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- Kategorie: Costa Rica 22
Zu den Karibik-Stränden im Süden

Um 08:30 ging es heute früh los, ein Taxi-Boot holte uns bei der Lodge ab und brachte uns ins etwa 3 km entfernte Tortuguero-Village, von wo uns das grösssere Boot zurück nach Pavona brachte. Im Taxi-Boot haben maximal 8 Personen inklusive Gepäck Platz.

Die längeren Boote mit 27 Sitzplätzen kommen für die Fahrt durch den grossen Kanal nach Pavona zum Einsatz. Die Fahrt über 18 km sollte eigentlich eine knappe Stunde dauern, doch da der Fluss momentan sehr wenig Wasser führte, musste unser Schiffsführer immer wieder verlangsamen und den Untiefen ausweichen. Wir waren schliesslich knappe 90 Minuten unterwegs.

Die Anlagestelle in Pavona ist eine Sandbank, von wo aus das Gepäck über die Böschung hochgetragen werden muss. In der Trockenzeit ist das kein grosses Problem, in der Regenzeit ist hier aber eine richtige Schweinerei mit knöcheltiefem Schlamm. Es wird angesichts der vielen Touristen im Tortuguero-Nationalpark langsam Zeit, dass diese Anlegestelle etwas verbessert wird.
Unser Auto, welches in Pavona stand, sollte uns heute in die Gegend von Limon bringen, eine Fahrstrecke von etwa 150 km auf einer gut ausgebauten Strasse. Limon liegt südlich des Tortuguero und ist zuerst einmal der grösste Hafen an der Karibik-Küste von Costa Rica. Hier werden die in der Gegend angebauten Bananen in Richtung Europa verschifft. Die vielen Sattelschlepper auf der Strasse sorgen ihrerseits für einen dichten Verkehr und erfordern eine grosse Aufmerksamkeit.
Ich buchte uns noch kein Hotel, da ich die Länge der Fahrt nicht einschätzen konnte. Wir wollten etwas südlich von Limon logieren und diese Unterkunft dann als Ausgangsbasis für einen Besuch in der Stadt nutzen. Die Strasse in Richtung Limon wird aktuell erweitert. Eine neue Fahrbahn wird hinzugefügt und schliesslich soll es eine 4-spurige, richtungsgetrennte Strasse werden. Aktuell bedeutet dies leider, dass die Höchstgeschwindigkeit während knapp 90 km auf 30 km/h begrenzt ist. Die meisten Fahrer halten sich daran, sogar die vielen Sattelschlepper mit Containern voller Bananen fahren meist nicht schneller. Nur ab und zu geht es etwas schneller. Entsprechend lange waren wir heute unterwegs.

Unser Hotel gilt als beste Unterkunft bei Limon, es liegt am Strand knapp 10 km südlich der Stadt. Als wir nach unserer Ankunft ans Meer wollten, waren einige der Wege gesperrt. Ein Zeichen an einem Baum wies auf den Grund hin: Kein Durchgang, Kokosnüsse fallen! Wir wichen diesen gefährlichen Bäumen aus, eine solche grosse Nuss auf die Nuss zu kriegen war keine verlockende Aussicht.

Der Strand besteht auch hier aus sehr feinem Sand, das Meer ist jedoch wild und vom Baden wird auch hier abgeraten. Dementsprechend gibt es auch viel Strandgut, meist angeschwemmtes Holz. Kleine Stücke, aber auch ganze Baumstämme von einigen Metern Länge liegen am Meer. Da ohnehin kaum jemand ans Meer geht, wird hier auch nicht gross geputzt.
