- Details
- Kategorie: Winter 19 / 20: Chile - Teil II
La Serena, die zweitälteste Stadt Chiles
Einmal mehr erwartete uns der heutige Tag mit dicken Wolken und kühlen Temperaturen. Wir liessen uns davon aber nicht abhalten und fuhren nach dem Frühstück los, um die gut 400 km möglichst schnell hinter uns zu bringen.

Die Fahrt unter der Wolkendecke kam mir vor, wie eine Fahrt durch eine grosse Kiesgrube. Die Atacama ist wohl die trockenste Gegend, die ich schon je gesehen habe. In diesem Bild sind zwar einige wenige dürre Pflänzchen zu sehen, doch viel Staat ist mit diesen Dingern nicht zu machen. Bei dem diesigen Licht wirken zudem alle Felsen nur grau und eintönig.

Zum Glück wechselte das Bild bald schon und die Sonne lugte zwischen den Wolken hervor. Bald verschwanden auch die letzen Wolkenreste und als wir uns unserem Etappenziel näherten, lag die Bucht von La Serena im schönsten Licht.

Auf der Plaza de Armas, dem zentralen Platz der Stadt gab es einen Vermieter, welcher den kleinen Jungs der Stadt solche Trampi-Auteli vermietete. Einige davon fanden regen Zuspruch unter der Jungmannschaft, andere blieben parkiert im Schatten stehen.

Auch La Serena wurde von den Unruhen der letzten Wochen massiv beeinträchtigt. Kaum ein Geschäftshaus zeigte seine Schaufenster ohne Blech- oder Bretterverkleidungen. Die meisten Häuser in der Innenstadt stammen aus den späten 1940-er Jahren. Der damalige chilenische Präsident Gabriel Gonzales Videla, der aus La Serena stammte, initiierte den „Plan Serena“ mit Vorschriften für die Bebauung der Stadt.

Der Justizpalast stammt ebenfalls aus jener Zeit, nimmt aber Bezug auf ältere spanische Architektur-Elemente.

Das Bürgermeister-Amt stammt aus derselben Zeit.

An der Plaza de Armas liegt auch die Kathedrale, die aus dem Jahr 1844 stammt. Kein schönes Gebäude, sehr strenge, funktionale Architektur. Sie ist eine der mehr als 30 Kirchen in der Stadt, einige davon viel älter als die Kathedrale.
