- Details
- Kategorie: Mexico 10 / 11
Eine uralte Hochkultur, die Olmeken
In Villahermosa ist ein grosses Freiluft-Museum der Kultur der Olmeken gewidmet. Diese lebten von etwa 1'000 v.Chr. bis 400 v.Chr. in dieser Gegend am Golf von Mexico. Schriftliche Zeugnisse existieren keine, dafür aber eindrückliche Steinfiguren, die in diesem Museum inmitten tropischer Vegetation zur Schau gestellt sind.

Farbige Reliefs mit Darstellungen von Gott- und Herrscherfiguren sind nicht mehr viele erhalten, dieses Exponat ist eine der Ausnahmen.
70
Eine Königsfigur wird in diesem Relief porträtiert.
71
Eine Tonfigur, auch hier sind die Farben noch erstaunlich gut erhalten.
72
Diese Figur schaut eher grimmig drein, sie heisst "La Abuela", die Grossmutter. Die Figur ist aus Basalt gehauen und einen knappen Meter hoch. Ihre Entstehung scheint zwischen 700 und 400 v.Chr. zu liegen.
73
Eine Erscheinung aus moderner Zeit, eine Japanerin mit der unabkömmlichen Digitalkamera. Wie viele Japaner auf Reisen st auch sie vollständig vermummt. Das Gesicht wird von einer Maske bis auf die Augen komplett verdeckt, die Hände stecken in weissen Handschuhen, nur für die Zeit, die das Drücken des Auslösers notwendig ist, wird einer kurz ausgezogen. Im Plastiksack stecken die japanischen Snacks, welche sämtliche Mitglieder dieser Reisegruppe mit sich tragen.
74
Die "Cabeza kolossal" entstammt ebenfalls der Zeit um 700 bis 400 v.Chr., auch diese Figur besteht aus Basalt. Er soll über 20 Tonnen schwer sein, nachprüfen konnten wir dies jedoch nicht, es war zuviel Wachpersonal im Park unterwegs.
75
In der Nähe von Villahermosa finden sich einige Cacao-Plantagen. Eine lag nahe unseres Weges. Drei unreife Früchte sind hier zu sehen.
Einen Teil der Strecke legten wir abseits der Schnellstrasse zurück, da wir nicht in hohem Tempo durch die Gegend rasen wollten. Nach etwa 20 km kehrten wir jedoch auf die Cuota (Bezahlstrasse) zurück, da hier viel schneller und sicherer gefahren wird. Innerhalb der Dörfer wird die Strasse oft durch sogenannte Topes gequert, damit die Autofahrer ihre Geschwindigkeit angemessen reduzieren. Ein Tope ist in der Regel 10 bis 15 cm hoch und verläuft quer über die Strasse. Wenn ein Tope mit voller Geschwindigkeit überfahren wird, entstehen mit Sicherheit grosse Schäden am Auto. Jeder Fahrer bremst sein Fahrzeug rechtzeitig ab, was die Strassen für die Dorfbewohner viel sicherer werden lässt.
76
Die meisten Dörfer in dieser Gegend haben keine Namen, sondern wie in diesem Beispiel eine Bezeichnung, die an die Katasterpläne erinnert. Das Städtchen im oberen Teil des Schildes ist unser heutiger Etappenort, bei der Ortschaft mit dem poetischen Namen C-25 fuhren wir gerade mal vorbei. Eine grässliche Adresse!
Coatzacoalcos bedeutet in der Sprache der lokalen Indianer, den Ort, an dem die Schlange verschwunden ist. Aussprechen kann ich dies nicht wirklich, merken schon gar nicht. Heute übernachten wir zudem an der schmalsten Stelle Mexikos, nur etwa 200 km Land trennen hier den Golf von Mexico vom Pazifik. Coatzacoalcos ist der Sitz eines grossen Teiles der mexikanischen Petroindustrie. Im Golf von Mexico wird viel Erdöl und Erdgas gefördert und hier am Land raffiniert.
