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- Kategorie: Winter 19 / 20: Australien
Einige Pendenzen in Darwin erledigt
Darwin war unser nördlichster Punkt auf unserer diesjährigen Reise in Australien. Auf normalen Strassen ist hier Schluss. Weiter geht es nur noch mit 4x4. Ich wollte noch bei einer Filiale unsers Vermieters vorbeigehen, um einige Sachen am Auto zu besprechen. Diese waren sehr schnell erledigt, respektive vom Tisch gewischt. So wäre ein 30 000 km Service fällig gewesen, der Mechaniker meinte aber, das sollen doch die Jungs in Perth machen. Er setzte die Warnmeldung zurück und testete noch das Öl und einige andere Komponenten. Schliesslich füllte die nette Dame noch meine Gastank auf, so dass wir nun wieder für einige Wochen genügend Kochgas haben.
Wir machten heute eine richtig bünzlige Arbeitsteilung: Während ich mich um das Auto kümmerte, nahm sich Ruth der Wäsche an, die wieder einmal fällig war. Nach etwas mehr als einer Stunde war die aufgehängte Wäsche schon trocken.
Unser erster Besuch galt dem Charles Darwin National Park in der gleichnamigen Stadt. Dieser Park schützt grosse Teile des Hafens von Darwin und insbesondere die vielen Mangroven, welche hier vorkommen. Charles Darwin selber war nie hier, die Stadt wurde am 9. Dezember 1839 von Kapitän der HMS Beagle nach dem grossen Wissenschafter benannt, dies in Erinnerung an die Reise, welche das Schiff vom 27. Dezember 1831 bis zum 2. Oktober 1836 unternahm, und bei welcher Darwin mit an Bord war.

Im Park brannte es vor einigen Wochen und viele Bäume zeigen immer noch Spuren des Brandes. Im Hintergrund ist die Skyline der Stadt zu sehen, einige wenige grössere Häuser prägen das Stadtbild. Vor der Stadt liegen die Mangroven-Wälder, erst dahinter liegt etwas offenes Wasser vor der Stadt.

Eine Cycad ist so kurz nach dem verheerenden Brand schon wieder am austreiben. Die einheimischen australischen Pflanzen sind sich die periodischen Brände gewohnt und überleben diese meist ohne grosse Schäden.

Anschliessend fuhren wir zur East Point Reserve, einem Naherholungsgebiet nördlich des Zentrums. Bei 12° 40“ S und 130° 82“ war für uns der nord-östlichste Punkt unserer Reise erreicht. Etwas weiter südlich gibt es einen schönen Ausblick auf die Stadt. Hier wäre sogar Baden möglich, da hier weder Crocks noch Qallen leben. Wir zogen aber trotzdem unseren Pool vor.

Hier franst der Kontinent aus, noch etwas Sandstein ragt aus dem Ozean und dieser knabbert laufend an der Küste.

In der Reserve leben viele Wallabies, dies ist ein typisches Bild dieser Tiere. Sobald ein Auto anhält, geben die Tiere Fersengeld und man kann gerade noch die Hinterteile fotografieren.

Auch dieses Exemplar machte sich davon, immerhin zeigt es noch die typische Silhouette dieser Tiere.
Morgen geht es für uns wieder in den Süden, wir wollen im Litchfield-Nationalpark die speziellen Termitenhügel besuchen. Davon morgen mehr.
