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Kategorie: Winter 19 / 20: Australien
12. Februar 2020

Nitmiluk - früher Katherine Gorge Nationalpark

30 km östlich von Katherine liegt der Nitmiluk Nationalpark. Unter diesem Namen ist dieser heute bekannt. Früher hiess er Katherine Gorge, nun wurde er den hier seit vielen Jahrtausenden lebenden Ureinwohnern zurück gegeben. Diese leiten heute das Visitor-Center und auch sämtliche Aktivitäten im Park. Wir buchten heute eine Cruise auf dem Fluss, welche die ersten beiden der insgesamt 13 Schluchten durchfährt. Geleitet wurde die Tour von einem Aborigial, der sehr viel zu erzählen wisste.

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Der Katherine River hat sich hier bis zu 30 tief in ein Sandstein-Plateau, das Arnhem-Plateau,  eingegraben. Die Sandstein-Formation ist etwa 1.65 Mia. Jahre alt und wurde am Boden eines Urmeeres abgelegt und durch dich hohen Drücke extrem stark verfestigt. Der Stein ist heute in seiner Härte kaum mehr von einem Primärgestein wie Granit zu unterscheiden. Fossilien sucht man hier vergeblich, da zu jener Zeit noch kein höheres Leben auf unserem Planeten existierte und von Bakterien gibt es keine Fossilien.

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Die steilen Wände schliessen den Fluss in seinem Bett ein, jetzt ist der Beginn der Regenzeit und der Wasserstand ist noch relativ tief. Viele Bäume am Ufer zeugen von einem zeitweise massiv höheren Wasserstand, sie sind häufig in der Laufrichtung des Flusses geneigt.

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Zwischen den einzelnen horizontalen Schichten des Steins gibt es immer wieder Spalten, welche viele Pflanzen als ihren Standort gewählt haben. Offenbar gibt es in den Spalten auch in der Trockenzeit genügend Wasser, so dass sie überleben können.

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Immer wieder nimmt der Fluss eine Kurve in eine andere Richtung. Der Fluss folgte bei der Erosion des Plateau den natürlicherweise vorkommenden vertikalen Spalten im Sandstein und diese verliefen nicht immer geradeaus. Oberhalb der steilen Abbrüche gibt es bestes Land, zu Beginn der jetzigen Regenzeit soll dort alles grün sein. Aus dem Canyon kann man das nicht sehen.

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An einer Stelle ist eine grössere Höhle aus dem Fels gebrochen. Beim jetzigen Wasserstand kann unser Boot ganz nahe heranfahren, jedoch nicht hinein.

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An der Decke der Höhle habe kleine Schwalben ihre Nester gebaut. Wenn die Flut kommt, ist die ganze Höhle unter Wasser und die kleinen Bauten werden weggeschwemmt. Im nächsten Jahr werden sie einfach wieder aufgebaut.

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Auf der anderen Seite des Flusses wartet ein kleiner Wanderfalke in einer Felsritze auf seine Chance. Wann immer er Hunger hat, holt er sich eine der kleinen Schwalben im Flug. Die weissen Spuren auf dem Fels, seine Sch…, zeugt von seinem Jagd-Erfolg.

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Einem anderen Vogel scheint es hier ebenfalls gut zu gehen. Der Darter frisst keine Vögel, seine Spezialität ist die Jagd auf Fische, welche er mit seinem spitzen Schnabel aufspiesst. Wenn er nicht gerade am jagen ist, trocknet er seine Flügel auf einem gut platzierten Ast.

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An einigen Stellen wachsen Bäume bis ans Wasser. Bei Hochwasser stehen sie teilweise während Wochen unter Wasser, was ihnen aber nicht schadet.

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Auf den Sandbänken, welche ab und zu am Ufer zu sehen sind, legen die Süsswasser-Krokodile ihre Eier ab. Bis zu 20 Eier legt ein Krokodil pro Jahr in den Sand, nachdem es dessen Temperatur mehrfach geprüft und schlussendlich für gut befunden hat. Zu heisser Sand tötet die Eier und bei zu kaltem Sand sterben diese ebenfalls ab. Temperaturen um die 25 Grad sind ideal für weiblichen Nachwuchs, zwischen 25 und 28 Grad gibt es anscheinend vermehrt männliche Krokodile.

Von den Sweeties oder Freshies gibt es noch schlechte Nachrichten. Bis vor wenigen Jahren zählte man im Park etwas mehr als 1’500 Exemplare. Nun sollen es nur noch 150 Tiere sein. Der Grund dafür sind die Cane-Toads, die Aga-Kröten. Diese wurden ursprünglich in Queensland, im Osten Australiens eingeführt, wo sie das Ungeziefer in den Zuckerrohr-Plantagen fressen sollten. Das taten sie auch, doch sie vermehrten sich so schnell und verbreiteten sich über den ganzen Norden Australiens, dass sie nun eine grosse Plage sind. Auf ihrem Rücken haben sie zwei Drüsen, welche ein starkes Gift absondern, durch welches die Tiere, welche die Kröten fressen, schliesslich qualvoll verenden. Genau das tun auch die Krokodile. Sie sehen eine Kröte im Wasser und fressen sie, einen Tag später treibt das Krokodil tot im Fluss. Eine gute Nachricht sind jedoch die in Australien Heimischen Krähen. Diese haben offenbar gelernt, dass sie die Kröten vom Bauch her fressen müssen und so den giftigen Drüsen ausweichen können.

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Als wir zu unserm Ausgangspunkt zurück kamen, wies uns unser Führer auf das orange Haus am Bootssteg hin. Bei der letzten grösseren Flut in dieser Gegend im Jahr 2006 war vom Haus nichts mehr zu sehen, es versank in den Fluten. Die ganze Stadt Katherine weiter unten am Fluss stand damals unter Wasser.

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Neben den Freshies gibt es im Fluss leider auch Salties, Salzwasser-Krokodile. Diese können sehr gross werden und sind für Menschen äusserst gefährlich. Wir sind hier 350 km vom Meer entfernt, doch immer wieder schaffen es die Riesenechsen hierhin. In solchen Fallen werden sie gefangen und anschliessend entweder in Zoos oder Krokodil-Farmen gebracht. Bei meinem letzen Besuch hier sah ich einen abgetrennten Schweinekopf in einer solchen Falle, welcher offenbar die Kroks anzieht. In der Trockenzeit wollen viele Touristen im Fluss schwimmen und Kanu fahren, beides ist ohne Krokodile selbstverständlich viel angenehmer. Die Ranger geben den Fluss erst frei, wenn sie sicher sind, dass keine Salties mehr hier sind.

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Nahe der Anlegestelle war gerade ein kleines Känguru am fressen und liess mich sehr nahe an sich heran kommen. Da ich die Aufnahme mit meine iPhone fast auf Bodenhöhe schoss, wirkt das Tier sehr gross. In Wirklichkeit mass es knapp 40 cm.

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