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Las Palmas bei besserem Wetter

Unser Hotel zeigte sich heute früh im schönsten Licht. Wir machten uns bald auf den Weg in die Stadt, um diesmal vor allem die Altstadt zu erkunden.

Einer der Plätze in der Altstadt bestach durch die hübsche Pflästerung. Die Häuser waren alle in hervorragenden Zustand, offenbar ein Platz, rund um den vor allem reichere Leute wohnen.

Eine kleine Kapelle, eine von vielen, war heute geschlossen, doch die intensiven Farben wirken auch von aussen schön. Die Regenpfütze im Vordergrund stammt noch aus den intensiven Regen der vergangenen Nacht. Der Morgen und er frühere Nachmittag blieben weitgehend trocken.

Die Kathedrale von Las Palmas ist nach einer Santa Ana benannt. Sie heisst auch Santa Iglesia Catedral-Basílica de Canarias. Ihr Bau begann schon 1487, doch richtig fertiggestellt war sie erst etwa 400 Jahre später. Immer wieder fehlte das Geld für den Weiterbau. Mittlerweile sieht sie aber schon ziemlich fertig aus.

Die Calle de los Balcones ist ein gut erhaltenes Ensemble von kanarischen, ausnahmslos hervorragend renovierten Bürgerhäusern. Die Strasse wiederum ist auch hier makellos gepflästert.

Bei einem der Bürgerhäuser gab es eine „Garage“, ein Kleinstauto passt gerade so in den Hauseingang. Das Eingangstor kann sogar noch geschlossen werden. Um das Auto in den Hauseingang zu fahren, muss eine knapp 15 cm hohe Schwelle überfahren werden. Das stelle ich mir recht anspruchsvoll vor: Zu viel Gas und das Auto fährt in die Wand. Wenn der Besitzer mal ein grösseres Auto benötigt, muss er wohl zuerst sein Haus umbauen. Es gibt in der Altstadt zwar sehr viele Autos, doch nahezu keine Garagen. Sämtliche Strassen sind verstopft und auf einer Seite der Strasse stehen in vielen Fällen unzählige parkierte Autos.

Eines der bekanntesten Häuser von Las Palmas ist die Casa Colón, ein ehemaliger Gouverneurs-Palast. Hier stieg Kolumbus 1492 ab, bevor das erste Mal zur Reise in die neue Welt aufbrach. Die heutige Form des Hauses hat allerdings nicht mehr viel mit dem Original gemein, in den 1950-er Jahren wurde das Haus neu erbaut. Immerhin stammen einige der markanten Aussenstrukturen noch vom Original. Insbesondere das mächtige Eingangstor soll noch vom Original stammen.

Im Innern des Hauses ist heute ein Museum ganz den vier Fahrten von Kolumbus in die Neue Welt gewidmet. Ein Nachbau der Kabinen des Kapitäns lässt zumindest einen Eindruck der damaligen Platzverhältnisse erkennen. Dann doch lieber mit der Queen Mary II über den Atlantik schippern!

Zwei grosse Aras, südamerikanische Papageien, leben im Innenhof des Hauses. Beiden wurden die Flugfedern gestutzt, so dass sie nicht mal auf diese Sitze hüpfen können. Sie ziehen sich mit ihren grossen Schnäbeln hoch, ein eher beklemmendes Bild.

Den blau-gelben Vogel wollte ich portraitieren, was ihm aber nicht gefallen hat. Kaum kam ich ihm mit meinem Telefon nahe, riss er seinen Schnabel auf und wollte mich beeindrucken.

Noch eine weitere Ansicht der Casa Colón, diesmal von der Seite. Auch hier wieder ein Originaltor des Gouvenuer-Palastes.

Gerade als wir zum Auto zurückkehrten, beschloss eine Wolke, es sei wieder einmal an der Zeit für etwas Regen. Immerhin spiegelten sich so die Häuser auf der nassen Strasse. Wir blieben trocken, da wir kurz bei einem Haus unterstehen konnten.

Der letze Besuch des heutigen Tages galt dann dem Hausstrand von Las Palmas, der Playa de las Canteras im Nordwesten der Stadt. Ein breiter, schöner Sandstrand lädt hier zum Bade. Heute aber fast ausschliesslich zum Beach-Volleyball einiger jungen Canarias.

Ein grosser Regenbogen spannte sich gerade rechtzeitig über den Strand, kurz bevor wir zu unserem Hotel zurück fuhren.
