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- Kategorie: Winterreise 15 / 16 - Erste Etappe - South Africa
Tollpatschige Vögel südlich von Kapstadt

Bei Simon’s Town, etwa 50 km südlich von Kapstadt, leben an einem Strand etwa 2’200 African Penguins. Diese können von einem Boardwalk aus gut beobachtet werden, ohne dass die vielen Besucher die Umgebung stören würden. Gestern Abend waren wir für einen Besuch bei den Vögeln zu spät dran, so dass wir heute morgen hinfuhren. Zur Zeit sind die meisten Vögel am Strand, da viele gerade in der Mauser sind.

Einmal im Jahr ersetzen die Pinguine ihr Federkleid vollständig und während der 21 Tage, welche die Mauser dauert, können sie nicht ins Wasser, da die neuen Federn noch nicht wasserabweisend sind. Entsprechend können sie auch nichts fressen und nehmen entsprechend ab. Vor der Mauser fressen sie sich voll, so dass sie die nahrungslose Zeit gut durchstehen. Auch einigen Menschen würde eine solche jährliche Prozedur nur gut tun!

Zwei der putzigen Kerlchen sind schon nahezu neu eingekleidet. Von nur gerade 2 Brutpaaren 1982 wuchs die Kolonie auf die genannten 2’200 Exemplare. Einerseits wurden früher die Eier geerntet und verkauft, aber auch die Schleppnetz-Fischerei in der Bucht tötete viele Vögel und die Nahrungsgrundlage wurde ihnen entzogen.

Diese vier Vögel kamen gerade von ihrem Beutefang zurück und watschelten an Land. Sie sehen sehr unbeholfen aus, wenn sie mit abstehenden „Armen“ rudern, um das Gleichgewicht zu behalten. Im Wasser sind sie offensichtlich sehr agil, sie können mit bis zu 4 km/h schwimmen.

Nach dem Besuch bei den Pinguinen fuhren wir im Norden der Stadt an einen Strand, von wo aus der berühmte Tafelberg hinter der Stadt gut sichtbar ist. Der saubere Strand sieht zwar sehr schön aus, das Wasser ist jedoch alles andere als einladend. Niemand ist am Baden, einige Leute spazieren am Strand entlang.

Beim Parkplatz fiel mir diese Beschriftung auf, welche ich sogar ohne jegliche Kenntnisse der lokalen Sprache verstand. Nicht gerade nett, was hier gesagt wird, aber hoffentlich effektiv.

Paul und ich wollten zum Abschluss des Tages noch auf den Tafelberg fahren, leider war die Bahn geschlossen, da zu starke Winde die Seilbahn in ihrer Funktion blockierten. Die Protea liessen sich vom Wind nicht beeindrucken. Statt der Fahrt mit der Seilbahn auf den Tafelberg machten Paul und ich uns auf den Weg nach Camps Bay, wo wir ein Restaurant für unser Nachtessen suchen wollten und auch fanden.

Nach dem feinen Fischessen legte sich der Himmel eine rote Wolkendecke zu, so dass ich wieder einmal zu einem schönen Sonnenuntergang kam.
