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- Kategorie: Winter 19 / 20: Australien
Von Katherine zu einem erfrischenden Bad und dann weiter südlich
110 km südlich von Katherine gibt es Thermalquellen, welche gemäss allen Reiseführern angeblich sehr stark frequentiert sind. Auch wir wollten ihnen einen Besuch abstatten.

Die Quellen liegen in einem tropischen Wald mit sehr viel grünen Bäumen, Schilf und auch Palmen. Das Wasser selber ist sehr klar und zu unserer Überraschung auch vollkommen menschenleer.

Ein grosser Water-Monitor, eine etwa 80n cm lange Echse, machte sich aus dem Staub, als wir uns näherten. Diese Echse ist ein hervorragender Schwimmer und schon bald war nichts mehr von ihr zu sehen.

Ein auf alt gemachtes Haus steht in der Nähe des Parkzentrums: Eine Nachbildung des Elsay Homestead wurde hier als Filmkulisse für den Streifen „We of the Never Never“ verwendet. Die Schriftstellerin Mrs. Gunn aus dem urbanen Melbourne lebte hier zu Beginn des 20. Jhdt. auf einer Farm und schilderte ihre Erlebnisse. Das Buch und der Film gehören zu den beliebtesten Kulturangeboten Australiens.

Als ich Ruth vorschlug, hier zu wohnen, meinte sie, „Nein, danke.“ Wieso eigentlich? Das Bett könnte man mit wenig Aufwand sicher neu bespannen und der Schaukelstuhl sieht so schon recht bequem aus.

Etwas weiter im Wald gibt es eine weitere Quelle, welche ebenfalls völlig menschenleer war. Das klare Wasser verleitete mich zu einem kurzen Schwumm. Meine Badehose war im Camper, doch angesichts des fehlenden Publikums stieg ich nur mit der Unterhose bewaffnet in das nicht so kühle Nass. Immerhin war es etwa 3° kühler als die Umgebungsluft.

Die Rainbow Spring - die Quelle des Mataranka Bades liefert pro Tag 30.5 Mio l 34° warmes Quellwasser. Es handelt sich nicht um eigentliches Thermalwasser, das Wasser fliesst einfach über hunderte von Km in einer Tiefe von bis zu 100 m bis es hier zu Tage tritt. Der Untergrund liefert die notwendige Wärme für das Wasser.

Die letzten Kathedralen sahen wir auf dem Rückweg von den Quellen zum Stuart Highway. Kurz danach war es vorerst einmal fertig mich den Termitenhügeln. Dafür waren diese hier umso eindrücklicher. Filigrane Zinnen mit einer Höhe von über zwei Metern!

Etwas abseits des Stuart-Highways steht der kümmerliche Rest eines für Australien wichtigen Baumes. Am 23. Mai 1862 ritzte offenbar John McDouall Stuart ein „S“ in die Rinde dieses Baumes, als er hier auf seiner Expedition von Adelaide nach Darwin hier vorbei kam. Von der Rinde ist arm Baum nichts mehr zu sehen, diese ist längst abgefallen, auch sonst macht das „Monument“ einen eher verwahrlosten Eindruck.
