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- Kategorie: Mexico 08/09
Tag der Höhen- und anderer Rekorde
Bereits kurz nach der Abreise in Tepoztlan führte unsere Fahrt durch Plantagen von Opuntia-Kakteen. Diese werden hier auf grossen Flächen angepflanzt, die jungen Blätter werden nach der Ernte in Essig eingelegt und dann als Nopales-Salat gegessen. Diesen haben wir heute als Vorspeise genossen. Vor Stacheln braucht sich niemand zu fürchten, die jungen Blätter haben noch keine, oder wenn, dann werden diese sorgfältig entfernt.
Nach einer guten halben Stunde haben wir zum ersten Mal am Horizont Mexicos höchsten Vulkan, den Popocatépetl gesehen. Gerade links von ihm steht der zweithöchste Vulkan, der Iztaccihuatl. Die beiden sind aber nur der zweit- und dritthöchste Berg Mexicos, trotzdem sind sie mit ihren 5426 und 5286 m beeindruckende Berge. Die Höhe ist allerdings nicht ganz so beeindruckend, da der Standpunkt des Betrachters schon zwischen 2500 und guten 3000 m.ü.M. liegt. Der Popocatépetl hat eine dünne Rauchfahne, wir sind ihm dankbar, dass er nicht gerade heute ausgebrochen ist.

Anschliessend fuhren wir über Mexico-City, die drittgrösste Stadt der Welt mit – je nach Quelle – 22 bis 25 Millionen Einwohnern. Ich wollte unbedingt den berühmten Zocalo sehen, den zweitgrössten Platz der Welt. Leider war er dann aber mit einem riesigen Eisfeld und den dazugehörigen Installationen weitgehend verstellt und die Sicht war nicht ganz so beeindruckend. Das Bild entstand auf der Hinfahrt zum Platz und zeigt die Kathedrale an der gegenüberliegenden Seite des Platzes.

Über eine grosse Industriestadt, Toluca mit gut 800'000 Einwohnern fuhren wir weiter nach Valle de Bravo, einer Sommerfrische der besser gestellten Einwohnern von Mexico-City, wo wir ein schönes, kleines Hotel fanden.
Der erste Streckenteil zeigt links der Strasse den drittgrössten Vulkan Mexicos, den Nevado de Toluca, der heute noch 4690 m misst. Die Rest-Silhouette lässt vermuten, dass der Gipfel zu früheren Zeiten noch etwa 1800 bis 2000 m höher lag. Ein Ausbruch hat ihn vor sehr langer Zeit weggesprengt und dabei etwa 14 km3 Fels auf die Umgebung verteilt. Dies fand aber lange vor unserer Geschichtsschreibung statt, es gibt auch keinerlei Aufzeichnungen dieses Ereignisses.

Auf gut 3200 m.ü.M. gibt es viel Wald, ein Laubwald gemischt aus riesengrossen Pinien und Tannen markiert noch überhaupt nicht die Waldgrenze, diese liegt noch 300 bis 500 m höher. In unseren Breiten sind das Höhen, in denen höchsten noch Flechten und Moose gedeihen.

