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Becal - Yucatans Panama-Hut Hauptstadt
Die berühmten Panamahüte werden selbstverständlich original nur in Becal im Staat Campeche hergestellt. Mindestens die Yucatecos glauben dies. Andere Quellen sehen die Originale in Equador und natürlich auch in Panama. Spielt eigentlich keine Rolle, wir wollten uns die Herstellung in einem kleinen Handwerksladen vor Ort ansehen.

Der Panamahut ist in Becal ein so wichtiger Wirtschaftsfaktor, dass ihm auf dem Hauptplatz sogar ein Denkmal errichtet wird.

Die Hüte kommen in den unterschiedlichsten Formen auf den Markt, vom Klassiker bis zu moderneren Formen. Die echten Vertreter sind strohgelb mit einem schwarzen Band.

Der Grundstoff für die Hüte kommt von der Panamahut-Pflanze (Carludovica palmata), die auf den ersten Blick wie eine Palme aussieht. Die noch nicht geöffneten Blätter werden geschnitten und in einem aufwendigen Verfahren weiter verarbeitet.

Die Blätter werden gebleicht und zum Trocknen ausgehängt.

In den Stein gehauene Höhlen unter den Wohnhäusern bieten die notwendige Feuchtigkeit beim Verarbeiten, damit die Fasern beim Flechten nicht brechen. Der schmale Abgang ist wohl nur für schlanke Arbeiter und Arbeiterinnen gedacht, allzu leicht könnte ein dickeres Modell hier stecken bleiben.

Im Inneren der Höhle herrscht eine konstante hohe Luftfeuchtigkeit, welche für die Fasern sehr gut ist, für die Flechter vermutlich eher weniger. Während er ärgsten Sommerhitze ist es hier vermutlich gerade angenehm warm und so geht die Arbeit flüssig voran.

Die Flechtarbeit ist sehr aufwendig, je nach Qualität der Faser - sprich ihrer Dicke - dauert die Fertigung eines Exemplares zwischen 2 Tagen und bis zu 3 1/2 Wochen. Die Preise sind natürlich entsprechend.

Nun sind wir in Campeche, einem wichtigen Hafen in Yucatan. Am nördlichen Ende des Malecon gibt es einige Fischrestaurants, in einem assen wir untermalt von einem malerischen Sonnenuntergang grillierte Crevetten.
