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- Kategorie: Fast ein Tagebuch
Fondue-Essen im Chatzeloch
Mein Cousin wollte mir etwas Ungewöhnliches zeigen, ich wusste nur, dass es um ein Fondue-Essen ging. Ein ehemaliger Postbote, der während seiner aktiven Zeit ein Rucksack-Bauer war, hat mit seiner Pensionierung auch den Hof aufgegeben. Im ehemaligen Heuschober richtete er eine kleine Gaststube ein, wo er und seine Frau nun Fondue servieren. Nur auf Voranmeldung und nur für wenige Personen.
Auf der Berner Seite der Sense gelegen - der Ortsname ist Chatzeloch - servieren die beiden hier ein schmackhaftes Fondue. Die Gaststube selber zeugt vom Wesen des Gastgebers: Jäger und Sammler.

Unzählige Jagd-Trophäen schmücken die Wände. Welche Tiere einst diese Köpfe trugen entzieht sich meiner Kenntnis.

Auch dieser Falke ist als ausgestopftes Exemplar dauerhaft auf dem Ast befestigt.

Ein erwachsener Fuchs zusammen mit einem Jungtier lief dem Jäger vor die Flinte und sieht nun den Gästen beim Fondue-Essen zu.

Nicht nur Tiere sind dem Sammler wichtig, viele unterschiedliche Musik-Instrumente belegen die von ausgestopften Tieren frei gelassenen Flächen.

Der Hausherr bei der Zubereitung des Fondues, aktuell zerkleinert er gerade den notwendigen Knoblauch, der jedem Fondue seinen unverwechselbaren Geschmack gibt. Obwohl er während seiner Schnetzlerei interessiert die Gäste beobachtet, schneidet er sich nicht in die Finger.
Nachdem die Gäste zufrieden sind und beim Dessert und Kaffee sind, macht sich der Hausherr zusammen mit einem Freund an seine zweite Leidenschaft. Der Hausherr am Schweizerörgeli und dem improvisierten Schlagzeug (mit den Füssen gespielt) wird auf der Gitarre begleitet. Ich bin ganz und gar kein Freund von Ländler-Musik, wenn sie aber live mit soviel Inbrunst gespielt wird, höre ich mir gerne einige Stücke an. Mit vollem Bauch ertägt sich sogar das!
