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- Kategorie: Florida 22
Key West, der südlichste Punkt unserer Reise
Die Insel Key West liegt gut 200 km südlich von Homestead auf dem Festland. Sie ist über eine lange Kette von kleineren Inseln und Brücken gut erreichbar. Key West ist zugleich der südlichste Punkt unserer diesjährigen Reise und auch der kontinentalen USA.

Die längste der Brücken ist die sogenannte 7-Mile-Bridge, die knapp unter 7 Meilen (10'931 m) lang ist. Doch wer will schon so pedantisch sein. Parallel zur Strassenbrücke gibt es - hier auf der rechten Seite - noch Reste der ursprünglichen Brücke, welche als Eisenbahn-Brücke konstruiert wurde. Teile davon wurden als Fussgänger- und Fahrrad-Brücke wieder hergestellt. Nach knapp 2 Meilen ist jedoch Schluss, sie ist heute nicht mehr durchgehend.

Mitten in Key West endet die US 1, die Strasse, welche von Fort Kent in Main an der kanadischen Grenze beginnt und über 3’813 km bis hierhin führt.

Der südlichste Punkt der kontinentalen USA wird durch diesen Poller markiert. Von hier aus sind es noch 90 Meilen bis Kuba. Viele Touristen fotografieren sich hier, täglich bildet sich eine lange Schlange von Leuten, die auf ihre Gelegenheit warten. Mich faszinierte mehr das unscheinbare gelbe Häuschen auf der linken Seite.

Hier begann das Unterseekabel, welches Key West mit Havanna auf Kuba verband und über welches am Weihnachtstag 1900 ein erstes Telefongespräch stattfand. Nach längerer Wartezeit antwortete Havanna offenbar mit „I don’t understand you“. Aber immerhin funktionierte die Leitung.

In Key West ist alles „southernmost“, so auch dieser Tattoo-Shop. Auch viele Hotels, Restaurants, Bars und Geschäfte werben mit dem Adjektiv des südlichsten irgendetwas.

Das alte Kino Strand aus dem Jahr 1921 hat heute einen anderen Mieter gefunden. Mit Walgreens ist hier eine grosse Ketten-Apotheke zuhause.

Eines der typischen Häuser an der Duval-Street, der Hauptstrasse durch den Ort. Auch hier ein Laden mit Touristen-Mist.

Marode Infrastruktur? Strom- und Telefoniekabel zeugen vom Zustand der Infrastruktur in den USA. Stromleitungen sind fast ausschliesslich über Grund und dementsprechend fällt häufig der Strom aus, wenn nur etwas stärkerer Wind bläst. Was wohl hier geschah?

Der frühere US Präsident Harry Truman lebte in diesem Haus, wenn er einen Rückzug vom Polit-Geschehen in der Hauptstadt brauchte. Heute ist hier ein Museum untergebracht.

Dieses Kino ist noch in Betrieb. Es liegt auch nicht an der Duval-Street und kann so noch kostendeckend betrieben werden. An der Duval wäre auch hier ein Souvenir-Geschäft eingezogen. Die zahlen höhere Mieten.

Weihnachten steht vor der Tür wie dieses Haus zeigt. Die Besitz sind offenbar riesige Fans der Festtage.

Zigarren waren früher ein grosses Geschäft in Key West. Noch heute gibt es noch einige solche Manufakturen. Diese hier wirbt mit „Cuban Leaf Cigars“, die Tabakblätter kämen aus Kuba. Alle Importe von der Insel sind jedoch seit vielen Jahren untersagt, auch Zigarren dürfen von dort nicht importiert werden. Richtige Aficionados zahlen grosse Summen für eche kubanische Puros.

Als wir auf dem Rückweg zum Hotel waren verdunkelte sich der Himmel und ein gigantisches Gewitter begann. Wir waren glücklicherweise nahe eines Cafés, wo wir das Schlimmste bei einem solchen Getränk abwarten konnten. Trotzdem erhielten wir auf den letzten 200 m zum Hotel noch eine Dusche.
