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- Kategorie: Vietnam 25
Zuerst die grosse Übersicht, dann die Giac Lam Pagoda sowie eine Flussfahrt auf dem Saigon-River
Unser heutiger Tag begann mit einem Besuch auf der Aussichtsplattform eines Hochhauses im Zentrum Saigons.

Das Haus mit der auffälligen Plattform in grosser Höhe bietet im 46 Geschoss ein verglastes Geschoss mit einer 360° Rundsicht. Die Plattform selbst kann man leider nicht besuchen.

Die Rundsicht über die Stadt ist trotzdem beeindruckend. In der Distanz steht das höchste Haus Vietnams, welches direkt neben unserer Unterkunft steht.

Das Häusermeer ist auch auf der gegenüberliegenden Seite beeindruckend. Knapp 10 Mio. Einwohner nennen Saigon ihre Heimatstadt. Auf die 10 Mio. Einwohner kommen gut 7 Mio. zugelassene Motorroller! Daraus entsteht ein füdlibluttes Verkehrschaos.
Von hier aus machten wir uns auf den Weg zu einer wichtigen Pagoda. 1744 wurde die Gian Lam Pagoda erbaut und gilt damit als die älteste buddhistische religiöse Stätte in Saigon.

Am Eingangstor prangt eine Swastika, welche in vielen Teilen der Welt als Symbol für Glück und Wohlstand gilt. In Europa hat das Symbol aber bedauerlicherweise eine ziemlich andere Bedeutung. Ich hoffe, dass ich mit diesem Bild in der Schweiz kein Problem bekomme, da diese Symbole hier nicht gerne gesehen sind.

Links neben dem Eingang steht die 7-Geschoss-Pagoda, die eher schmucklos daher kommt.

Eine selig lächelnde Buddha-Figur sitzt in einer Lotus-Blüte unter einem Dach aus einem grossen Blatt des Bhodi-Baums. Der Bhodi-Baum ist den Buddhisten heilig, in jeder Tempelanlage ist ein solcher zu finden.

Ein weiterer Baum ist in Asien häufig in den Tempelanlage zu finden. Der Kanonenkugelbaum (Couroupita guianensis) stammt ursprünglich aus Südamerika, kommt aber auch in Asien häufig vor. Die Blüten gefallen mir immer wieder.

Die Früchte machen die Herkunft des Namens sofort klar. 10 - 15 cm messende Kugeln hängen am Baum. Anscheinend sind die Früchte essbar, doch soll ihr fauliger Geruch eher abschreckend wirken. Ich hatte noch nie ein grosses Verlangen, die Früchte zu essen. Es gibt in Asien genügend andere, schmackhafte Naturerzeugnisse.

Die eigentliche Tempelanlage war heute leider geschlossen, so blieb uns lediglich ein Bild des Hauses von aussen.

Durch ein geöffnetes Fenster ergab sich doch noch ein Blick auf die vielen Buddha-Figuren im Zentrum des Hauses.

Anschliessend an unseren Besuch bei der Pagode machten wir uns auf den Weg an den Saigon-Fluss, wo wir mit einem normalen Boot eine Tour unternehmen wollten.
Um zum Anlegesteg zu kommen, mussten wir die Uferstrasse überqueren, eine sehr spezielle Erfahrung. Mein Video gibt einen Eindruck des Unternehmens. Moral der Geschichte: Einfach nicht zögern, immer weitergehen. Alle weichen aus!

Ein öffentliches Boot fährt etwa eine Stunde auf dem Fluss und bietet immer wieder unterschiedliche Sichten auf die Stadt. Hier ohne grossen Verkehr!

Hinter der Brücke liegt der moderne Stadtteil, in einem der Hochhäuser ist auch unser Apartment im 43. Geschoss.
Morgen fahren wir mit einem Kleinbus ins Mekong-Delta nach Can Tho, einer weiteren Millionenstadt. Von dort aus wollen wir das Delta erkunden.
