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- Kategorie: Costa Rica 22
Anstrengende Wanderung im Manuel Antonio Nationalpark
Heute hiess es früh aufstehen, bereits um 07:00 wartete unser Frühstück. Um 08:00 hatten wir das Recht, in den Manuel Antonio Nationalpark zu gehen. Pro Tag dürfen aktuell gerade mal 1000 Personen den Park besuchen und eine vorrangige Reservation im Internet ist unabdingbar. Bereits am Vorabend buchte ich unsere Pässe entsprechend. Am Morgen ist die Temperatur im Park noch auszuhalten, später wird es nur noch heisser und feuchter. Einige der Wege führen von schönen Stränden hinauf zu Aussichtspunkten auf 120 resp. 130 m.ü.M und dies bei Temperaturen über 30°.

Bereits am Vorabend fotografierte ich in unserem Hotel eine grosse Landkrabbe, die sich vor unserem Zimmer in einem Graben versteckte. Das gut Handteller grosse Tier war eines von vielen, seine Artgenossen sahen wir an vielen Stellen im Park als Gerippe. Offenbar werden diese gerne von Räubern gefressen.

Die ersten Tiere im Park waren zwei Fledermäuse, welche den Tag unter einem Blatt einer Strelizie verschlafen. Dort sind sie vor Regen geschützt, nicht jedoch vor den neugierigen Blicken der Touristen.

An einem der schönen Strände innerhalb des Parks gab es viele Einsiedler-Krebse mit unterschiedlichen Behausungen. Dieses Exemplar lief auf einem angeschwemmten Baumstamm umher.

Auch auf dem feien Sand kann "krebs" mit seinem Gehäuse krabbeln.

Iguanas gibt es auch in Manuel Antonio in grosser Zahl, sie kraxeln auf die Felsen und lassen sich von der Sonne die Glieder aufwärmen. Als Wechselblüter geniessen sie jeden Sonnenstrahl.

Neben einem der Wanderwege suchte ein Agouti im Laub nach Fressbarem. Diese Tiere sind mit den Meerschweinchen verwandt, welche bei uns als Haustiere gehalten werden. Als Vegetarier ernähren sie sich von Früchten, Nüssen und auch Wurzeln. In Südamerika sind sie die einzigen Tiere, welche die Paranüsse mit ihren starken Zähnen öffnen können.

Von einem der Aussichtspunkte auf 120 m.ü.M. machte ich dieses Bild, aber erst, nachdem ich einige Minuten ausgeruht und abgekühlt hatte. Der Aufstieg war extrem schweisstreibend und sowohl die Kleider als auch der Rucksack waren ziemlich durchgeschwitzt.

Ein Weg zuerst 30 m hinunter und dann wieder 40 hoch brachte uns zum zweiten Aussichtspunkt auf 130 m.ü.M.. Von hier aus geht der Blick in Richtung Osten hin zum restlichen Nationalpark. Dieser ist auf viel längeren Wanderwegen zu erreichen, für uns aber zu weit weg.

Der tropische Regenwald ist auch ein Paradies für Pilze, welche vorwiegend auf Bäumen leben. Sowohl lebende als auch abgestorbene Bäume dienen ihnen als Lebensplatz.

Um welche Pilzart es sich hier wohl handelt? Dieser Pilz ist etwa 10 cm breit. Er lebt auf einem abgestorbenen Ast und hilft mit, diesen abzubauen und die darin enthaltenen Nährstoffe wieder in den Boden zurück zu bringen.

Einzelne Exemplare kleben wie dünne Folien an den Ästen.

Verschiedne Ohr-förmige Pilze bauen diesen abgestorbenen Ast ab.

An einer Stelle raschelte etwas im Laub und beim genaueren Hinsehen entdeckte ich den Verursacher. Eine kleine Echse von knapp 10 cm Länge, deren Namen ich nicht kenne, suchte im Laub nach Essbarem. Sobald sie mich bemerkte, verharrte sie regungslos und erst als ich mich abwandte, ging sie weier ihres Weges.

Unsere Baumwanzen sind vermutlich mit diesen Wanzen verwandt. Die Costa-Ricanischen sind aber viel grösser, jede ist etwa 2.5 cm lang.

Ein Drei-Zehen-Faultier gehört zum Manuel Antonio Nationalpark. Kurz vor dem Ausgang sahen wir heute noch eines. Allerdings recht weit oben in einem Baum bei schlechtem Licht, daher das mässig gute Bild.

Als wir schon wieder zurück im Hotel waren, erhielten wir Besuch von Kapuziner-Äffchen. Die frechen Kerle klauen alles, was ihnen in die Hände gerät. Man passt besser auf alle kleineren und leichteren Sachen auf, sonst verschwinden diese alsbald. Leider gibt es immer wieder Touristen, welche die Affen füttern, so dass sich diese an Menschen gewöhnen und die natürliche Scheu verlieren. Dazu kommt noch, dass ihnen die menschlichen Nahrungsmittel überhaupt nicht bekommen und viele davon krank werden. Idioten (nicht die Affen) …

Dieser kleine Kerl setzte sich auf einen Baumstrunk und suchte von seinem Hochsitz aus nach Sachen, die er mir klauen konnte. Es gab aber nichts und bald schon zog er ab.
