- Details
- Kategorie: Winter 19 / 20: Argentina
Durch die Quebrada de Concha nach Salta
Nachdem wir gestern nur den unteren Teil der Schlucht sahen, durchfuhren wir sie heute in der ganzen Länge und beendeten unseren Tag schliesslich in Salta. Salta ist die wichtigste Stadt im Nordwesten Argentiniens und mit knapp 700’000 Einwohnern eine der grössten Städte des Landes.

Unter tiefblauem und wolkenlosem Himmel begrüsste uns die Schlucht heute mit ihren roten Felsen. Ich fotografierte heute nur noch wenig, da mein Chip schon sehr viele rote Bilder enthielt.

Irgendwie lassen mich aber die rohen Felsen über dem grünen Flusstal und unter dem weiten Himmel nicht los.

Am Strassenrand bemerkte ich öfter diese Sträucher mit den hübschen Blumen. Als die schmale Strasse einmal breit genug war, hielt ich an, um diese zu fotografieren. Ich vermute, die Pflanze gehört zu den Cesalpinia - Paradiesvogelbusch. Die genaue Unterart ist mir aber nicht klar. Klar ist jedoch, dass es sich um ein Gewächs aus der Familie der Leguminosen handelt. Die gelben Blüten mit den langen roten Fäden sehen sehr dekorativ aus. Die Bohnen verraten die Familie.

Gerade als ich meine Bilder im Kasten hatte, bemerkte ich etwas weiter entfernt diese seltsame Blume. Auch hier kenne ich den genauen Namen nicht, es ist vom Aussehen her aber sicher eine Vertreterin der Aronstab-Gewächse. Die Pflanze misst etwa 25 cm ab Boden.

In einer kleinen Ortschaft hielten wir an, um einerseits einen Toiletten-Stopp einzulegen und andererseits einen Kaffee zu geniessen. Unser diesen Lauben hat ein junges Paar ein hübsches Kaffee eingerichtet, dessen Angebote erst noch gut schmeckten. Da es seit Cafayate nur sehr wenige Lokale gab, erstaunte es, dass es ausser uns keine weiteren Gäste gab.

Eine etwas grössere Ortschaft etwa 30 km vor Salta hatte einen hübschen, alten Bahnhof, den wir besichtigten. Im Bahnhof gibt es heute eine Touristen-Info, wo mir eine nette Dame einige wertvolle Tipps für die Gegend rund um Salta gab.

Auf der Hinterseite des Bahnhofes sah die Welt anders aus. Auf diesem Gleis fuhr schon lange kein Zug mehr, die Schienen sind tief unter Sand begraben. Die Dame meinte, es gäbe wohl Pläne, die Bahn wieder zu aktivieren, doch bis es soweit sei und ob überhaupt …

In Salta besuchten wir am späteren Nachmittag noch den Hauptplatz, der ganz in der Nähe unseres Hotels liegt. Ein gross-kotziges Reiterdenkmal wird von vielen Tauben als WC gebraucht. Der Gang rund um das Denkmal ist ein wahres Spiessrutenlaufen rund um die Flugratten, welche immer wieder tief über den Fussgängern fliegen.

Die Kathedrale stammt aus dem Jahr 1882. Über ihr zogen heute schwarze Wolken auf, welche sich später in einem wahren Wolkenbruch entleerten.

Das Innere ist schön gestaltet und der Hauptaltar wird von einem riesigen, goldenen Marien-Bildnis geschmückt. Ein eindrückliches Monument, welches nahezu sämtliche Kirchen, welche wir bisher besuchten, mit ihrer Pracht überstrahlt.
