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- Kategorie: Canarias 20
La Orotava, der Hauptort des fruchtbaren Tales gleichen Namens
La Orotava ist die fächermassig grösste Gemeinde auf Teneriffa. Unter anderem gehört zu den 206,78 km2 auch der grösste Teil des Nationalparks des Teide. Früher wurde im Orotava-Tal viel Zuckerrohr angebaut, heute hat diese Industrie aber ihre Bedeutung verloren, Bananen und Wein haben ihren Platz eingenommen.

Einmal mehr ein ehemaliges Kloster, das Convento de San Augustin. Eine imposante Fassade, welche heute zu einer Kirche gehört, die aber geschlossen war.

Dieses stattliche Gebäude war ab 1925 der Wohnsitz einer begüterten Familie. Heute ist hier das Liceo Taoro untergebracht. Diese Vereinigung organisiert kulturelle Veranstaltungen wie Theater und Musik in der Stadt. Der Park ist öffentlich, ebenso wie das Restaurant im Gebäude.

Die Jardines del Marquesado de la Quinta Roja sind eine grosszügige Anlage, welche rund um das Mausoleum eines gewissen Diego Ponte del Castillo, der 1880 starb, angelegt wurden. Dieser Herr war offenbar Mitglied einer lokalen Freimaurer-Loge und der katholische Pfarrer weigerte sich, ihn auf dem normalen Friedhof beerdigen zu lassen. Seine sehr wohlhabende Mutter legte deshalb diese Gärten an. Wenn man genügend Geld hat, geht eben alles und so haben nun alle Bewohner von La Orotava einen schönen Park.

Das eigentliche Mausoleum thront über dem Garten, es ist ein schlichter Bau.

Aus den schmalen Ritzen des Mausoleum-Baus spriessen unterschiedliche Pflanzen, unter anderen auch dieser kleine Farn. Schwarze Lava-Steine, welche bei Sonne glühen müssen, erlauben den kleinen Pflänzchen trotzdem ein Auskommen.

Ein weiteres bekanntes Gebäude in der Stadt ist die Casa de los Balcones, ein Name der sich sofort erschliesst. 1632 wurde dieses Herrschaftshaus erstellt, heute ist es ein Museum und kann besucht werden. Neben den hölzernen Balkonen ist vor allem …

… der Innenhof sehr interessant. Auch hier eine schöne Holzkonstruktion sowie viele Pflanzen. Bei unserem Besuch waren wir einmal mehr die einzigen Gäste.

In der Nähe des Balkonhauses steht ein Tor, durch welches nahezu alle Einwohner von La Orotava einmal gehen müssen. Gehen ist zwar der falsche Ausdruck, sie werden hier durchgefahren. Hinter dem Tor beginnt der städtische Friedhof.

Auch in La Orotavy sind viele Strassen gepflastert und viele der Häuser schön renoviert.

Nicht nur viele Häuser sind hier gut im Schuss, auch dieser Fiat 650 sieht wunderschön aus. Rot ist auch gerade die richtige Farbe!

Eine weitere geschlossene Kirche, die Iglesia de la Concepción. Diese ist die Hauptkirche von La Orotava. Bereits 1498 wurde an dieser Stelle eine Kapelle errichtet und laufend erweitert. Nach vielen Erdbeben und einigen Vulkanausbrüchen wurde 1768 der Grundstein für das neue Gebäude gelegt. Viele Auswanderer aus La Orotava, welche in Südamerika und in der Karibik reich wurden, spendeten grosszügig für den Neubau.
