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- Kategorie: Winter 18 / 19: 5. Etappe Thailand
Es gibt viele Wege Wege, sein Geld loszuwerden
Nachdem ich mein Auto übernommen hatte und das kleine technische Problem behoben war, fuhr ich in Richtung Süden los. Meinen ersten Halt plante ich an einem schönen Strand in Ban Kruth, einer kleinen Ortschaft am Golf von Thailand, knappe 150 km südlich von Hua Hin.
Mein Auto musste nochmals in die Garage, da sich ein Blech unter dem Motor gelöst hatte und am Boden nachgezogen wurde. Die nette Dame bei der Vermietung bemerkte dies und veranlasste die Reparatur. Diese hielt mich gerade mal 30 Minuten zurück.
Ich wollte am ersten Tag nicht zu viele km zurücklegen, da ich mich zuerst wieder an die thailändische Fahrweise gewöhnen musste. Auf dieser Strasse in den Süden herrscht viel Verkehr, da es sich hier um die Hauptachse des Verkehrs vom Bangkok bis hinunter nach Singapur handelt.

Mein Hotel liegt nur durch eine kleine, wenig befahrene Strasse getrennt nahe am Meer. Am Ende des langen Strandes liegt auf einem Hügel ein grosser Tempel mit einer ebensolchen Buddha-Figur. Diese besuchte ich schon einmal und wollte dies heute nachmittag wiederholen.

Die Figur ist eindrücklich gross und selbstverständlich vergoldet. Besucher gab es heute ausser mir keine, ein Arbeiter war am Reinigen der Anlagen, sonst lief nichts.

Rund um die grosse Statue stehen noch einige Statuen von verehrten Mönchen, welche wie in Thailand üblich stark mit Goldplättchen überzogen sind. Gläubige kleben diese Plättchen in der Hoffnung an, dass ihnen der Mönch in einer schwierigen Situation beistünde.
Den grossen Tempel zuoberst auf dem Hügel liess ich heute Tempel sein, es war mir zu heiss und ohnehin schon zu spät. Der Auf- und Absteig zu Fuss hätte zusammen eine knappe Stunde gedauert.

Auf dem Rückweg zum Hotel hielt ich im kleinen Dorf an und besuchte einen Markt sowie den lokalen Tempel, wo gerade viele Kinder unterwegs waren. Hier kann und soll gespendet werden: Direkt am Eingang steht ein Sarg und dahinter sitzt ein Skelett, welches sich bewegt und irgendwelche - für mich unverständliche - Töne von sich gibt.

Daneben steht ein knall-roter Kasten mit Einwurfschlitzen für jeden Wochentag. Siebenmal darf und soll man dieses Ding füttern!

In vielen Tempeln trifft man auf solche Mönchsfiguren, jede trägt eine Schale vor sich und hat mein Leser den Zweck erraten? Geld her!

Wenn noch mehr Münzen im Portemonnaie sind, können diese bei den Tieren abgegeben werden. Von einer Kobra über eine Kuh, einen Affen und sogar einem Tiger gibt es allerhand Möglichkeiten. Nur nicht scheu sein.

Die Gruppe von Kindern war vermutlich auf einem Schulausflug, alle waren einheitlich gekleidet und warteten geduldig im Schatten eines Baumes auf die nächsten Schritte.
