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- Kategorie: Winter 18 / 19: 6. Etappe Vietnam und Kambodscha mit Ruth
Halong Bay - ein Weltkulturerbe in Vietnam
Als wir heute von Hanoi die 105 km in Richtung Halong Bay unter die Räder nahmen, war das Wetter nicht wirklich sehr gut. Ein leichter Nieselregen begleitete uns auf einem grossen Teil der Fahrt. Die ganze Strecke erinnert an eine Ladenkette, nahezu jedes Haus an der Strasse war ein Shophouse, untern gab es ein Geschäft oder einen Laden, oben wurde gewohnt.

Dieser Rollerfahrer war offenbar trotz des grossen Verkehrsaufkommens ziemlich gelangweilt. Er stützte sein Kinn auf der Hand ab, so dass sein Kopf nicht auf den Lenker fiel.

Bei einem Sturz dieser Fahrerin gäbe es ein Riesenpuff: Etwa 1’800 Eier fielen zu Boden. Dieser ist nicht einmal so warm, dass sich eine Omelette aus den Eiern machen liesse! Sie scheint aber eine geübte Fahrerin zu sein und diese Fahrt öfter zu machen, ohne dass es zu einem Eierbruch kommt.

Die typische Ansicht der Felsen in der Bucht sieht so aus: Zuckerstock-ähnliche Felsen ragen aus dem Meer. Idealerweise würden sich die Felsen farbig vom tiefblauen Meer abheben, dazu fehlte heute allerdings die Sonne.

Schroffe Wände stehen häufig senkrecht aus dem Wasser, jede einigermassen flache Fläche ist von dichter Vegetation überwachsen. Die Temperatur war heute sehr angenehm und es fiel auch kein Regen.

Unser Böötli ist eher klein, für die heutige Cruise ist das Schiff zudem kaum halb voll. Unsere Reederei verfügt über zwei Schiffe, wir waren auf dem zweiten eingeteilt. Das andere war vermutlich voll gebucht, so dass ein zweites Boot eingesetzt wurde und dafür hatte es nicht mehr genügend Gäste. Uns soll es recht sein!

Im Restaurant unseres Schiffes gibt es eine Bordapotheke, während dieser Cruise ist es wohl besser, keine medizinischen Probleme zu haben. Sehr viele Krankheiten lassen sich mit dieser *Pflästerli-Schachtel“ kaum bekämpfen.

Zwischen den vielen Felsen wohnen Einheimische, welche hauptsächlich von der Fischerei leben. Auf den Felsen ist touristisch nicht viel los, Wanderungen sind in den Felsen nicht interessant und schöne Strände sind hier eher Mangelware. Flache Ebenen für Landwirtschaft sucht man hier vergebens.

Ein kleines Strändchen bildet die Ausnahme von der Regel. Allerdings gibt es hier keinerlei Infrastruktur: Weder ein Bootssteg noch Restaurants, Bar oder Duschen sind vorhanden.
Im Laufe des Nachmittags besichtigten wir eine Perlenfarm in der Bucht, hier werden Zuchtperlen "angebaut" und geerntet. Eine interessante Erfahrung (Klick mich!)!.

Im Gegensatz zu meinem letzten Besuch hier im Dezember 2011 hat es nun viel mehr Schiffe zwischen den Felsen. Von einigen ertönt zudem laute Disko-Musik. Mit einstigen Beschaulichkeit in der schönen Landschaft ist es wohl endgültig vorbei. Zur Zeit sind angeblich eher weniger Schiffe unterwegs, in der absoluten Hochsaison muss es hier noch viel voller sein. Mir reicht es auch so!
