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- Kategorie: Winterreise 15 / 16 - Sechste Etappe - Mexico
Eine neue Er-„Fahrung“ - Mit dem Bus von Cancun nach Merida

Heute morgen war das Wetter viel besser. Zwar immer noch kühl, doch ging die Sonne über dem Meer auf. Die Welt sieht doch schon viel besser aus, wenn sich die Sonnenstrahlen zeigen. Zwar hatte es immer noch einige dunkle Wolken am Himmel, aber diese dienten nur dem Fotografen für ein interessantes Bild.

Kurz vor Mittag fuhr unser Bus von der zentralen Busstation in Cancun los. ADO-Platinum sind die Luxux-Busse in Mexico, welche lediglich 15 Sitzplätze haben und in vier Stunden die gut 330 km zurücklegen. Sehr bequem und für schweizerische Verhältnisse recht günstig. 30 CHF kostet die Fahrt. Alleinde die Autobahngebühren von Cancun nach Merida würden schon mit 25 CHF zu Buche schlagen. Dazu kommen natürlich noch die Kosten des Mietautos. Die Fahrt selber ist langweilig, da die Autobahn über weite Strecken im Wald verläuft und links so und rechts der Fahrbahn jeweils sofort hohe Bäume und Gebüsch stehen. Sicht auf die Landschaft gibt es fast nirgends.

Am Sonntag ist in Merida jeweils „Mérida en Domingo“, die Innenstadt rund um die Placa Central ist dann autofrei und in den Strassen gibt es viele kleine Marktstände und viel Live-Musik. Die Kathedrale leuchtete im späten Nachmittagslicht warm, obwohl die Luft immer noch recht kühl war.

In einer der Hauptstrassen gab es eine Vorstellung einer Volkstanzgruppe, welche zu lauter Musik ihre Künste zeigte. Die meisten der Zuschauer waren Einheimische, von denen viele manche Sonntagnachmittage hier verbringen und die jeweiligen Aufführungen laut beklatschen.

Mexikanische Familien haben oft mehrere Kinder, mit welchen auch hier ein gutes Geschäft gemacht werden kann. Luftballone in allen Formen und Farben waren bei den jungen Meridanos (so nennen sich die Einwohner Meridas selber) sehr beliebt. Einige Verkäufer hatten eine grosse Vielzahl von Balllonen im Angebot.
In einer Seitenstrasse steht eine blutrote Kirche mit einem interessanten Namen: Capilla de Nuestra Señora del Rosario Del Hospital De San Juan de Dios. Dieses Gebäude wird allerdings schon lange nicht mehr als Kirche genutzt. Während einigen Jahren war hier ein städtisches Museum untergebracht, zur Zeit steht es einfach leer.
Beim Hauptplatz fand ein Konzert der Polizeiband statt, die mit ihren Trommeln und Trompeten einen infernalischen Lärm veranstalteten. Wichtiger noch als ein fehlerfreies Spiel war hier die möglichst strenge Mine, welche alle Musiker aufsetzten.

Als die Band fertig gespielt hatte, wurde die Nationalflagge auf dem Hauptplatz eingeholt und von sechs zackig marschierenden Polizisten weggetragen.
Kaum war die Flagge weggeräumt kam eine Mariachi-Band zum Einsatz, welche auf der grossen Bühne auf dem Hauptplatz ein Konzert gab. Hier eine kleine Kostprobe ihres Könnens.
