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- Kategorie: Winter 19 / 20: Australien
Die grosse Mine in Cobar an einem Sonntag
Die kleine Stadt Cobar lag heute auf unserem Weg und wir besuchten am heutigen Sonntag einige der Sehenswürdigkeiten.

Zuerst einmal ist die Stadt für ihre Minen bekannt. Bereits 1878 wurde hier Kupfer gefunden was einen grossen Boom auslöste. Bis zu 10’000 Menschen sollen damals in der Stadt gelebt haben. Als die Produktion der Minen aber zurück ging, verdünnte sich auch die Bevölkerung. Heute leben hier noch knapp 4’000 Einwohner.

Eine der Minen ist immer noch in Betrieb, neben Kupfer wird hier auch Gold gefördert. Die Open-Cut-Mine misst 380x200 m und ist 150 m tief. Die offene Mine ist erschöpft, zur Zeit wird bergmännisch weiter abgebaut. Ganz unten ist ein Loch im Berg zu sehen, dieses ist mit etwa 5x5m gross genug für einen grossen Transporter, mit welchen das Erz aus der Mine nach oben transportiert wird. Die Ausbeute sieht in meinen Augen nicht gerade grossartig aus: Gold wird im Schnitt mit 3.04 g/t angegeben, 0.67% des Erzes soll Kupfer sein. Aber so wie es aussieht, lohnt sich der Abbau doch.

Die Stadt selber war heute ziemlich ausgestorben. Die meisten Geschäfte blieben am Sonntag geschlossen, nur die Hotels mit ihren Bierschenken und Spielsalons hatten geöffnet. Einen Kaffee gab es aber doch noch für uns.

Im Outback spielt Bier eine grosse Rolle, die Fassade des Grand Hotels verschwindet fast hinter der Dose.

Ein frühes Einkaufszentrum steht ebenfalls noch in der Hauptstrasse. Neben einer Metzgerei gab es einst wohl auch viele andere Sachen im Angebot. Was mit „Caracas“ gemeint ist, kann ich mir hingegen nicht vorstellen. Sollen das Kadaver sein, oder Korpusse eines Möbelstücks, oder gibt es sonst noch Bedeutungen des Wortes, die ich nicht kenne? Es spielt vermutlich ohnehin keine Rolle mehr, da im Gebäude neben der Metzgerei nur noch einige Büros untergebracht sind.

Das Great Western Hotel aus dem Jahr 1898 rühmt sich mit der längsten Pub-Veranda der Welt, anderswo las ich, dass es wohl eher die längste von New South Wales sei. Behaupten kann man ja immer etwas, nachprüfen lässt sich das kaum.
