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- Kategorie: Cruise Genua - Rio de Janeiro 26
Landausflug in Tarragona
Unser erster Landausflug nach einem ganzen Tag auf See war in Tarragona, einer kleinen Stadt südlich von Barcelona.

Ähnlich wie in Barcelona gibt es auch hier eine Rambla: eine breite, von Bäumen gesäumte Strasse mit einer grossen Fussgängerzone. Am Morgen war die Sonne noch hinter Wolken versteckt, das sollte sich aber im Laufe des Tages ändern.

Im Zentrum der Altstadt sind die Strassen nicht so grosszügig wie die Rambla. Die Häuser sind sehr nahe an die Strasse gebaut und die Fussgänger werden durch Stahlsäulen vor dem Verkehr geschützt. Autoverkehr gab es aber sehr wenig.

Der Mercado Central liegt, wie der Name schon andeutet, im Zentrum der Stadt. Auch der grosse Platz davor ist autofrei.

Früchte, Gemüse, Fisch und viele andere Lebensmittel waren im Angebot. Immer wieder ein schön farbiges Umfeld, bestens geeignet zum Fotografieren. Einkaufen mussten wir nichts, an Essen herrscht auf dem Schiff kein Mangel. Im Gegenteil: Ohne Selbstbeherrschung könnte man sich während der Cruise gut und gerne einige Kilogramm Speck anfressen.

Bei diesem Stand hängt der Himmel voller Geigen – oder korrekter: voller Schinken. Unter jedem der Schinken hängt ein kleiner Becher, der das herabtropfende Fett auffängt.

Tarragona wurde schon von den Römern besiedelt. 218 v. Chr. eroberten sie die Stadt und machten sie unter dem Namen Tarraco zur Provinzhauptstadt. Das Forum Romanum im heutigen Zentrum war leider nicht zugänglich, so blieb mir nur ein Bild von aussen.

Nahe am Meer bauten die Römer ihr Amphitheater, heute nur noch eine Ruine. Sie lässt noch die einstige Grösse erahnen.

Der Torre de las Monjas stammt aus dem Mittelalter und war damals ein wichtiger Teil der Stadtmauer.

Mit einem öffentlichen Bus besuchten wir ein weiteres Überbleibsel aus der Römerzeit. Das Aquädukt von Les Ferreres ist eines der am besten erhaltenen seiner Art. In Katalonien ist es das grösste erhaltene Bauwerk dieser Art. Vermutlich im 1. Jh. unserer Zeitrechnung unter Kaiser Augustus erbaut, diente es noch bis weit ins Mittelalter der städtischen Wasserversorgung. Entsprechend wurde es immer wieder instand gesetzt.

Die Bogen überspannen das Tal und führten das Wasser eines nahen Flusses in die Stadt.

Marco ging über das Aquädukt und fotografierte einen Bogen anschliessend auch noch von unten. Eine interessante Perspektive.

Für mich war der Aufstieg zum Aquädukt zu schwierig, weshalb ich froh war, dass mir Marco einige Bilder überliess. Der Weg führt durch den ehemaligen Wasserkanal.

Die Römer verbanden die einzelnen Blöcke mit solchen Metallklammern, von denen einige noch gut erhalten sind.

Kurz vor Sonnenuntergang legte unser Schiff ab und wir machten uns auf den Weg nach Teneriffa. Zwei Tage auf See sollen uns dorthin bringen. Wir werden mit etwa 40 km/h unterwegs sein, dies aber 48 Stunden lang.

Am Abend des ersten Tages fuhren wir durch die Strasse von Gibraltar vom Mittelmeer in den Atlantik. Auf der linken Seite ist das marokkanische Rif-Gebirge zu erkennen, während auf der rechten Seite das spanische Festland im Dunst liegt.