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- Kategorie: Tanzania 09 - Serengeti und Selous
Seltsame Verhältnisse
Während der diesjährigen Safari erlebten wir recht seltsame Verhältnisse, was die Anzahl der Angestellten im Vergleich zur Anzahl der Gäste betrifft. Unsere Lieblingslodge, das Kirawira Tented Camp im Westkorridor der Serengeti machte den Anfang. Auf 25 Zelte kamen hier insgesamt 90 Angestellte (Köche, Servierpersonal, Fahrer, Techniker, Zimmermädchen, Gärtner und auch einige Sicherheitsleute).
Später auf der Reise waren wir im Selous Game Reserve, genauer im Impala Camp. Hier kümmerten sich 46 Personen um die unterschiedlichsten Aufgaben rund um die 8 Zelte. Fahrer für die Game Drives sind natürlich ebenso notwendig wie Bootsführer für die Fahrten auf dem Rufiji und den verschiedenen Seen. Da kein Zaun das Camp von der Wildnis abschloss, sind die Wachdienste der Massai sehr willkommen. Sie haben ein wachsames Auge auf die Elefanten und Hypos, welche hier zuhause sind.
Auf Zanzibar waren wir in den Matemwe Lodge, dort sind für die 12 Bungalows und 3 Villen insgesamt 88 Personen angestellt. Die meisten kommen aus den umliegenden Ortschaften und sorgen so für das ökonomische Wohlergehen der Gegend. Auch sämtliche Handwerker werden aus der Umgebung rekrutiert.
Diese Verhältnisse erklären teilweise auch die recht hohen Preise in den entsprechenden Camps, allerdings wird auch ein Service auf einem sehr hohen Niveau geboten. Es ist immer wieder erstaunlich, welche Wunder die Küche so weit weg von den städtischen Möglichkeiten vollbringt.
Noch ein beeindruckendes Verhältnis: Das Selous Game Reserve bedeckt eine Fläche von 55'000 km2 und die Schweiz über 41'285 km2. Einige tausend Besuchern im Selous stehen den gut 65'000 Elefanten im gesamten Park gegenüber. Permanente menschliche Einwohner gibt es im Park keine.
