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- Kategorie: Canarias 21
Ein gemischter Jahresanfang auf Lanzarote

Als ich heute kurz nach 7 Uhr auf den Balkon ging, sah ich schwarze Wolken am Himmel. Gestern Abend war schon der Sonnenuntergang nichts besonderes und genau so begann das Neue Jahr für uns. Immerhin relativ warm.

Bald schon zeigten sich über dem Haus die ersten rosa Streifen am Himmel, was dann doch etwas Hoffnung aufkommen liess. Die Sonne liess zwar noch länger auf sich warten, doch nach dem Frühstück wurde das Wetter besser. Ich hoffe, dass dasselbe auch für das gerade angelaufene Jahr gilt!

Wir wollten uns heute einerseits die Küste etwas nördlich der Hauptstadt Arrecife ansehen und auch dem Rückweg dann auch noch jener einen Besuch abstatten. An der Costa de Teguise gibt es einige Bauruinen, so auch dieses gigantische Loch an bester Lage direkt am Meer. Offenbar ging dem Bauherrn schon kurz nach der Grundsteinlegung das Geld aus, nun präsentiert sich die Baugrube wie eine schwärende Wunde. Auch auf Lanzarote wachsen nicht alle Hotelträume in den Himmel. Am Ende bleibt nicht einmal mehr das Geld, um die Wunden zu verschliessen.

Entlang des Strandes gibt es eine Promenade, auf welcher man für mehrere Kilometer der Küste folgen kann. Viele Geschäfte sind aktuell auch hier geschlossen. Dieser Tauchladen hat eine seltsame Werbung: Will er nach Einheimischen / Eingeborenen tauchen, oder geht es um das Tauchen mit den Eingeborene oder ist am Ende das Wort einfach unglücklich gewählt? Gute Werbung ist Glücksache.

Auf Lanzarote gibt es einige schöne Strände mit feinem, goldgelbem Sand. Die heutigen Luft- und wohl auch Wassertemperaturen lockten aber nur wenige Leute ins Meer. Ich war zu keinem Zeitpunkt auch nur annähernd in Versuchung geführt.

Auf der Rückfahrt zu unserem Hotel wollten wir in Arrecife noch einkehren. Einfacher gedacht, als getan. Einerseits gibt es hier nur wenige Touristen und am heutigen kühlen Feiertag waren auch nicht viele Einheimische unterwegs. Wir fanden aber schliesslich doch noch ein geöffnetes Lokal an der Promenade.

Das Castillo de San Gabriel wurde 1574 aus Holz erbaut und schon 1586 von einem algerischen Piraten niedergebrannt. 1599 wurde dann der heutige Bau aus Stein errichtet, aktuell hat es keine militärische Bedeutung mehr, es beherbergt ein archäologisches Museum, heute allerdings feiertagsbedingt geschlossen. Es führen zwei unterschiedliche Wege von der Uferpromenade hin zum Castillo.

Auf dem Weg zurück auf das Festland wählten wir den anderen Weg, einen schmalen, mit Lava-Steinen gepflästerten Damm. Etwa in der Mitte des Weges wurden wir von Poseidon für unseren Frevel bestraft. Eine grosse Welle schlug an die Mauer und wir beide erhielten eine gehörige Dusche.

An der Strasse entlang des Strandes gibt es nur noch wenige alte Häuser, die meisten Gebäude sind neueren Datums und eher gesichtslos. Die Casa de los Arroyo ist eine Ausnahme, das Bürgerhaus aus dem 18. Jhdt. Ist heute ein - aktuell ebenfalls geschlossenes - Museum.
