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- Kategorie: Winter 18 / 19: 2. Etappe Namibia mit Ruth
Besuch bei den Schlafmützen
Nach dem Frühstück wollte ich heute noch kurz zum Coiffeur, um meine schon wieder eher langen Haare zu bändigen.

Auf dem Weg vom Hotel zum Coiffeur sah ich an der Heckscheibe eines Autos einen interessanten Sticker. Eine gute Idee!

In wenigen Minuten wurden meine Haare geschnitten und ich bin wieder für einige Wochen mehr oder weniger präsentabel.

Auf dem Weg zum Cape Cross im Norden von Swakopmund liegt eines der letzten Schiffswrack an der Skeletoncoast. Ein Fischerboot, die Zeila, welche nach Mumbai in Indien geschleppt werden sollte, lief 2008 auf Grund und liegt seither hier am Strand.

Einige lokale Jungs machten sich einen Spass aus dem Wrack. Auf dem Weg vom Parkplatz zum Strand legten sie ein Skelett eines Seals so auf den Sand, dass es einem menschlichen Skelett ähnelt.

Cape Cross ist bekannt für seine vielen Cape Fur Seals. Aktuell haben die meisten Mütter gerade Nachwuchs, welcher sich durch sein schwarzes Fell verrät. Als ich vor drei Jahren hier war, gab es etwa dreimal so viele Seals. Eine Rangerin erklärte mir, dass der Nationalpark in den letzten Jahren viele Tiere getötet hat, da die Population zu gross wurde. Es bleiben aber immer noch sehr viele der Robben.

Wenn die einzelnen adulten Tiere aus dem Wasser kommen, sind sie ebenfalls schwarz, sobald das Fell jedoch trocknet, wird es braun. Die vielen Robben verbreiten einen ziemlich strengen Geruch, fotografieren und gleichzeitig die Nase zuhalten ist relativ schwierig, ich entschied mich für die Fotografie.

Eins der Jungtiere hat noch nicht gelernt, dass Sand nicht essbar ist. Der Kleine hat vermutlich nicht viel mehr als eine Woche Leben hinter sich, da bleibt noch viel Zeit um zu lernen.

Die Robben liegen es, eng beieinander zu liegen, sie schlafen in den unmöglichsten Stellungen. Die Jungtiere krabbeln über die älteren und rufen dabei immer laut nach ihren Müttern.

Wenn ich die folgenden Bilder ansehe, merke ich, dass sich auch mein Tag dem Ende zuneigt, bald werde ich es den Robben gleichtun und meinen Kopf hinlegen. Allerdings nicht auf einen Stein, sondern auf ein weiches Kissen. Das Resultat wird aber dasselbe sein, ein tiefer, erholsamer Schlaf.







Heute gab es für uns Pizza in einem Restaurant mit Blick aufs Meer. Zuerst bestellten wir uns einen griechischen Salat, welchen wir uns aufteilten. Dann zwei Pizzen, wobei ich die Dame fragte, ob wir zuerst die eine und anschliessend die zweite erhalten könnten. Als sie dann mit der ersten ankam, merkten wir bald, dass wir wohl nicht zwei der Riesenteile essen mochten. Leider konnten wir die Bestellung nicht mehr rückgängig machen, wegwerfen wollten wir die zweite Pizza aber trotzdem nicht. Ich fragte deshalb drei jüngere Mädchen an einem Nebentisch, ob sie Lust auf eine Pizza hätten und liess sie dann direkt an ihren Tisch liefern. Gut für alle!
