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- Kategorie: Winter 19 / 20: Australien
Broome, unser nord-westlichste Punkt in Australien
Nach dem Frühstück machten wir uns auf den Weg nach Broome, die letzten 40 km waren schnell zurück gelegt. Auch in Broome war es heute heiss und sehr, sehr feucht. Der Schweiss rann …

Broome war und ist immer noch eine wichtige Stadt für die Perlenindustrie. Seit dem Zweiten Weltkrieg werden die Perlen auch gezüchtet, während vorher ausschliesslich natürliche Perlen getaucht wurden. Die meisten Perlentaucher waren entweder Japaner oder dann auch Aborigines, welche zu dieser Arbeit gezwungen wurden. In solchen Anzügen mit Bleigurten und Bleigewichten an den Füssen mussten die armen Kerle stundenlang unter Wasser nach Austern suchen. Immerhin war das Wasser warm und so froren sie sich nicht auch noch beinahe zu Tode. Dieses Denkmal soll an die vielen Perlentaucher erinnern.

Ein ganzer Stadtteil ist den Perlen gewidmet, ein entsprechendes Geschäft schliesst sich dem anderen an.

Die Halbinsel von Broome ist auf der einen Seite von Mangroven umgeben, von einem Aussichtspunkt aus gibt es eine schöne Sicht auf den Gürtel sowie auf das türkisfarbene Meer.

Unser Campground liegt in der Nähe der berühmten Cable Beach, eines riesigen Strand am Indischen Ozean. Bei Ebbe zieht sich das Meer einige dutzend Meter zurück und entblösst den beinahe weissen Sand.

Kleine Krabben bauen ihre Höhlen im Sand, dabei bringen sie das ausgebrochene Material an die Oberfläche und bilden damit allerhand hübsche Figuren. Mit etwas Fantasie lassen sich darin viele unterschiedliche Figuren erkennen.

So schön der Strand auch ist, so gefährlich kann er sein. Starke Strömungen und unter der Wasseroberfläche verborgene Objekte sind nur ein Teil der Gefahren. Die Warnung gilt auch für sogenannte Salties, Salzwasserkrokodile, welche bis 8 m lang werden können. Unangenehme Zeitgenossen! Zur Zeit gibt es hier offenbar auch sogenannte Stingers, sehr giftige Quallen, welche im Sommer hier vorkommen können. Trotzdem gab es auch heute einige Leute im Wasser, wir zogen den lauwarmen Pool in unserem Campground vor.

Als wir beim Bier sassen, erhielten wir Besuch von einer grösseren Echse: etwa 40 cm lang inklusive einem langen Schwanz zog sie sich aber bald auf einen Baum zurück.

Endlich wieder einmal lebendige Kängurus! Unterwegs sahen wir lediglich von Autos überfahrene Tiere und viele ausgebleichte Knochen. Diese hübschen, kleinen Tiere sahen wohlgenährt aus und waren nicht allzu scheu.

Den Schluss des Tages macht der Sonnenuntergang über dem Indischen Ozean hinter Cable Beach. Die wunderbare Bar auf der Höhe vor dem Strand öffnet leider erst am 1. März.
