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- Kategorie: Winterreise 15 / 16 - Vierte Etappe - Costa Rica
Radikaler Szenenwechsel: Vom Hochland zum Pazifik
Unsere nächsten beiden Stationen liegen am Pazifik, so dass wir heute vom Hochland rund um den Arenal hinunter fuhren. Das Klima änderte sich ebenfalls: Von den 25 Grad rund um den Vulkan zu 35 Grad mit hoher Luftfeuchtigkeit am Meer.
Nach den beiden Tagen, an denen sich der Vulkan kaum je zeigte, hatten wir heute mehr Glück. Die Strasse führt entlang des Arenal-Sees und immer wieder öffneten sich schöne Blicke durch die dichte tropische Vegetation auf den See und dem dahinter liegenden Vulkan.
Für einmal war er sogar bis hin zur Spitze wolkenfrei und der perfekte Vulkan-Kegel war sichtbar. Im Vordergrund der dichte Regenwald, der immer noch weite Teile Costa Ricas überzieht.
Und weil es so schön ist, hier noch das letzte Bild des Arenal kurz bevor wir den See hinter uns liessen und den Abstieg zum Pazifik unter die Räder nahmen. Die Fahrt von La Fortuna bis hierhin beanspruchte zusammen mit den diversen Foto-Halten sowie einem Stopp in einem schön gelegenen Kaffee mit Aussicht auf den See mehr als eine Stunde.
Ich konnte mir nicht verkneifen, dieses Bild zu schiessen. Es gibt offensichtlich verschiedene Fotografen. Zur Verteidigung von Kurt muss ich aber erwähnen, dass er die ganze Strecke gefahren ist.
Dann der grosse Moment: Für Ruth war es das erste Mal, dass sie den Pazifik sah. Hier erst als dünnen blauen Streifen in der Ferne. Das Bild hat auch lediglich dokumentarischen Wert. Ich fotografierte aus dem fahrenden Auto.
Eine Brücke führt über einen Fluss, der von Krokodilen bevölkert ist. Das konnten wir uns natürlich nicht entgehen lassen. Wir hielten an und gingen zu Fuss über die Brücke bis zur Stelle, wo die Sicht auf die Tiere gut war.
Einige der grossen Monster wärmten sich am Ufer in der Sonne, während andere im Wasser auf der Lauer lagen. Die Kühe trauten sich kaum ans Wasser, dies obwohl sie für die Krokodile zu gross waren. Der Bauer würde sie wohl kaum hier weiden lassen, wenn die Reptilien für sie eine Gefahr darstellen würden.
Wenn diese Urviecher aus dem Wasser steigen, sehen sie furchterregend aus. Sie gehen kaum grössere Distanzen ausserhalb des Wassers, meist lassen sie sich schon nach kurzer Zeit auf den Bauch fallen und bleiben dann für längere Zeit reglos liegen. Lediglich das Maul ist geöffnet.
Schon beim ersten Besuch am Pazifik einen schönen Sonnenuntergang sehen wollen: Ist das nicht etwas viel verlangt? Heute meinte es die Natur gut mit Ruth und schenkte ihr einen solchen.
