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Details
Kategorie: Winter 18 / 19: 2. Etappe Namibia mit Ruth
25. November 2018

Ein Höllenritt und die verdiente Belohnung

Die Piste vom Dolomite Camp nach Okaukuejo, unserem nächsten Stopp, ist leider in hundslausigem Zustand. Die ersten 20 km sind mehr oder weniger OK, die nächsten 60 die Hölle und die folgenden 40 noch ein grösseres Fegefeuer. Lange Strecken von brutalstem Wellblech lassen die Hände des Fahrers nahezu abfallen. Das das Auto sich nicht in Einzelteile auflöst, grenzt an ein Wunder. Ich erinnere mich noch an die letzten paar Fahrten auf dieser Strecke, die schon damals sehr schlecht war. In der Zwischenzeit verkehrte hier aber ausser vielen Touristen kein einziger Grader. Das Geld für den Parkeintritt ist vermutlich in den Taschen einige korrupten Politiker verschwunden, statt das damit einmal die Pisten etwas ausgebessert werden.

Auch die übrigen Einrichtungen sind alles andere als gepflegt. Die Toiletten unterwegs sind fast nicht brauchbar, auch das Camp in Okaukuejo bräuchte etwas mehr Aufmerksamkeit. Die Farbe blättert überall langsam aber sicher ab. Wenn dies so weitergeht, werden die Touristen wohl bald ausbleiben. Der an sich schöne Pool ist unbrauchbar, das Wasser giftig gelb-grün, da die Umwälzpumpen wohl schon länger ausgefallen sind.

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Unterwegs sahen wir einige Tiere, sofern ich mal kurz die Augen von der Piste wegnehmen konnte. Diese Gruppe von Red Hartebeest machte sich gut auf dem gelben Gras vor den grünen Büschen.

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Blue Wildebeest standen vor einer grösseren Gruppe von Springbock.

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An einer Stelle war starker Wind, der den weissen Staub aufwirbelte. Dadurch entstand ein Eindruck eines Schneesturms, nur die Temperatur wollte so gar nicht dazu passen. Das Thermometer erreichte zwar heute kaum mehr als 26°, doch Schnee gab es auch so natürlich keinen.

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Einige Geier frassen die Reste eines toten Tieres. Um was es sich handelte, vermochte ich nicht zu erkennen. Die Geier mit den roten Köpfen heissen hier Lappet Faced Volutres, in anderen Gebieten nennt man sie Egyptian oder Nubian Voltures. Die kleineren brauen Geier sind White Backed Voltures. Beide Vögel leisten einen hervorragenden Service an der Natur: Jegliches Aas wird schnellstmöglich entsorgt.

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Ein erster Blick über die Etosha Pfanne in der Nähe des Camps. Knapp 100 km nördlich von hier ist das andere Ende der Pfanne. Dazwischen nichts als brütende Hitze und gleissendes Weiss.

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Der Himmel war während des ganzen Tages eher bewölkt, letzte Nacht gingen über dem Park starke Gewitter mit Blitz und Donner nieder. Dazu Regenfälle, welche an einigen Stellen Pfützen hinterliessen. Gegen Abend klarte der Himmel langsam auf und die Sonne liess den weiten afrikanischen Himmel nochmals voll aufleuchten.

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Auf dem Rückweg von Aussichtspunkt auf die Pfanne sahen wir schon wieder Löwen. Vier Löwinnen waren zielstrebig irgendwo hin unterwegs. Diese drei waren die Nachzüglerinnen, ein Tier war schon weit voraus. Ich fuhr auf die andere Seite der Ebene, dies in der Hoffnung, die Katzen zu sehen, wenn sie auf der anderen Seite ankamen. Leider erfolglos, sie nahmen wohl einen etwas anderen Kurs. Eine der vieren sahen wir noch kurz in der Distanz, die anderen waren unauffindbar. Im hohen Gras sind sie kaum erkennbar.

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Zur Belohnung lagen an einem anderen Wasserloch nochmals einige Löwinnen, diesmal 5 Erwachsene mit einem Jungtier. Schmusen ist offenbar auch bei Löwen sehr beliebt! Deshalb hier ohne weiteren Kommentar noch einige Bilder.

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Nun reicht es dann auch Ruth mit den Löwen, Leoparden und Geparde würde sie aber gerne noch sehen. Ich strenge mich an!

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