicht Erntesaison, lediglich ein Arbeiter zeigte den Prozess des Schälens eines Astes des Zimtstrauchs. In der Regenzeit, wenn die Ernte auf Hochtouren läuft, arbeiten in diesem Raum 12 Mitglieder der Familie gleichzeitig.
Zuerst wird die äusserste Schicht des Astes mit einem Hobel entfernt, dann die unteren Schichten bis hin zum festen Holz mit einem Messer abgeschält.

Die Rindenstücke werden zusammengerollt, in die grösseren Teile werden viele kleinere eingefügt. Schliesslich wird das ganze Paket mit einem Gummifaden zusammengerollt und getrocknet.
Sri Lanka ist je nach Quelle für 80 bis 95% der weltweiten Zimtproduktion verantwortlich. Hier wird Cinnamomum verum angebaut, verbreiteter, und viel billiger, ist Cinnamomum cassia, der in China, Indonesien und Indien angebaut wird. Dieser gilt jedoch als minderwertig.

Ein Felsen im Meer bei Mirissa kann vom Strand aus betreten werden, die Bambus-Treppe hinterliess bei mit aber kein gutes Gefühl, worauf wir vom Besuch absahen.

Die nächste Station unserer Reise war Galle, die grösste Stadt im südlichen Sri Lanka. Sie liegt an der Südwest-Ecke der Insel. Schon die Ägypter, die Römer und Griechen scheinen von der Stadt gewusst und sie ab und zu auch besucht zu haben. Im 16. Jhdt. fielen die Portugiesen hier ein und kolonialisierten die Stadt. 1640 übernahmen die Holländer, um ihrerseits 1796 von den Briten vertrieben zu werden. Die Stadtbefestigung zeugt von allen Kolonisatoren. Der Leuchtturm an der Spitze stammt seinerseits von den Briten.

Auch der Uhrturm stammt von den Briten, Teile des Forts hingegen gehen zurück auf die Portugiesen und Holländer.

Von Galle reisten wir weiter an die Westküste nach Bentota, wo wir ein kleines Hotel buchten. Zwischen unserem Hotel und dem schönen Strand lag die Bahnlinie, welche die ganze Westküste mit Colombo verbindet. Alle paar Stunden fuhr ein Zug vorbei und machte einen Höllenlärm. Unser Zimmer lag glücklicherweise recht weit von der Bahnlinie entfernt, sonst wäre das Schlafen wohl eher schwierig gewesen.

Der Strand wiederum war von sauberem, gelben Sand geprägt. Wir zogen den Pool vor, da der Wellengang recht hoch war.
Von Bentota aus machten wir uns auf den Weg zurück nach Colombo, unserer letzten Station vor der Abreise aus Sri Lanka.