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- Kategorie: Winterreise 14 / 15 - 1. Etappe Südamerika
Puerto Montt

Andrea bemerkte beim Warten aufs das Auschecken einen ersten Weihnachtsbaum in einer Ecke. So ganz wollte dieses Ding nicht zu unserem Standort in der Wüste passen, auch sonst ist hier nichts vom Päcklistress zu spüren.
Wir machten uns umgehend auf den Weg zum Flugplatz, von wo aus wir in getrennten Maschinen in den Süden flogen. Zuerst nach Santiago, dann alle weiter nach Puerto Montt, Andrea und Christoph dann noch weiter nach Punt Arenas, von wo aus sie in die Antarktis aufbrechen.
Ich hatte Glück beim Fliegen: Auf beiden Flügen in der hintersten Reihe gebucht, hatte ich auf beiden Strecken eine ganze 3-er Reihe für mich. Alle anderen Plätze im Flieger waren alle besetzt. So liessen sich die Flüge von je knapp 2 Stunden gut überstehen. Die Umsteigezeit in Santiago war hingegen zu kurz berechnet, mein Gepäck wurde nicht umgeladen und musste mir so per Taxi ins Hotel geliefert werden, was aber problemlos klappte. Für mich war das Umsteigen ganz einfach: Gerade vom Nachbargate flog meine Maschine weiter. Andrea und Christoph sah ich noch für zwei Minuten, bevor ich schon wieder einstieg.

Da ich von Calama nach Santiago auf der linken Seite sass, hatte ich einen wunderbaren Blick auf den Atacama. Leider war die Scheibe nicht sehr sauber, so dass dieses Bild fast schon wie ein Gemälde aussieht.

Von Santiago nach Puerto Montt sass ich auf der rechten Seite und meinte zuerst, der Pilot hätte sich verflogen. Nach meiner Erinnerung könnte diese Landschaft gut in Mitteleuropa sein. Für die Schweiz hätte es zu wenig Häuser, aber in Frankreich oder auch Deutschland gibt es ähnliche Gegenden.

Da ich ohnehin kein Gepäck hatte, ging ich in die Stadt, um das Zentrum zu erkunden. Eigentlich wollte ich dieses doch eher spezielle Haus ohne Drähte fotografieren, doch nach längerem erfolglosen versuchen verzichtete ich darauf.

Der Hauptplatz mit dem Büro des Bürgermeisters, der Municipalidad auf der linken Seite. Rechts ein grosses Einkaufszentrum, auch hier keinerlei Hinweis auf die kommenden Festtage. In anderen Ländern unvorstellbar!

Eine gelungene Mischung aus alt und neu. Die Stadtplaner lassen wohl so ziemlich alle Anliegen durch und bewilligen ohne Rücksicht auf das Stadtbild.

Nochmals eine Ansicht des zentralen Platzes. Glücklicherweise war der Himmel schön blau, obwohl die Temperatur bei nur gerade 16 Grad lag. Doch eher kühl für den Sommer.

Vom Meer her zeigt sich das grosse Einkaufszentrum mit einem darin enthaltenen Hotel in seiner ganzen Grösse. Nicht sehr schön, doch immerhin gibt es direkt am Meer noch einen Fussweg neben der Strasse.

Im südlichen Chile gibt es viele deutsche Einwanderer, welche schon im 18. Jhdt. hierhin kamen. Einige Geschäfte sind mit deutschen Namen angeschrieben, so auch dieses Kaffee. Hier gibt es kalte Sachen (Crudos), offenes Bier (Schop) sowie auch Kuchen (braucht keine Erklärung).

Nochmal ein älteres Haus mit einer Herausforderung für den Fotografen. Noch grösser ist diese allerdings für die Elektriker, welche in diesem Wirrwarr einen Draht identifizieren müssen. Doch scheint es zu funktionieren, es gibt überall Strom.

Einen ersten Teil meiner Haushalt-Arbeiten erledigte ich gerade ein Stadtzentrum. Ein älterer Herr schnitt mir die Haare und plauderte über die Gegend. Nun bleibt noch die Wäsche, welche ich morgen erledigen möchte. So habe ich dann wieder genügend frische Sachen für die Weiterreise.
Schliesslich sollte ich morgen auch noch alle aufgestauten Tagebuch Arbeiten erledigen. Viele Bilder hochladen und die entsprechenden Berichte publizieren.
