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- Kategorie: Canarias 21
Eine Woche auf Gran Canaria im Schnelldurchlauf
Am letzten Sonntag, dem 21.2. 21 setzten wir mit einer Fähre von Santa Cruz de Tenerife nach Agaete im Nord-Westen von Gran Canaria über. Die Fahrt dauerte nur gerade 80 Minuten. Da lohnt sich der Flug kaum, zumal die Zeit am Flughafen immer eher mühsam ist: Sicherheitskotrolle, warten am Gate, warten auf das Gepäck, der Flug selber dauert nur 20 Minuten, insgesamt nimmt die Reise aber dann doch auch 2.5 Stunden in Anspruch.

Die elegante Fähre nimmt neben vielen Autos und Lastwagen auch Fussgänger auf die Reise mit. Allerdings müssen letztere ihr Gepäck selber aufs Schiff tragen. Zuerst einmal eine Treppe bis zur Eingangstüre, dann zwei Geschosse bis zum Oberdeck. Mit zwei schweren Koffern und den Rollkoffern ist das eher mühsam, zumal auch viele Passagiere ohne Gepäck auf den Treppen unterwegs sind. Immer wieder muss man als Schwerstschlepper ausweichen. Eher unangenehm. Am Zielort dann dasselbe wieder rückwärts, Das nächste Mal doch wieder fliegen?
Für die ersten beiden Nächte auf Gran Canaria buchte ich ein Hotel in Agaete, da wir erst um 17:30 anlegten und ich nicht noch weit fahren wollte.

Von Agaete aus machten wir einen ganztägigen Ausflug in die Gegend im nördlichen Gran Canaria, eine Gegend, welche ich nur von wenigen Durchfahrten kenne. Viele tiefe Barrancos ziehen sich hier vom Inselinnern her hinunter ans Meer. Brücken gibt es keine, was bedeutet, dass man jeden Barranco voll ausfahren muss. Zuerst hinunter, dann auf der anderen Seite wieder hinauf. Dies immerhin in einer eindrücklichen Landschaft.

Bushaltestellen gibt es selbstverständlich auch auf Gran Canaria, auch hier heisst der Bus Guagua. Zur Herkunft des Wortes fand ich übrigens eine gute Erklärung (Klick mich!).

An einer Stelle im Hinterland gab es noch Höhlenwohnungen, in welchen eine Bauernfamilie noch heute wohnt. Weite Strecken dieser Gegend werden landwirtschaftlich genutzt, jede kleine flache Ebene wird ausgiebig beackert. Der Boden scheint sehr fruchtbar zu sein.

Kirchen gibt es selbstverständlich auch in jedem noch so kleinen Dorf. Dieses eindrückliche Gebäude steht in der Gemeinde Santa María de Guía de Gran Canaria, ganz in der Nähe unseres Ausgangspunktes.

Am Dienstag fuhren wir dann in den Süden nach Playa Feliz in der Nähe von Playa del Inglés, aber weg vom dortigen Rummel. In einer Siedlung mit Ferienwohnungen fanden wir eine schöne, ausgezeichnet eingerichtete Wohnung mit schöner Meersicht. Da wir die Gegend im Süden von Gran Canaria gut kennen, lassen wir es hier langsam angehen und geniessen vor allem die Spaziergänge am Meer.

Am Samstag machten wir einen Ausflug nach Puerto Mogán, wo an diesem arbeitsfreien Tag viele Einheimische am Strand waren.

In der C-freien Zeit wären hier wohl sämtliche Liegestühle belegt, bei unserem Besuch waren lediglich einige wenige in Gebrauch. Es gibt immer noch nur wenige Touristen auf der Insel.

Den Schlusspunkt des Wochenberichts macht für einmal eine Blume, ein gelber Hibiskus.
