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- Kategorie: Winter 18 / 19: 6. Etappe Vietnam und Kambodscha mit Ruth
Vorsicht Bruno: Impressionen von Pagoden in Sài Gòn
Meinem Freund Bruno rate ich ab, den heutigen Blogeintrag zu lesen. Es wird viele Bilder und dem Innenleben von Pagoden geben! Für alle anderen Leser: Ruth und ich besuchten heute die Chinatown von Sài Gòn, wo es eine riesige Anzahl von Pagoden und Märkten gibt.

Bereits auf dem Weg zu den ersten Pagoden lagen viele Geschäfte an der Strasse, bei denen Räucherstäbchen in allen Varianten verkauft wurden. Diese sind eine unabdingbare Zutat in den Pagoden. Mehr dazu später.

Vor den Pagoden werden oft Singvögel verkauft, diese werden für einen kleinen Betrag aus den überfüllten Käfigen freigelassen. Das soll dem Retter Glück bringen. Die armen Piepmatze werden vermutlich gleich wieder gefangen, damit das Geschäft weiter geht.

Die Pagoden in diesem Stadtteil haben einen chinesischen Einschlag. Das ist nicht weiter verwunderlich, wurden sie doch meist von den chinesischen Einwohnern der Umgebung gestiftet oder anderweitig finanziert.

Ein erster Einsatzort der Räucherstäbchen: In bronzenen Schalen werden sie in den Sand gesteckt und angezündet. Kegelförmige Räucher-Spiralen werden von der Decke gehängt, wo auch sie für einen intensiven Qualm sorgen.

Bei einer Pagode wurden gerade grosse Schrifttafeln beim Eingang neu vergoldet. Feines Blattgold wird dabei auf die Schriften aufgetragen und mit Lappen in die Ritzen einmassiert.
Nun folgen ohne weitere Kommentare Eindrücke aus den verschiedenen Pagoden, einfach Bilder, die mir gefallen und dem Betrachter einen Überblick über einige der Sakralbauten geben sollen.














Hier gibt es eine asiatische Variante der Kirchenbänke, hier wird auf Stein gekniet.



Den Schluss der heutigen Pagoden-Bilder macht einer der Tempelwächter, der sich in einer ruhigen Ecke von der Anstrengung erholt.

Es gibt in Chinatown nicht nur Pagoden, es gibt auch eine christliche Kirche, welche Cha Tam-Kirche heisst. Diese spielte in der vietnamesischen Geschichte eine wichtige Rolle: Der damalige Präsident von Südvietnam, Ego Dinh Diem suchte hier zusammen mit seinem Bruder Schutz, als Rebellen in Sài Gòn einmarschierten. Bereits am nächsten Morgen wurden die beiden jedoch gefunden und kurz danach erschossen.

Ausserhalb eines Kaffees war ein Arbeiter an einer Eismaschine beschäftigt. Er zerhaute die grossen Blöcke mit einem grossen Messer, bevor er sie in einem Crusher zu Eisschnee zerkleinerte. Dieser wird im Kaffee für allerlei Getränke verwendet.

Ebenfalls vor dem Kaffee hingen viele Teesiebe zum Trocknen auf einem Gestell in der Sonne. Oder vielleicht waren es auch Siebe für Filterkaffee. Wir testeten es nicht.

Für unser Nachtessen liessen wir uns einmal mehr per Grab, bei uns Uber genannt, ins Zentrum chauffieren. Es macht schon Spass, wenn man beim Einstieg ins Fahrzeug bereits seinen Namen auf dem Display sieht! Auch das Fahrziel ist bereits programmiert und der Fahrer wird mit seiner App direkt ans Ziel navigiert. Der Fahrpreis ist im Voraus abgemacht, lediglich ein Trinkgeld kann ich mit der App am Fahrziel noch geben. Ich habe meine Revolut-Kreditkarte in der App hinterlegt, so kann ich in ganz Asien in der jeweiligen lokalen Währung zu guten Wechselkursen bezahlen.

Am Ziel angekommen zeigt die Revolut-App auf dem Smartphone unmittelbar den Fahrpreis. Die Grab-App schlägt etwas später vor, gerade die Rückfahrt zu buchen.

Als ich nach dem Nachtessen eine Rückfahrt direkt ausserhalb des Restaurants buchte, dauerte es knappe 5 Minuten, bis der Fahrer bei uns war. Seine Route wurde uns angezeigt und wir sahen genau, wann er in unserer Strasse ankam. Auf dem Weg musste er noch einen Fahrgast ausladen, dies beim schwarzen Punkt auf der Karte. Wir warteten beim blauen Punkt.

Grab hat nicht nur Autos im Einsatz, es gibt auch Roller, welche die Fahrgäste transportieren. Die Fahrer sind an ihren grünen Westen und Helmen zu erkennen, für die Fahrgäste steht immer auch ein grüner Helm zur Verfügung. Schliesslich gibt es in Sài Gòn auch Grab-Food, einen Service, mit dem die Grab-Roller Essen von vielen Restaurants nach Hause liefern.
Ich kann allen Reisenden in Asien empfehlen, die Grab-App (Klick mich!) auf ihr Smartphone zu laden und eine gute Kreditkarte wie Revolut (Klick mich!, mein Referral Link) zu hinterlegen. So wird Reisen zum Spass! Die Karte habe ich übrigens auch bei Uber hinterlegt, wo sie ebenfalls wunderbar funktioniert.
