- Details
- Kategorie: Teil II: Südafrika von Durban nach Johannesburg mit Ruth
Zwei Tage im Ndumo Game Reserve
Unsere nächste Station brachte uns ganz nahe an die Grenze zu Mozambique im Osten von Südafrika. Wir buchten ein Hotel ausserhalb des Parks, da die Lodge im Park über kein Restaurant verfügt und wir nicht selber kochen wollten.

Nachdem wir im Tembe verzweifelt nach Giraffen Ausschau hielten und erfolglos blieben, waren wir hier erfolgreicher. Schon kurz nach dem Gate machte uns eine Giraffe ihre Aufwartung.

Bald schon kamen zwei weitere dazu und wir waren fürs erste happy.

Immer wieder gefallen mir die Portraits dieser hochnäsigen Tiere. Sie schauen immer so mitleidig auf den Touristen herunter, wie er in seinem Blechkiste sitzt und schwitzt.

Eine Hauptattraktion des Parks sind Wasservögel, Hippos und Krokodile. An einem Aussichtspunkt an einer Wasserstelle sahen wir ein paar White Pelicans, einige Löffler sowie andere kleine Vögel. Im Hintergrund liegt ein Hippo im Wasser, von meinem Standpunkt aus lediglich als zwei kleine Punkte wahrzunehmen. Leider zu weit weg für grössere Bilder.

Ein Beobachtungsturm verschafft eine gute Übersicht über die Gegend. Dicht bewaldet und nur ab und zu ein kleines Gewässer. Am Horizont liegt schon Mozambique.

In der Nordöstlichen Ecke des Parks liegen die Red Cliffs direkt am Maputo River. Am anderen Ufer liegt Mozambique, der Fluss markiert die Grenze zwischen den beiden Ländern. Für die Wildtiere ist diese Grenze nicht offen, auf der anderen Seite wird noch gejagt und viele der dortigen Tiere sind entsprechend scheu und die Elefanten auch aggressiv.

Etwas abseits des Aussichtspunkts gibt es eine Bushtoilette. Von hinten ein unscheinbares Holzhaus.

Einfach ein Plumsklo, doch …

… mit einer grossartigen Aussicht direkt auf den Fluss und die Kühe am anderen Ufer. Da wir während unseres ganzen Aufenthalts im Park kein einziges anderes Auto trafen, war diese Toilette vor Blicken geschützt.

Bei der Ausfahrt aus dem Gate brauchen Besucher einen Passierschein, den man im Main Camp nach der Bezahlung des Eintritts erhält. Der nette Herr dort hat eine interessante Unterschrift. Inhaber der südafrikanischen Wildcard bezahlen hier keinen Eintritt, diese deckt insgesamt 90 Parks in Südafrika ab und bietet während eines Jahres unbeschränkten Zugang zu sämtlichen Nationalparks.
Der Park war was die Tiere betrifft eine Enttäuschung. Ausser den Giraffen und Vögeln sahen wir fast nichts. Einige Nyalas, zwei, drei Warthog und einige kleine Vögel. Der dichte Wald und Busch versteckt die Tiere sehr gut. Der Park bietet geführte Touren in die Feuchtgebiete an, die für uns aber nicht möglich waren, da eine bereits um 05:00 und die andere erst um 15:00 losging. Nach drei Stunden hätte ich in der Dunkelheit zum Hotel zurückfahren müssen, was ich in Afrika nicht gerne mache. Zuviele Tiere und Leute auf der Strasse und sehr schlechtes Licht am Fahrzeug.