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- Kategorie: Winter 19 / 20: Australien
Rund um Kununurra
Eben habe ich erfahren, dass in der Gegend von Karratha und Point Samson, wo wir vor einigen Tagen abreisten, zur Zeit ein tropsicher Zyklon wütet. Die Bewohner jender Dörfer wurden aufgefordert, sich in den örtlichen Schutzeinrichtungen zu versammeln. Ich hoffe, dass niemand zu Schaden kommt! Wir sind froh, dass wir schon weiter sind.
In New South Wales rund um Sydney fallen zur Zeit die stärksten Regenfälle seit vielen Jahren, dies nachdem noch vor wenigen Tagen die ganze Gegend lichterloh gebrannt hat. Die Natur spinnt.
Rund um Kununurra gab es heute einiges anzusehen. Es war für uns für einige Zeit der letzte Tag in Western Australia, morgen geht es weiter ins Northern Territory. InKununurra leben etwas mehr als 7’000 Einwohner.

Nördlich der Stadt gibt es einen kleinen Aussichtspunkt, welcher den schweisstreibenden Aufstieg mehr als lohnt. Der Hügel ist ein Sandstein-Berg, welcher mit einem Weg erschlossen ist.

Vom obersten Punkt aus liegt die ganze Gegend vor dem Betrachter. Der grosse Fluss in der Gegend, der Ord-River, wurde in einem See gestaut und sein Wasser wird nun zur Bewässerung der ganzen Gegend verwendet. Hier wird viel Landwirtschaft betrieben. Neben Gemüse und Früchten wie Mango wird hier vor allem Sandelholz angebaut. Dieses wird in der Kosmetik-Industrie eingesetzt. Der Stausee ist von hier aus nicht zu sehen, er liegt auf der linken Seite des Bildes. Über den Staudamm führt die Hauptstrasse in dieser Gegend, der Victoria-Highway. Leider wird zur Zeit auf beiden Seiten des Dammes eine Beobachtungsplattform gebaut, so dass er momentan nicht besichtigt werden kann.

Der nächste Halt galt dem Mirima-Nationalpark, einer spektakulären Sandstein-Schlucht. Dieser schliesst unmittelbar an das Stadtzentrum an und hat neben den Sandstein-Felsen auch einige Boab.

Vom Parkplatz aus führt ein Rundweg hinauf auf die Felsen, von wo aus das Tal gut sichtbar ist. Früher hiess der Park auch Hidden Valley, erst vor einigen Jahren wurde der Name geändert. Nun führt er den Namen der Ureinwohner.

Die Wanderwege sind sehr gut erschlossen, die steileren Stellen sind mit Geländern und Boardwalks gesichert. Das Geländer hat nur einen kleinen Nachteil: Das Metall lässt sich kaum anfassen, das Aluminium ist sehr heiss!

Ein kleiner Fluss hat aus dem Sandsteingebirge spektakuläre Täler herausgerissen. Die einzelnen Schichten sind sehr gut sichtbar. Vom Parkplatz aus sind es nur knapp 30 Höhenmeter aber diese haben es in sich. Bei Temperaturen von über 40° ist jeder Schritt anstrengend und löst Sturzbäche von Schweiss aus.

Schliesslich wollten wir noch einige Wasserfälle einige Kilometer nördlich der Stadt ansehen. Diese sollen in der aktuellen Regenzeit sehr eindrücklich sein. Der Weg dorthin führt etwa 15 km ausserhalb der Stadt über den Ord-River bei einem Ort, der Ivanhoe-Crossing genannt wird. Heute war hier leider kein Durchgang möglich, mächtige Betonblöcke blockieren den Flussübergang. Diese werden erst Anfang Mai wieder entfernt, wenn das Wasser im Fluss zurückgeht.
Als wir an dieser Stelle standen, erinnerte ich mich, dass ich vor ungefähr 10 Jahren ebenfalls hier stand und dieselbe Erfahrung machen musste.
