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- Kategorie: Canarias 20
Ausflug zum für uns höchsten Punkt auf Gran Canaria
Unser heutiges Tagesziel war eine der höchstgelegenen Ortschaften von Gran Canaria, Tejeda. Diese liegt auf 1050 m.ü.M. nicht ganz in der Mitte der Insel.

Gran Canaria ist von vielen sogenannten Barrancos durchzogen, tiefen Schluchten, welche meist radial vom Inselzentrum aus in Richtung Meer verlaufen. Eine Querverbindung auf der Insel zu fahren, bedeutet immer in den einen Barranco runter und dann wieder hinauf uu fahren, eine mühsame Geschichte. Zu Beginn unserer heutigen Fahrt gab es einen Mirador, welcher einen schönen Blick in einen der vielen Barrancos bot.

Der Blick zurück in Richtung Süden lässt die Dünen von Maspalomas erahnen.

Unser erster Stopp galt San Bartolomé de Tirajana, der Hauptstadt des südlichen Teils von Gran Canaria. Auf dem Gemeindegebiet liegen Maspalomas sowie auch Playa del Inglés an der Küste. Der Hauptort liegt auf knapp 900 m.ü.M.. Dieses Haus ist das sogenannte Ayuntamiento, der Sitz der Verwaltung.

Dieses hübsche Wohnaus hat eine interessante Fassade: Die ganzen Aussenwände sind mit kleinen, runden Steinen belegt. Hellgraue sowie an einigen Stellen auch schwarze ergeben ein interessantes Muster.

Sehr streng wirkt dieser Bau, hier residiert ein Teil der Bezirksverwaltung. Viel Sonne gelangt hier wohl nicht in die einzelnen Büros. Welcher Art wohl die hier getätigten, lichtscheuen Geschäfte sind?

Die Dorfkirche ist im ähnlichen Stil wie die Verwaltung erbaut: Viel Weiss und mit dunklem vulkanischen Gestein eingefasste Türen und Fenster.

Je weiter wir ins Landesinnere vorstiessen, desto höher stiegen wir. An einer Stelle öffnete sich ein Barranco in Richtung Westen, an dessen Ende zeigt sich der Teide, der höchste Berg Spanien, auf der Nachbarinsel Teneriffa.

Immer wieder gab es kleine Siedlungen an den unwegsamsten Stellen. Diese sind meist nur auf Schotterstrassen zu erreichen, die meisten sahen aus der Distanz aber gut erhalten aus.

In Tejeda, unserem Tagesziel, gab es sogar zwei Elektro-Ladestationen. Seltsamerweise lagen diese allerdings hinter den Behinderten-Parkplätzen. Das Laden ist bei allen öffentlichen Ladesäulen auf Gran Canaria zur Zeit gratis, so man denn ein Elektroauto hat. In einem Verzeichnis sah ich, dass es Stand heute etwa 30 Ladestationen über die ganze Insel verteilt gibt. Elektroautos sahen wir erst ganz wenige.

Die Hänge rund um Tejeda sind terrassiert und die Felder werden intensiv bebaut. Neben dem ökonomischen Nutzen für die Bauern gib es auch den ästhetischen Nutzen für die Touristen.

Auch Tejeda hat selbstverständlich eine Kirche, auch sie in Weiss mit Verzierungen aus Lavastein gehalten. Und auch sie geschlossen.

Den höchsten Punkt unserer heutigen Fahrt erreichen wir beim Cruz de Tejeda, welches auf 1510 m.ü.M. liegt. Von hier aus stieg die Strasse zwar noch etwas an, aber wir steigen nicht mehr aus, so dass hier für uns der Höhepunkt erreicht war.

Die Rückfahrt führte uns auf der Ostseite der Insel zurück ans Meer und dann in den Süden nach Meloneras. An einer Stelle führt die Strasse an einer Caldera eines erloschenen Vulkans vorbei, auf deren ebenem Grund Landwirtschaft betrieben wird. Zur Zeit ist allerdings alles abgeerntet.
