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- Kategorie: Costa Rica 22
Von Tamarindo übers Meer nach Puntarenas
Heute war es Zeit, uns von Tamarindo auf der Nicoya Halbinsel zu verabschieden. Unser nächstes Ziel war Puntarenas, wieder auf dem Festland. Es führen zwei Wege dorthin, einerseits über eine Brücke im Norden bei Santa Cruz und andererseits mit der Fähre im Süden, die eine gute Stunde für die Überfahrt braucht. Wir entschieden uns für die Fähre.

Unser erster Etappenhalt galt Nicoya, der Hauptstadt der Halbinsel. Die Stadt gilt als der älteste Ort von Costa Rica. Die Stadtkirche San Blas stammt aus dem Jahr 1544, wurde aber nach einigen Erdbeben und Bränden mehrfach wieder aufgebaut. Sie ist angeblich die älteste Kirche von Costa Rica. Das las ich aber schon bei anderen Kirchen. Entweder älteste, noch in Betreib oder dann älteste überhaupt, oder ... Hauptsache ein Superlativ.

Der Innenraum ist schlicht mit einer hübschen Holzdecke. Der Steinboden ist ebenfalls gut erhalten. Nicoya gilt als der Ort in Costa Rica, wo am meisten 100-jährige Menschen weltweit leben. Das Klima muss etwas für sich haben …

Neben der Kirche stand dieses hübsche Haus. Leider wie so oft auch hier ein Auto direkt vor dem Haus.

Die Kirche steht direkt neben dem Stadtpark, den wir selbstverständlich ebenfalls besuchten. Dieser riesige Iguana kletterte gerade auf einen Baum, als wir vorbei gingen. Das Tier misst gut 1.5 m vom Kopf bis zur Schwanzspitze. Ein völlig harmloses Tierchen, auch wenn er mit seinen Dornen furchterregend aussieht.

Auch ein Kiosco gehört zum Stadtpark, für einmal sogar ein sehr grosser. Hier gab es heute Freitag kein Konzert. Auch sonst sah er nicht sehr benutzt aus.

Die Fähre legt von der Südspitze der Halbinsel im kleinen Kaff Paquera ab. Die ersten PWs, zu denen auch ich heute gehörte, fahren durch diese Klappe ins Unterdeck. Am Zielort geht eine Klappe auf der anderen Seite der Fähre auf, so dass man gerade aus wieder auf festen Boden fahren kann. Die Lastwagen bleiben auf dem oberen Deck, für die Passagiere gibt es zwei Decks, auf denen Sitze und auch eine Bar installiert sind.

Schwimmwesten stehen für sämtliche Passagiere zur Verfügung, diese werden aber erst im Notfall heraus gegeben. Die Instruktion hat mich trotzdem fasziniert, auch wenn ich froh bin, dass ich das erlernte Wissen nicht anwenden musste. Insbesondere der Schritt 6 sieht speziell aus. Mit Schwimmweste von einem oberen Deck Füsse voran ins Meer zu springen braucht schon etwas Mut, auch wenn das Wasser angenehm warm ist. Der Tipp mit dem Zuhalten der Nase wäre sicher sehr viel wert, da sonst die Nase voller Wasser wäre. Das erinnert mich an unsere Sommerbadeferien im Schwimmbad Adliswil, als wir beim Sprung vom 3m Brett uns ebenfalls die Nase zuhielten.

Ich verwende auf Reisen gerne eine Wörterbuch App (dict.cc.plus für iOS), in welcher ich mir unbekannte Worte nachschlagen und auch für späteres Lernen speichern kann. Den Ausdruck „Pañol“, den ich an einer Türe auf dem Schiff sah, wurde mit „Hellegatt“ übersetzt. Es war ein kleiner Raum, in welchem Sachen aufbewahrt wurden. Hellegatt stammt aus dem Mittelniederdeutschen und bedeutet in der Schifffahrt eben einen kleinen Raum, in welchem allerlei Gerümpel aufbewahrt wird. Ursprünglich offenbar auch Höllenloch. Interessant, was man alles lernt!

Bald schon näherte sich das Festland mit der Stadt Puntarenas, unserem heutigen Etappenziel. Im Hintergrund die Berge rund um den Monteverde-Nationalpark. Sobald wir auf der Fähre sassen, buchte ich unser Hotel in Puntarenas. Als wir eincheckten, wurden wir in eine schöne Ferienwohnung mit Sicht über den Mangrovenwald up-gegradet. Das liessen wir uns selbstverständlich gerne gefallen.
