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- Kategorie: Winterreise 16 / 17 - Dritte Etappe: Thailand 17
Tsunami in Khao Lak - 12 Jahre später

Auf sämtlichen Strassen, welche in der Gegend von Khao Lak von Meer wegführen, finden sich diese oder vergleichbare Schilder: Hinweise, wohin man fliehen soll, sollte wieder ein Tsunami die Küste heimsuchen. Im Hintergrund sind kleine Hügel zu sehen, welche von meinem Standort aus 1.6 km entfernt sind. Dort wäre man vor den Wassermassen sicher, sollten sie wieder einmal die Gegend überfahren.

Ganz alle nehmen es mit diesem Jahrhundert-Ereignis nicht ernst. Ein indischer Schneider wirb mit dem Namen für sein Geschäft, ziemlich geschmacklos, wie ich finde.

Zwei Kilometer vom Meer entfernt befindet sich dieses Polizeiboot, welches beim verheerenden Naturereignis so weit ins Land hinein getragen wurde. Heute dient es als Ausstellungsstück im Tsunami-Museum.

Das eigentliche Museum ist eine herbe Enttäuschung: Nur wenige Informationstafeln erinnern an das Ereignis, die meisten Sachen sind zudem in einem erbärmlichen Zustand. Es scheint, als ob Khao Lak den Horror am liebsten vergessen würde.

Natürlich musste ich mir auch heute wieder den einen oder anderen Tempel ansehen. Dieses Gebäude wird gerade renoviert, die Umgebung ist noch nicht fertig gestaltet. Die Farben stimmen aber immerhin schon.

Auch hier sah ich wieder eine solche seltsame Installation, deren Bedeutung sich mir bisher noch nie erschloss. Auf meinem Besuch in Phuket konnte ich den Einsatz zum ersten Mal beobachten. Ich nannte dies damals Buddha-Fürze, der entsprechende Eintrag zum Thema ist hier (Klick mich!).

Die Strände nördlich von Khao Lak sind ausgesprochen schön. Gold-gelber Sand bis zum Wasser, dahinter gesunde Kokospalmen: Was will man mehr! In einigen Jahren werden hier wohl noch viel mehr Hotels stehen. Heute konzentrieren sich die meisten touristischen Anlagen um das Zentrum Khao Laks.

Den Tagesabschluss machte einmal mehr ein kühles Bier an einem Strand etwas südlich meines Hotels.
