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- Kategorie: Teil II: Südafrika von Durban nach Johannesburg mit Ruth
Eine Rundfahrt rund um den Blyde River Canyon
Wir buchten uns für zwei Nächte in der Blyde River Canyon Lodge ein Zimmer und machten heute eine ganztägige Rundreise um den Canyon. Wir kamen erst am späteren Nschmittag an und genossen noch etwas die schöne Umgebung der Lodge.
Nachdem es die letzten beiden Tage meist geregnet hatte und wir ohnehin viel fahren mussten, fotografierten wir nicht. Heute sah der Himmel schon am Morgen vielversprechend aus und wir fuhren zeitig los.

Der Himmel war zwar noch mit Wolken überzogen, doch das Blau zeigte sich immer wieder dazwischen. Die roten Felsen lassen ihre Farbe erahnen.

Die südafrikanischen Weihnachtsbäume in dieser Gegend sind Mango-Bäume mit kleinen, schon reifen Mangos. Leider gab es in keinem der Hotels frische Mangos und diejenigen, die unterwegs an Strassenständen angeboten wurden, kauften wir nicht, da sie ohne richtiges Werkzeug nicht zu essen sind.

Ab und an boten lokale Künstler afrikanische Tiere aus Blech an, hier ein Elefant und ein Hippo. Diese sind unpraktisch zu transportieren, da sie viel zu gross sind. Und wo sollten wir diese grossen Blechteile zu Hause aufstellen? So blieb es bei den Fotos, deren Verwendung ist klar.

Ein Flamboyan in Vollblüte passt sehr gut zu den teilweise bizarren Bergen im Hintergrund.

Bald schon entdeckte ich am Strassenrand einen ersten, noch kleinen Baobab (Adansonia digitata), einer meiner Lieblingsbäume. Davon werden wir im Kruger-Nationalpark noch einige, auch sehr grosse, sehen.

Die Strasse verlief an einer Stelle durch ein Tunnel, das zwar klein war, doch viel Umweg ersparte. Wie immer, wenn eine Attraktion an der Strasse die Touristen zum Stoppen verleitete, gab es viele Stände, wo die lokale Bevölkerung Souvenirs anbot.

Der erste Stopp galt den Tree Rondavels, drei kleine Bergspitzen, die an die traditionellen Behausungen vieler Schwarzer in Südafrika erinnern sollen.

Eine andere Ansicht der Rondavels mit einem Stausee, der nahe unserer Lodge lag. Diese liegt vom Aussichtspunkt aber gute 100 km auf der Strasse entfernt.

Trottel:innen gibt es auch in Südafrika: das Schild verbietet den Zugang zu diesem Punkt, die Dame liess sich davon aber nicht abhalten, um ein Selfie von sich schiessen zu können.

Die Bourke’s Luck Potholes waren der nächste Halt. Dort kommen zwei Flüsse zusammen und bilden spektakuläre Felsformationen. Der kleine Fluss mündet an dieser Stelle in den Blyde-River und muss dazu einige Meter an Höhe verlieren. Kleine Wasserfälle wechseln sich mit …

.. tiefen Schluchten ab, welche die Flüsse in die Felsen gegraben haben.
Der kleine Fluss mündet an dieser Stelle in den Blyde-River und muss dazu einige Meter an Höhe verlieren.

Wenn bei grossen Regenfällen viel Wasser durchfliesst, bilden sich die Potholes, bei uns als Gletschermühlen bekannt.

Das Gelände ist sehr weitläufig, doch an den kritischen Stellen gibt es Brücken, befestigte Wege und auch immer wieder Geländer. Die Anlage ist so auch für mich gut machbar, auch wenn mir Ruth an einigen Stellen behilflich sein musste.

Auf der Fahrt zur nächsten Attraktion führte die Strasse durch verschiedene Landschaften. Die ganze Gegend ist auf Kalk gebaut, überall lagen grosse Brocken herum und auch kleiner Canyon gab es immer wieder.

Eine der bekanntesten Stellen auf der Rundfahrt heisst God’s Window, das heute zwar eine schöne Sicht ins Tiefland ermöglichte, doch war es nicht sehr spektakulär. Bei unserem letzten Besuch in dieser Gegend sahen wir gar nichts, meist liegt hier dichter Neben. Einige Bilder der Reise gibt es in meinem Bericht.

Der Pinnacle, eine frei stehende Kalksäule war die letzte Sehenswürdigkeit, die wir ansahen. Auch diese sah bei unserem letzten Besuch nicht so spektakulär aus.

Bei der Rückfahrt zur Lodge fuhren wir an einer Werkstatt vorbei, wo aus alten Auspuffen eine Skulptur gemacht wurde. Weggeschmissen wird nichts, wer weiss.