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- Kategorie: Winterreise 11 / 12 - Australien 12 - Teil1: Sydney to Cairns
Daintree National Park
Auf der Fahrt von Cairns in Richtung Norden zum Daintree National Park kamen wir heute zuerst bei Port Douglas vorbei, einem schmucken Städtchen am Pazifik. Viele schöne Hotels und Resorts sind hier eingerichtet, die Hauptstrasse der Stadt zeugt vom Tourismus und dem damit einhergehenden Wohlstand.

Vom Flagstafft Hill bietet sich eine wunderbare Aussicht auf den langen Sandstrand im Süden der Stadt. Im Norden geht es genau so weiter. Der goldene Sandstrand ist leider im Sommer einmal mehr völlig nutzlos, lediglich im kleinen weissen Rechteck im Vordergrund ist Baden überhaupt möglich. Ein sogenanntes Stinger-Netz hält hier die Box-Jelly-Fish fern. Letztere führen bei einem Stich innerhalb von 90 Sekunden zum schnellen Tod des Menschen. Zuerst setzen grässliche Krämpfe ein, dann setzt die Atmung aus und schliesslich steht auch noch das Herz still. Game over. Zumindest ist dies der Verlauf, wie er an den entsprechenden Warntafeln beschrieben wird.

Der Daintree National Park schützt den Regenwald in diesem Teil des nördlichen Queensland. Dieser Baum ist ein gutes Beispiel für einen Urwaldriesen, der gleichzeitig auch Standort für eine Vielzahl von kleinen Pflanzen ist. Allerlei Farne, Moose, Orchideen und Bromelien bewohnen den grossen Baum.

Teilweise verfügen die älteren Bäume über beeindruckende Brettwurzeln, zwischen denen ein Mensch ganz bequem stehen kann.

Ein Blick in den Wald zeigt verschiedene Grüntöne, einerseits von Laubbäumen, andererseits aber auch von grossen Palmen. Farne halten sich an den Stämmen einzelner Bäume. Die Lianen wären schon bereit, damit sich Tarzan an ihnen hochschwingen könnte. Wenn er denn in diesen Wäldern lebte.

Einmal mehr eine riesige Spinne: Gute 8 cm misst sie vom einen Ende der Hinterbeine bis zum anderen Ende der Vorderbeine. Schwarze Gliedmassen mit giftig-gelben Gelenken sowie ein roter Kopf kennzeichnen dieses Tier. Ein Spinnenforscher erkennt diese Art sicher sehr schnell. Ich bin kein solcher und nur von den Farben fasziniert.

Schon seit einigen Tagen sind wir bisher erfolglos auf der Suche nach einem Cassowary, einem grossen einheimischen Vogel, der aber nicht fliegen kann. Er ist vergleichbar mit einem kleinen Strauss oder auch dem einheimischen Emu. Heute sahen wir immerhin schon mal seine Leibspeise, diese blauen Früchte (Cassowary Plum) mag er besonders. Diese hier wohl eher nicht, denn er war nicht in der Nähe. Grabspuren auf der Seite des Weges zeigten aber, dass er oft in dieser Gegend ist, nur nicht gerade wenn auch wir da sind. Wenn er wüsste, dass er sich so eine einmalige Chance auf eine Webpräsenz vergibt! Noch hat er aber weitere Chancen, denn wir werden noch einige Tage hier verbringen.
