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Kategorie: Winter 19 / 20: Argentina
13. November 2019

3896 m - 4320 m - 4820 m - 2520 m sowie 9° - 29°, nun in San Pedro de Atacama

Unsere heutige Fahrt verlief in einigen Aspekten sehr unterschiedlich. Nach einer eher mühsamen Nacht in dünner Luft auf 3’896 m.ü.M. und knapp 9° endete der heutige Tag auf 2520 m.ü.M. und guten 29°. Dazwischen überquerten wir die Anden sowie die Grenze zwischen Argentinien und Chile. Der erste Pass unmittelbar nach dem Grenzübergang lag auf 4320 m.ü.M. und im Laufe der Fahrt überquerten wir einen weiteren, namenlosen Pass auf 4820 m.ü.M. um dann in San Pedro de Atacama auf 2420 m.ü.M. den Tag zu beschliessen. Die Temperatur lag am Abend bei 29°. Wunderbar! Sobald aber die Sonne verschwand, war ein Pullover sehr willkommen. Die Nächte sind hier sehr kalt.

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Die Landesgrenze zwischen Argentinien und Chile liegt auf einem Pass in hoch in den Anden. Die Strasse steig bald nach unserer Abfahrt an in Richtung auf diesen ersten Pass. Ab und zu sahen wir erste Lamas auf den Wiesen, wo sie am Grasen waren. Dieses Muttertier säugt gerade seinen Nachwuchs.

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Immer wieder öffnete sich die Landschaft und wir fuhren über grosse Ebenen, immer in Höhen knapp unter oder über 4000 m.ü.M. Bereits am frühen Morgen war der Himmel nahezu wolkenfrei und die Sonne wärmte bald, so dass die 9° bald schon in tiefere, aber immerhin zweistellige Ziffern übergingen. Bis es jedoch wirklich warm wurde, mussten wir noch bis ans Ziel in San Pedro warten.

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Auch Vicuńas bevölkern diese Hochebenen. Diese Tiere sind eher scheu, sobald ein Auto anhält, verziehen sie sich in eine sichere Distanz. Aus dieser überwiegt dann aber die Neugierde und man kann sie sogar in Ruhe fotografieren. Im Hintergrund liegt ein erster sogenannter Salar, eine Salzpfanne.

Der Zollübergang zwischen Argentinien und Chile liegt auf etwa 4200 m.ü.M., auch an diesem Landes-Übergang sind die Zollstellen im selben Gebäude untergebracht und die Abfertigung verläuft recht zügig. Die ganze Prozedur dauerte für uns lediglich eine knappe Viertelstunde, inklusive einer eher oberflächlichen Inspektion unseres Fahrzeuges und Gepäcks. Die Reisenden, welche mit einem Bus unterwegs waren, mussten ihr ganzes Gepäck über die Grenze tragen und im Grenzgebäude wie am Flughafen durchleuchten lassen.

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Die eigentliche Landesgrenze liegt etwa 500 m nach dem Gebäude auf 4320 m.ü.M. Von hier waren es dann immer noch knapp 160 km bis zu unserem Ziel und San Pedro de Atacama.

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Die Landschaft wurde immer interessanter, wenig Gras und einige kleine Büsche waren die einzige Vegetation auf dieser Höhe. Am Horizont zeigten sich bereits die ersten Vulkane, von denen es in dieser Gegend entlang der Andenkette sehr viel mehr gibt.

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Auch Salzpfannen gab es auf dieser Höhe immer wieder. Über der rötlichen Landschaft und den weissen Salzpfannen wölbte sich heute während des ganzen Tages ein makellos blauer Himmel.

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Auch in Chile immer wieder farbige Berge, hier meist Überreste von gigantischen Vulkanen, auf den Hängen ganz wenig Vegetation. Bäume gibt es in dieser Höhe keine mehr.

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Diese Salzpfanne hat noch etwas Wasser, welches unter dem weiten Himmel tiefblau leuchtet.

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Der Höhepunkt der heutigen Fahrt lag auf 4820 m.ü.M., von hier aus führte die Strasse noch über lange Strecken auf einer Hochebene mit immer wieder schönen Ausblicken über die umliegenden Berge.

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Vegetation gab es auf dieser Höhe kaum mehr, ganz wenige kleine Gräslein sowie ab und zu einen kleinen Busch. Die Berggipfel in dieser Gegend sind meist über 5000 m. Sie sehen neben der Strasse nicht so imposant aus, allerdings muss man sich immer wieder klar machen, dass die Strasse selber schon auf mehr als 4000 m verläuft.

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Immer wieder lagen Salzpfannen in den Senken zwischen den Bergen. Das Regenwasser, welches aus den Bergen in die Ebenen läuft, bleibt in den Ebenen liegen und verdunstet. Die mitgeführten Salze sammeln sich im Laufe der Zeit und bilden diese grossen weissen Flächen. Die Atacama-Wüste gilt als die trockenste Wüste der Welt, es soll an einigen Stellen seit mehr als 400 Jahren kein Regen mehr gefallen sein, im Durchschnitt sollen es nur etwa 1 mm pro Jahr sein. Da braucht es eine lange Zeit, bis sich diese Salare bilden!

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Auf 4680 m.ü.M. zeigte sich zum ersten Mal die Ebene, in welcher unser heutiges Tagesziel lag. San Pedro de Atacama liegt auf etwa 2500 m.ü.M. in einer grossen Senke. Eine Tafel an der Strasse warnt vor der kurvigen und sehr steilen Strasse, welche auf den letzen 40 km die gut 2000 m ins Tal hinunter führt.

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Als wir langsam wieder in tiefere Lagen kamen, stieg die Temperatur von nur 12° bis auf 29° in San Pedro. Am Wegrand sahen wir ganze Felder von hübschen blauen Lupinen, welche in einer bestimmten Höhe wuchsen.

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Eines der bestimmenden Merkmale der Berge der Andenkette im Osten von San Pedro ist der Licancabur, der mit seinen 5916 m nur knapp unter der magischen 6000-er Grenze liegt. Ganz oben auf dem mustergültigen Konus liegt sogar noch Schnee. Dieser Vulkan ist einer von vielen in der Andenkette in dieser Gegend, aber sicher einer der schönsten.

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Ein letzter Blick ins Tal, bevor wir die letzen Höhenmeter zurück legten und endgültig wieder in der Wärme ankamen. In San Pedro ist die akteulle politische Lage sehr ruhig, die Stadt nahm gestern zwar an einem landesweiten Generalstreik teil, doch heute war davon nichts mehr zu sehen.

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