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- Kategorie: Mexico 08/09
Pazifikküste – ähnlich der US-1 bei Big Sur

So oder ähnlich war heute während des ganzen Tages der Blick durch die Frontscheibe unseres Renaults: Eine lange Strasse durch eine subtropische Landschaft, Hügeli uf, Hügeli ab und um viele, viele Kurven.
Ein langer Fahrtag liegt hinter uns: Von 9 Uhr bis gut 17 Uhr fuhren wir heute 420 km entlang der Pazifikküste durch vielfach unbewohntes Gebiet. Lediglich einige kleinere Ortschaften, die nur von wenigen Menschen bewohnt sind, lagen an der Strassen, dafür weite Strecken von nahezu unberührten Küsten mit teilweise phantastischen Stränden. Die Küste hat etwas von Big Sur in Kalifornien, mit einigen nicht ganz unbedeutenden Unterschieden: Die mexikanische Version ist um einiges länger und das Wasser des Meeres ist fast 20 Grade wärmer als in Big Sur.
Ich muss ich mich nun bei unserer Freundin Corinne entschuldigen, diese Bilder muss ich einfach publizieren.


Nur an wenigen Abschnitten gibt es hier ganz einfache Unterkünfte, die meist von Surfern besucht werden. Wir haben diese gemieden und sind nun in Lazaro Cardenas, einer normalerweise sehr geschäftigen Handelsstadt, die aber am heutigen Neujahrstag auch nicht wirklich von Aktivität überläuft. Heute ist wirklich ein hoher Feiertag in Mexico, zum Glück auch für die Lastwagenfahrer, von denen wir heute nur ganz wenige angetroffen haben.
Eigentlich hätte ich heute einen Sechser im Lotto gewonnen, wenn denn eine Wette ausgesetzt gewesen wäre: Am Morgen gab ich im Navi ein Zwischenziel nach etwa 350 km an, wo wir uns für oder gegen ein Hotel entscheiden wollten. Natürlich hatte ich keine genaue Adresse und markierte einfach einen Punkt mitten auf einer Strasse. Nach mehr als 5 Stunden Fahrt war dann die Überraschung umso grösser, dass wir unser Ziel genau auf einem sogenannten Tope erreichten. Die Wahrscheinlichkeit, dass mir dies gelingt, ist etwa so gross wie die eines Sechser im Lotto. Aber eben.
Diese Topes sind in Mexico sehr verbreitet und sind auch als Sleeping Policeman bekannt. Für die Zürcher kommen wohl eher Erinnerungen an einen Stadtrat auf, der als Schwellen-Ruedi in die Annalen der Stadt einging. In jeder Ortschaft sind auf allen Strassen solche Schwellen eingebaut, teilweise relativ klein, zum Teil aber auch sehr hoch und nur ganz langsam zu befahren. Eine Beule am Kopf lässt sich nur vermeiden, wenn das Auto vor der Begegnung stark abgebremst wird.
Wie immer auf langen Fahrten gab es natürlich auch sogenannte Bio-Breaks. An einer Tankstelle sah ich diese Schilder am Eingang, möchte diese aber nicht weiter kommentieren. Die Mexikaner haben sich sicher ihre Gedanken gemacht.

