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- Kategorie: Winterreise 16 / 17 - Erste Etappe: South Africa
Endlich doch noch geschafft, dafür dann gerade richtig!
Der heutige letzte Tag im Krüger-NP löste mein grösstes Problem. Ich versprach Ruth, dass sie noch die eine oder andere Katze sehen würde. Bisher - in 9 Tagen - leider vergeblich. Das sollte sich heute ändern, aber alles der Reihe nach.
Noch vor dem Frühstück machten wir uns auf den Weg zu einem Early Morning Drive, in der Hoffnung, doch noch eine Katze zu sehen. Ein Helmeted Guinea Fowl war eines der ersten Tiere, welches uns seine Aufwartung machte. Für einmal gelang mir sogar eine mehr oder weniger scharfe Aufnahme dieses interessanten Vogels.
Rhinos hinterlassen gigantische Sch…haufen, wenn sie mal müssen. Diese sind willkommenes Futter für die Dung-Beetle, eine Käfer-Art, die mit den Skarabäern verwandt ist. Sie formen aus der Sch… grössere Kugeln und rollen diese über weite Strecken zu einer Höhle, wo sie sie als Ablageort für ihren Nachwuchs einsetzen. Am Besten geht dies natürlich mit frischer, noch feuchter Sch… .
Ruth gelang eine Aufnahme eines Sch…-rollenden Käfers mitten auf der Piste, der seine Beute über diese rollend in Sicherheit bringt.
Gute Fotomotive beim Warten auf die Katzen geben immer auch Zebras her, insbesondere, wenn sie gerade am Wasser sind und ihren Durst stillen.
In einem lockeren Wäldchen war die erste Foto-Beute des Tages: Zwei Löwinnen, welche im Schatten vor sich hin dösten. Die beiden waren leider etwas weit entfernt, so dass sie nur schwer zu erkennen waren. Aber lieber Löwen weit weg, als gar keine Löwen.
Für meine Leser, die sich Löwen nur schwer vorstellen können, hier ein Bild eines Männchens meiner letztjährigen Reise im Krüger-NP.
Webervögel waren auch heute wieder mit ihren Bauarbeiten beschäftigt. Gerade fünf Baumeister im selben Bild ist doch eher selten. Ob die Bauten wohl auch mit der Brut an den dünnen Grashalmen halten?
Am späteren Nachmittag zog ein Gewitter auf, welches sich kurz darauf mit einem leichten Regen entlud. Immerhin etwas Wasser, welches aber sehr schnell vom trockenen Boden aufgesogen wurde. Die Tropfen auf der Windschutzscheibe waren trotz allem eine willkommene Abwechslung.
Ein frisch gewaschenes Nashorn mit seinem Jungen betätigte sich als Rasenmäher, die beiden nahmen von uns keinerlei Notiz, zu beschäftigt waren sie mit Fressen.
Die Big-5 gehören zu jeder Safari, bei vielen Reisen in Afrika gelang es mir nicht, alle fünf Tiere zu sehen, geschweige denn am selben Tag. Büffel, Elefant und Löwe sind mehr oder weniger gesetzt, diese sind recht einfach zu finden. Ausser natürlich auf dieser Reise, was Löwen betrifft. Schon schwieriger, wenn nicht gar unmöglich sind Nashörner zu sehen, diese werden immer noch stark gewildert, da die Chinesen das Horn als angebliches Potenzmittel schätzen und dafür horrende Preise bezahlen. Ebenfalls eher schwierig sind Leoparden anzutreffen. Diese Katze ist einerseits sehr selten und lebt andererseits häufig auf Steinhaufen oder liegt auf Bäumen. Wenn sie nicht gerade über ein offenes Feld gehen, oder nahe der Strasse liegen, sind sie sehr schwer zu entdecken.
Heute wurden wir von einem Weibchen überrascht, welches in der Nähe des Ortes nahe der Strasse lag, wo ich auf der letzten Reise ein Tier sah. Ob es wohl dasselbe Tier war? Ich kann es nicht sagen, auf jeden Fall waren wir damals wie auch heute begeistert. Die Francolins waren es eher weniger, sie veranstalteten einen Höllen-Lärm, welcher den Leoparden schliesslich in die Flucht schlug. Sogar die Drohung mit aufgerissener Schnauze zeitigte keinen Erfolg.
Vom lauten Geschnatter verärgert, erhob sich die Katze und machte sich aus dem Staub. Die Vögel beruhigten sich bald wieder. Der Leopard blieb zum Glück noch einige Zeit sichtbar, so dass sich noch viele schöne Bilder ergaben.
Der Leopard machte sich auf den Weg, wohin war unklar. Seinem Gesichtsausdruck nach zu schliessen, wusste die Katze jedoch genau, wo sie hinwollte, oder was sie suchte.
Nach langer Suche endlich erfolgreich und dann gerade noch so!
