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- Kategorie: Winter 19 / 20: Australien
Von grossen Bäumen und ja, auch von Viren

So, nun wird auch in Australien vor dem Virus gewarnt, obwohl mit Stand heute morgen erst 709 Personen infiziert sind. Das Land ist praktisch abgeschottet, es darf niemand einreisen. Ausgenommen sind australische Staatsbürger und Niedergelassene. Alle einreisenden Passagiere müssen zuerst einmal für 14 Tage in die Quarantäne, bevor sie sich frei bewegen können. Flüge ab Australien sind sehr schwierig zu finden, die meisten Airlines haben den Betrieb eingestellt oder fliegen nur noch in seltenen Fällen. Wir werden morgen entscheiden, wie es weiter geht. Die Optionen sind allerdings begrenzt. Einerseits könnten wir unser Visum verlängern, was aber sehr aufwändig ist, oder wir können vesuchen, noch einen der wenigen Flüge zu ergattern. Eigentlich haben wir beide keine grosse Lust, ins schweizerische Chaos zurück zu kehren, sondern würden die Situation gerne hier aussitzen.

Vorerst aber wollen wir unsere Reise noch geniessen und nehmen die wichtigsten Sehenswürdigkeiten auf dem Weg zurück nach Perth gerne mit. In einem kleinen Nationalpark gibt es eine Giant Trettop-Walk. Hier wurde eine Stahlkonstruktion erbaut, welche über eine längere Rampe zu einem Rundgang gut 40 m über Grund mitten in den Baumwipfeln führt.

Diese Beschränkungen gelten auch in normalen Zeiten, wenn der Virus nicht präsent ist. Es dürfen jederzeit maximal 20 Personen pro Abschnitt präsent sein und auf den Plattformen sind nicht mehr als 10 Personen gleichzeitig erlaubt. Heute war das kein Problem.

Oben angekommen verläuft die Konstruktion waagrecht in den Gipfeln. Der Boden ist ein Gitter, durch welches der Blick wunderbar in die Tiefe fällt. Die Konstruktion selber schwankt immer leicht, je nach Anzahl der Personen, welche sich darauf bewegen und wie unruhig sie gehen.

Ein Anblick der Brücke von meinem Standort aus. Zu unserer Zeit waren eher weniger Leute unterwegs, die meiste Zeit waren wir fast alleine.

Eindrücklich ist der Blick in den Wald aus der Höhe. Die Bäume selber sind teilweise noch 30 m höher.

Ein ganz anderer Baum stand etwas näher bei unserem heutigen Etappenziel: Der Diamond Tree ist ein 52 m hoher Eukalyptus, welcher bis vor einigen Jahren als Ausguck für Buschbrände im Einsatz war. Oben ist eine kleine Blechhütte, wo der Beobachter sass. Rund um den Stamm sind Metallstangen eingesteckt, über welche der Beobachter hinauf stieg. Früher durften auch Touristen hier hinauf, heute ist das nicht mehr erlaubt. Ich wäre ohnehin nicht dort hinauf gestiegen.
