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- Kategorie: Winter 18 / 19: 6. Etappe Vietnam und Kambodscha mit Ruth
Angkor Wat und Angkor Thom - Von Busen und Grindern
Eine der Hauptsehenswürdigkeiten in Cambodia ist die Gegend rund um Siem Reap. Die Tempelanlagen von Angkor Wat und Angkor Thom waren heute auf unserem Programm.

Die erste Anlage, Angkor Wat, besuchte ich schon mehrfach, es ist eine der grössten Tempelanlagen in der Welt und einer der obligatorischen Haltepunkte für Reisen in Asien. Schon als ich noch ein kleiner Junge war, vor vielen Jahren, hatten meine Eltern ein Silva-Buch, welches von dieser Anlage erzählte. Immer schon wollte ich sie besuchen und 2001 war es zum ersten Mal soweit. Seither war ich noch zweimal hier, heute stand der vierte Besuch an. Einmal mehr war ich nicht enttäuscht.

Einige buddhistische Mönche hatten dieselbe Idee, auch sie besuchten die Anlage. Ihre Gewänder bilden einen schönen Kontrast zu den grauen Mauern.

Mit etwas Geduld gelangen heute sogar Bilder ohne viele Touristen! Als wir ankamen, waren grosse Gruppen in der Anlage, je später der Vormittag aber vorrückte, desto mehr der Horden verzogen sich zum Futternapf und die Anlage gehörte immer mehr uns.

Angkor Wat wurde ab dem 9. Jahrhundert erbaut, die genauen Jahreszahlen sind umstritten, da schriftliche Aufzeichnungen fehlen. Auf jeden Fall ist die Anlage in einem bemerkenswert guten Zustand. Auch eher unscheinbare Nebengebäude sind heute noch nahezu unversehrt.

Ohne schwitzende Touristenmassen, viele Europäer, aber noch viel mehr Chinesen, ist die Anlage viel beeindruckender. Wir schwitzten während unseres Besuches wie die Schw…, Die Temperatur lag über 37°, dies bei einer sehr hohen Luftfeuchtigkeit. Die 1.5 l Wasser, die ich heute Vormittag trank, verschwanden ohne Halt auf einer Toilette durch die Haut.

Die zentrale Anlage im Innenhof des grossen Tempelgeländes zeigt die für die Khmer typische Architektur.

Ein Innenhof an einem der vier Bassins, die jedoch schon lange kein Wasser mehr haben. Früher waren dies Wasserbecken.

An vielen Stellen gibt es solche Steinmetz-Arbeiten, sobald sie ausserhalb der Reichweite der Besucher sind, ist ihr Zustand ausgezeichnet, alles was von den Idioten erreicht werden kann, zeigt Spuren der Zeit. Einigen Figuren wurden Körperteile abgehackt, andere wiederum wurden mit Inschriften „verschönert“. Die Geschmäcker der Leute sind eben verschieden.
An vielen Wänden und Durchgäng gibt es Skulpturen. Meist Bilder von barbusigen Frauen mit interessanten Hüten. Anschliessend einige der Bildnisse ohne weitere Kommentare.






Ab und zu gibt es einzelne Farbtupfer, wenn goldene Bänder an Heiligenfiguren angebracht wurden. Diese Figur hat sogar noch etwas Lippenstift, der die Zeit überdauert hat.

Eine Einheimische, von denen heute Sonntag viele die Anlage besuchten, füllte ihre Wasserflasche an einem der Tümpel auf. Wir westliche Weicheier würden dieses Getränk vermutlich nicht überleben.

Eine Buddha-Statue ist ebenfalls mit Gold geschmückt, die obligaten Räucherstäbchen fehlen natürlich auch hier nicht.

Unser nächster Besuch galt dann einem bekannten Tempel im angrenzenden Stadtteil: Angkor Thom. Die Brücke, welche über den Wassergraben führt, ist auf beiden Seiten mit imposanten Figuren geschmückt. Die ersten von vielen Köpfen oder auf zürichdeutsch eben Grinder, welche wir hier sahen.

Die Anlage von Bayon wurde im ausgehenden 13. Jhdt. errichtet, sie liegt etwas abseits von Angkor Wat. Die Türme des Tempels sind an allen vier Himmelsrichtungen mit Gesichtern geschmückt. Diese geben der Anlage ein ganz besonderes Aussehen. Nun folgen wieder einige Bilder ohne Kommentare.





Nach einem langen und anstrengenden Tag liessen wir uns von unserem Tuk-Tuk Fahrer zurück zum Hotel fahren und genossen noch für eine knappe Stunde den Pool, bevor wir uns zum Nachtessen ins Restaurant setzten.
