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- Kategorie: Winter 18 / 19: 2. Etappe Namibia mit Ruth
Sossusvlei Nationalpark, Namibia

Als wir uns am Morgen auf den Weg ins Vlei, den Sumpf, machten, herrschte ein richtiger Sandsturm. Wir hatten schon Befürchtungen, dass wir nichts sehen würden und bei schlechtem Licht nichts zu fotografieren fänden. Es gab jedoch auch mit dem Sandsturm interessante Bilder.
4 km vor dem eigentlichen Vlei müssen nicht 4X4-Fahrzeuge stoppen, da das letzte Stück der Piste durch tiefen Sand führt. Mit unserem Schlitten war die Fahrt aber problemlos.

Als wir ganz hinten im Vlei ankamen, zog sich Ruth ein Halstuch als Beduinentuch an, damit der Sand nicht in die Augen, Ohren und Nasen eindringen konnte. Vom Parkplatz aus ist es etwas mehr als ein Kilometer zum Dead Vlei. Dies über glühend heissen Sand. Die Lufttemperatur lag um 8 Uhr schon bei knapp 40°. Trotzdem nahmen wir die Wanderung in Angriff. Auf dem Weg zum Vlei kamen uns viele Wanderer entgegen, welche den Sonnenaufgang sehen wollten. Der Sandsturm verhinderte dies aber sicher.

Bevor die nächste Gruppe ankam, hatten wir das Vlei fast ausschliesslich für uns. Das Dead Vlei ist eine Senke, die wohl vor etwa 500 - 600 Jahren zum letzten Mal richtiges Wasser zu sehen bekam. Die Bäume sind schon lange tot, aber immer noch ein beliebtes Fotomotiv.




Der Schlamm ist an vielen Stellen so eingetrocknet, dass sich wunderbare Muster bilden.

Als wir uns vom Vlei verabschiedeten und den Rückweg antraten, war der Sandsturm vorüber und die Sonne strahlte von einem fast rein blauen Himmel. Leider stieg damit auch die Temperatur und auf dem Rückweg war der Sand fast unerträglich heiss. Ein letzter Blick zurück auf das leere Vlei. Von wären es für den Fluss noch knapp 50 km auf direktem Weg bis zum Atlantik. Roter Sand folgt rotem Sand folgt rotem Sand. Und dann wird es nass.

Auf dem Rückweg sah ich auf einer Düne diese von den Einheimischen Nara genannte Kürbisart. Sie heisst botanisch Acathosicyos horridus. Die Früchte werden sowohl von Menschen als auch von Tieren, namentlich den Oryx, gerne gegessen. Die Oryx fressen anscheinend auch die feinen Spitzen des Dornengestrüpps.

Die Düne 45 heisst so, weil sie 45 km vom Parkeingang entfernt liegt und gut erreichbar ist. Sie kann auch gut erklettert werden. Heute früh war dies wegen des Sandsturms kaum möglich, nun wegen der Hitze ebenso wenig. Am oberen Kamm zeigt sich der Wind, der mit nicht nachlassendem Eifer den Sand hoch bläst. Anschliessend fällt er im Luv wieder herunter.

Eine Reisegruppe in einem grösseren Bus war so faul, dass eine faule Person lediglich den Fahrer mit ihrem Smartphone (Samsung!!) aussteigen liess, damit er ein Bild schoss. Shame on you!

Eine fast perfekt geformte Düne macht heute den Abschluss.

Gegen den Park-Ausgang zu erscheinen wieder andere Berge, welche teilweise auch schon vom Sand bedeckt sind.

An den Hängen der schon sehr alten Dünen erscheinen ab und an solche Feenkreise. Mehr zur Entstehung hier in Wikipedia (Klick mich!).

Als wir bei unsere heutigen Lodge ankamen geschah es: Ein platter Reifen hinten rechts. Glücklicherweise gab es hier Hilfe und wir waren bald wieder auf einem geflickten Reifen unterwegs.

Interessant war der Drehmomentschlüssel, welchen der Mechaniker verwendete. Mit einem Arm und einem Fuss schien er das exakte Moment zu kennen.
