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- Kategorie: Canarias 21
Positiv getestet! Nicht Corona, sondern AHV
Endlich bin ich Positiv! Heute war es soweit, ich bin nun AHV-positiv, viel besser als Covid-positiv. Den Tag verbrachten wir heute mit einem Ausflug in den Timanfaya-Nationalpark im Südwesten von Lanzarote. Der Nationalpark deckt eine Fläche von 51 km2 ab und schützt eine Vulkanlandschaft von ausserordentlicher Schönheit. Die fast sechs Jahre dauernden Ausbrüche vom 1. September 1730 bis 16. April 1736 hinterliessen eine Mondlandschaft, welche erst langsam wieder von Vegetation besiedelt wird. Flechten und Mose sind die vorherrschenden Pflanzen, einige grössere Sträucher gibt es stellenweise auch schon.
Der Park darf nicht mehr selber befahren werden, beim Visitor-Center gibt es einen grossen Parkplatz, von dem aus ein normaler Reisecar die Besucher auf einen Rundkurs durch den Park mitnimmt. Leider darf man während der Fahrt nicht aussteigen und fotografieren ist lediglich durch die Scheiben des Busses möglich. Vor der Abfahrt gibt es aber noch einige interessante Demonstrationen der vulkanischen Aktivitäten.

Bei einem grossen Loch im Boden wirft ein Demonstrator trockenes Gestrüpp in den Höllenschlund, welches kurz darauf Feuer fängt und lichterloh verbrennt. Die Temperatur betrage am Boden in etwa 5 m Tiefe um die 300° Celsius!

An einer anderen Stelle liegt ein Grill bereit, auf welchem in normalen, Corona-freien Zeiten, die Besucher ihre mitgebrachten Würste braten können. Von einem Loch im Fels steigt heisse Luft auf, welche dazu genügend Hitze liefert. In diesen C-Times ist dies nicht erlaubt, obwohl Viren vermutlich hier nicht lange überleben würden.

Das Restaurant im Besucher-Zentrum benützt ein anderes Loch, um für die Gäste diverse Speisen zu grillieren: Hühner und auch Würste werden hier zubereitet. Der Steinrand selber ist so heiss, dass er kaum angefasst werden kann.
Vor dem Haus zeigt ein weiterer Demonstrator die Gewalt des Vulkans. Er schüttet etwa 5 l kaltes Wasser in ein Rohr, welches zu einer Kammer etwa 10 m unter dem Boden führt. Nach kurzer Zeit schiesst ein eindrücklicher Geyser aus dem Loch und erschreckt die Zuschauer mit seinem höllischen Zischen. Achtung: Lautstärke reduzieren!

An einigen Stellen auf der Rundfahrt öffnet sich Krater, hier einer der grossen Schlunde, der seit dem letzten Ausbruch nicht mehr aktiv war. Ich möchte nicht hier sein, wenn ein neuer Ausbruch ansteht.

Die Farben der Lava sind vielfältig. Von einem tiefen Rot über grünliche Stellen bis zu grauen Flecken ist alles vorhanden. Die feinen grünen Punkte auf der linken Seite und am Boden sind erste Vegetationspolster, welche langsam die Gegend überziehen. Mindestens bis zum nächsten Ausbruch …

Zeugen der vulkanischen Aktivität sind hier allgegenwärtig. Das Material, welches diese Vulkane bei ihrem letzten Ausbruch auswarfen, deckt weite Gebiete des Parks mit einer dicken Schicht aus Lava und vulkanischer Asche zu. Wenn der Vulkan still ist, lässt sich die Gegend gut bewundern.

Einige Teile des Parks sind einfach nur wüstenhafte Ebenen. Asche bedeckt hier den Boden und Vegetation ist sehr spärlich. Fruchtbares Land sieht anders aus. Auch nach mehr als 200 Jahren ist hier noch kaum Leben möglich.
