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- Kategorie: Mexico 10 / 11
Diesmal definitiv an die karibische Küste
Von unserem Hotel aus sind es 60 km hin zu den Ruinen von Calakmul, dies über eine Strasse, welche vor einigen Jahren neu geteert wurde. Brigitte und ich erinnern uns noch an den letzten Besuch vor etwa 10 Jahren, als die Strasse noch ein einziges Schlagloch war. Heute kein Problem, auch wenn die Höchstgeschwindigkeit auf 30 km/h begrenzt ist! Nach nahezu 1 1/2 Stunden war es geschafft (für die Rechner unter meinen Lesern: Nein wir hielten uns nicht immer an die Limiten).

Bereits beim Parkplatz wurden wir von Pfauentruthähnen empfangen, die anscheinend von vielen Touristen gefüttert werden und so auch bei uns bettelten. Als richtig knausrige Schweizer gaben wir natürlich nichts!

Die Männchen verfügen über rote und orange Warzen, welche für die Weibchen ein Schönheitsideal sind. Über Geschmack lässt sich bekanntlich nicht streiten. Immerhin ist der farbliche Kontrast der roten Warzen mit dem blauen Hals sehr intensiv.

Calakmul liegt immer noch teilweise im Urwald begraben, bei dieser Struktur wachsen die Bäume noch zwischen den Steinen. Die Vegetation darf heute nicht mehr vollständig entfernt werden, so bleiben immer noch grosse Teile der Anlagen unter einer grünen Decke.

Eine der grössten Pyramiden in Calakmul wurde bereits weitgehend freigelegt. Sie ragt mehr als 60 m hoch auf, von ihrer Spitze - auf die ich selbstverständlich nicht hinauf kraxelte - schweift der Blick weit über die Ebene bis nach Guatemala, welches hier nur einige Dutzend Kilometer entfernt liegt.

Die höchste Struktur zeigt sich in ihrer ganzen Pracht von der Spitze der benachbarten Pyramide aus. Der endlose Wald wird nur durch einige Maya-Anlagen unterbrochen.
Um etwa 900 n.Chr. verschwanden die Mayas plötzlich von der Landkarte, sämtliche Städte wurden verlassen und fielen dem Vergessen anheim. Bis heute rätselt die Wissenschaft über den Grund, häufig werden 3 mögliche Gründe genannt: Kriege, eine sehr ausgeprägte Dürre mit nachfolgender Hungerkatastrophe und auch eine massive Übernutzung der Ressourcen. Erhärtet ist jedoch keine der drei Thesen, bis heute stellt das Verschwinden ein grosses Rätsel dar.

Eine Gruppe von Italienern aus Bergamo und Como fanden so stark Gefallen an Otto, dass sie ihn anflehten, doch eine Gruppenfoto von ihnen zu schiessen. Einige Frauen überliessen ihm ihre Kamera, mit denen Otto professionelle Aufnahmen schoss!

Ab und zu frage ich mich bezüglich der Logik der Politik: An der Hauptstrasse in Richtung Chetumal wurden in einer äusserst dünn besiedelten Gegend mehrere Fussgänger-Übergänge über die Strasse gebaut, gleichzeitig warnt jedoch ein Schild vor eben diesen Fussgänern auf der Strasse. Die Politik traut ihren eigenen Wählern nicht?

Bild aus dem Web entliehen
Etwa auf halben Weg von Calakmul nach Chetumal sahen Brigitte und ich einen Toucan, der die Strasse überflog. Trotz sofortigem Stopp und unseren Feldstechern konnten wir ihn im dichten Laub jedoch nicht mehr entdecken. Schade, denn diese Vögel gehören zu den schönsten Tieren Mexikos und Mittelamerikas. So muss ein Bild aus dem Web als Erinnerung dienen.
