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Uxmal - ein Ausflug von Merida
Die Maya Ruinenstadt Uxmal (Uschmal) liegt knapp 1 1/2 Fahrstunden von Merida entfernt und bietet sich damit geradezu für einen Tagesausflug von hier aus an. In einer leichten Hügelzone gelegen, bietet die Gegend eine willkommene Abwechslung zum sonst sehr flachen Yucatan. Otto entschloss sich heute, lieber zu Hause zu bleiben, er kennt Uxmal von vielen Besuchen bereits sehr gut und hatte nach seiner längeren Abwesenheit noch viel rund ums Haus zu erledigen.

Die erste und bekannteste Struktur ist die Casa del Adivino (Haus des Hellsehers), welche auf einer ovalen Basis erbaut wurde. Die meisten anderen Maya-Strukturen haben eine rechteckige oder gar quadratische Basis. Weshalb hier eine ovale Form gewählt wurde, ist unklar. Bei unserem ersten Besuch vor gut 15 Jahren durfte diese Pyramide noch bestiegen werden, in der Zwischenzeit wurde das aber verboten. Einerseits wegen der Beschädigungen andererseits aber auch wegen der Gefahren, denn die Wände und Treppen sind extrem steil. Für die Fotografen ist das Verbot ohnehin besser, denn so sind Fotos ohne viel Menschen einfach zu erreichen. Viele Touristen waren heute aber ohnehin nicht in Uxmal, einige wenige Einzeltouristen und zwei Reisegruppen waren während unseres Rundganges die einzigen Mit-Besucher.

Im Quadrángulo de los Monjas (Viereck der Nonnen) sind die Wände aller vier Seiten mit schönen Friesen versehen. Der genaue Verwendungszweck dieser Gebäude ist unklar, mit Nonnen hatte er jedoch sicher nichts zu tun, das haben die Spanier und später die Archäologen erfunden.

Uxmal ist voll von Leguanen, welchen die warmen Steine sehr gefallen. Heute lag die Temperatur während des ganzen Tages bei weit über 30 Grad, geradezu ideal für die Echsen.

Die Fassade des Palacio del Gobernador (Gouverneurs Palast) ist nahezu 100m lang. Diese Struktur gilt als einer der Höhepunkte der Architektur diesen Stils. Auch das Fries dieses Gebäudes ist reich verziert. Der Palast liegt auf einem künstlich angelegten Hügel, der nur über eine enge und hohe Treppe erreicht werden kann. Von dieser Plattform aus geht es nochmals viele Stufen hoch zum eigentlichen Palast. Ich beschränkte mich auf die Umrundung der Struktur. Auch so zeigten sich viele Details.

Die Casa de las Tortugas (Haus der Schildkröten) erhielt von den Archäologen wegen der Schildkrötenfiguren im Fries seinen Namen. Diese Struktur liegt direkt neben dem Gouverneurs-Palast auf derselben Plattform.

Von einem Standort neben der Casa de las Tortugas bietet sich ein schöner Blick über grosse Teile der Anlage: Im Vordergrund der Ballspielplatz, dahinter das Quadrángulo de las Monjas und rechts davon die Casa del Adivino. Hier zeigt sich nochmals eindrücklich die Menge der Besucher. Für uns ist Uxmal eine der schönsten Maya-Anlagen, gut zugänglich, übersichtlich und sehr gut erhalten.

Auf dem Rückweg legten wir in Oxkutzcab einen Halt ein. Die Stadt nennt sich "El Huerto del Estado" (Garten des Staates). Auf dem hiesigen Markt zeigt ein Fries an der Markthalle, wie die Einwohner mit Stolz die Produkte der Landwirtschaft anpreisen. Oxkutzcab ist ein regionales Zentrum für die lokalen Früchte und Gemüse, welche hier auf dem Grossmarkt gehandelt werden.

Hier ein wichtiges Produkt der Gegend, Sapote Mamey, welche die Grundlage für unser Lieblingssorbet in der Sorbeteria Colón in Merida liefern. Heute kauften wir jedoch lieber 2 kg frische, reife Mangos (für CHF 1.50!), welche als Dessert mit Schlagrahm auf dem Tisch landeten. Das Mamey-Sorbet genossen Brigitte und ich bei der Heimfahrt noch in der Sorbeteria.
